Wie Sie den richtigen Kurs zur Pflege finden
Kursangebote für Sie als pflegender Angehöriger können helfen, Sie mit Informationen und Übungen zur körperlichen und psychischen Entlastung zu unterstützen. Außerdem können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen. Welche Angebote es gibt und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, lesen Sie in diesem Artikel.
Welche Angebote gibt es?
Es gibt Kurse, wenn Sie sich noch unsicher sind, ob Sie die Pflege Ihres Angehörigen übernehmen möchten. Sie können mit anderen Betroffenen in derselben Situation unter Leitung eines Fachmanns das Für und Wider abwägen. Damit wird Ihnen Ihre ganz persönliche Entscheidungsfindung erleichtert. Sie können auch dem Referierenden Fragen stellen, um über Einzelaspekte der Pflege eine größere Klarheit zu gewinnen. Dadurch können Sie ein konkreteres Bild von dem entwickeln, was mit der Pflege Ihres Angehörigen auf Sie zukommen würde.
Sie erhalten in Kursen Tipps für die Pflege. Dabei wird Grundlagenwissen vermittelt, das Sie entlasten kann. Oft halten Physiotherapeuten oder Pfleger Vorträge, die jahrelange Erfahrung mitbringen. Sie können Ihnen zum Beispiel zeigen, wie Sie Ihren Angehörigen am besten heben oder wie Sie Pflegeverrichtungen effizienter gestalten können.
In von Psychologen geleiteten Kursen wird auf die Belastung in der Pflege eingegangen. Überforderung, Mutlosigkeit und Einsamkeit wird angesprochen. Es werden Strategien vorgestellt, wie Sie mehr auf Ihre Bedürfnisse achten und sich nicht überfordern. Oftmals kombinieren auf ein Wochenende angelegte Kurse deshalb auch Entspannungsprogramme mit dem regulären Kursangebot.
Weiterhin gibt es Seminare zu Themen aus dem psychosozialen, medizinischen und rechtlichen Bereich. Diese Kurse vermitteln Ihnen wichtige Zusatzinformationen, die für Sie anschaulicher und praxisorientierter aufbereitet sind als Broschüren oder informative Internetseiten. Häufig gehört zu Seminaren auch ein Austausch der Kursteilnehmer über die Erfahrungen in der Pflege.
Pflegeseminare vermitteln Ihnen viele nützliche Informationen
Welche Kosten kommen auf Sie zu?
Oft übernimmt die Pflegekasse die Kosten für Kurse für pflegende Angehörige. Informieren Sie sich bei Ihrer. Große Institutionen bieten oft subventionierte Kurse an, die dadurch gut bezahlbar sind, falls die Pflegekasse doch nicht zahlen sollte.
Worauf Sie bei der Auswahl des Kurses achten sollten
Wenn Sie sich schon für die Pflege Ihres Angehörigen entschieden haben und nun Hintergrundwissen erwerben wollen, bietet sich unter Umständen eine längere Kursreihe an. In ihr kann eine Vielzahl von Themen angesprochen werden, die Sie dazu befähigt, besser zu pflegen und sich selbst zu entlasten.
Die Gruppengröße der Veranstaltung sollte 15 Teilnehmer nicht überschreiten. Nur so bleibt genug Zeit für individuelle Fragen und Austausch unter den Gruppenteilnehmern.
Besonders wenn Sie sich für eine längere Kursreihe interessieren, hilft es, wenn der Veranstaltungsort nicht zu sehr von Ihrer Arbeit bzw. Ihrem Zuhause entfernt ist.
Informieren Sie sich im Vorfeld auch über den Kursleiter. Er sollte je nach Thema des Kurses gute Kenntnisse der Altenpflege besitzen. Das Seminar sollte praxisnah ausgerichtet sein und verschiedene Gesprächssituation und Interaktion beinhalten. Dazu können zum Beispiel Gruppengespräche, Paar- und Einzelübungen und Rollenspiele gehören.
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