So können Sie mit Veränderungen während des Sterbeprozesses umgehen
In der letzten Zeit vor dem Sterben ändert sich die Wahrnehmung Ihres Angehörigen stark. Hier erfahren Sie, wie sich dies ausprägen kann und wie Sie helfen können, es Ihrem Angehörigen leichter zu machen.
Eingeschränktes Sprechen
Wenn der Tod näher rückt, ist Ihr Angehöriger wahrscheinlich nicht mehr in der Lage, sich störungsfrei zu äußern. Das Reden wird ihm schwerfallen oder er kann sich gar nicht mehr mitteilen. Wenn er noch in der Lage ist zu reden, verstehen Sie ihn unter Umständen nur schwer.
Auf symbolische Sprache eingehen
Es kann sein, dass sich Ihr Angehöriger in Symbolsprache äußert, bei der der nahende Tod bzw. der Sterbeprozess als Reise oder ähnliches gedeutet wird. Üblich sind Äußerungen wie "Bald werde ich eine lange Fahrt antreten" oder "Ich packe meinen Koffer". Diese symbolischen Äußerungen sind wahrscheinlich ein Schutzmechanismus, mit dem sich Ihr Angehöriger der Realität des Sterbens entzieht.
Versuchen Sie in diesem Fall, auf der gleichen Ebene zu antworten, um Ihrem Angehörigen zu vermitteln, dass Sie versuchen ihn zu verstehen. Sie können seine Aussagen in Ihren eigenen Worten wiederholen. Sie können Nachfragen zur Reise stellen, die nicht auf Konkretes hindeuten, zum Beispiel "Hast du Reisefieber?", "Soll ich beim Vorbereiten helfen?".
So können Sie versuchen, eine Verbindung zum Erleben Ihres Angehörigen herzustellen. Damit wird es Ihnen vielleicht möglich, mit Ihrem Angehörigen über seine Ängste und Hoffnungen zu sprechen, ohne dass das Sterben und der Tod konkret benannt werden.
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Fehler beim Wärmeerzeugen oder unterschiedliches Wärmeempfinden
Es ist wahrscheinlich, dass Ihr Angehöriger nicht mehr genug Körperwärme produziert, um nicht auszukühlen. Halten Sie deshalb Wärmflaschen oder warmen Tee bereit.
Womöglich hat Ihr Angehöriger ein von Gesunden ganz unterschiedliches Wärmeempfinden in seiner Sterbephase entwickelt. Dies kann bedeuten, dass Sie zwar fühlen können, dass seine Füße kalt sind, er selbst es jedoch gar nicht als unangenehm erlebt. Wundern Sie sich nicht, wenn ein Konflikt entsteht zwischen Ihrem Wunsch, Ihren Angehörigen warm zu halten und Ihrem Angehörigen, der seine Umgebung schon als zu warm empfindet.
So positiv wie möglich bleiben
Versuchen Sie soweit wie möglich, positiv zu bleiben, auch wenn Ihnen dies sehr schwer fällt. Betroffene Blicke die ganze Zeit über können das Unwohlsein Ihres Angehörigen verstärken. Versuchen Sie, Ruhe zu bewahren, möglicherweise überträgt sich dies auf Ihren Angehörigen.
Es kann Ihrem Angehörigen helfen, wenn Sie ihn zum Beispiel frisieren und sich schöne Kleidung kümmern, damit er sich wohler fühlt.
Nähe erzeugen
Stellen Sie durch Umarmen oder Wiegen einen intensiven Kontakt zu Ihrem Angehörigen her, der ihn beruhigen kann. Vermeiden Sie dagegen Tätscheln oder ständiges Streicheln. Dies wirkt unsicher und überträgt Ihr Unwohlsein auf Ihren Angehörigen.
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