Weglauftendenz: So reagieren Sie, wenn Ihr Angehöriger vermisst wird
Heike Bohnes
Mein Name ist Heike Bohnes. Ich bin Ihre Expertin für Pfege und Pflegemanagement.
Immer wieder verirren sich Demenzerkrankte. Sie können Gefahren nicht einschätzen und wissen nicht mehr, wo sie wohnen. Dadurch sind sie einer erheblichen Gefährdung ausgesetzt. Dann müssen sie von der Polizei gesucht werden. Sie können dieses Risiko nicht ausschließen – aber Sie können auf die Weglauftendenz vorbereitet sein.
Weglauftendenz
Auch bei Ihrem demenzerkrankten Angehörigen kann es in Verbindung mit seinen Orientierungs- und Gedächtnisstörungen dazu kommen, dass er in einem unbeobachteten Moment die Wohnung alleine verlässt. Denn Sie können es auch bei allergrößter Sorgfalt nicht immer vermeiden, dass Ihr demenzerkrankter Angehöriger unbemerkt "spazieren geht" und sehr wahrscheinlich nicht alleine nach Hause zurückfindet.
Verschwindet ihr Angehöriger ist das ein Notfall
Wenn Ihr Angehöriger die Wohnung unbemerkt verlassen hat, müssen Sie schnell handeln. Aber natürlich können Sie nur dann richtig reagieren, wenn Sie auch wissen, was Sie tun sollten. Hier erfahren Sie, wie Sie im Fall, dass Sie Ihren Angehörigen vermissen, am besten vorgehen.
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1. Schritt: Suchen Sie systematisch
- im gesamten Haus, also auch in Kellerräumen und im Garten
- in der direkten Umgebung der Wohnung
Überlegen Sie, wo Ihr Angehöriger sich früher häufig aufgehalten hat, etwa um Erledigungen zu machen. An diesen Orten sollten Sie ebenfalls nachschauen.
Fragen Sie bei den Nachbarn, ob ihr Angehöriger sich vielleicht bei ihnen aufhält, oder von ihnen gesehen wurde.
2. Schritt: Krankenhäuser überprüfen
Rufen Sie die umliegenden Krankenhäuser an, ob dort eine verwirrte, unbekannte Person aufgenommen wurde.
3. Schritt: Polizei
Ist Ihre Suche erfolglos, sollten Sie ohne Scheu die Polizei unter der Telefonnummer 110 verständigen.
Wenn Ihr Angehöriger verschwunden ist, ist die Polizei eine wichtige Hilfe für Sie. Für die Meldung bei der Polizei benötigen Sie eine genaue Angaben zur Person Ihres Angehörigen. Dazu gehören:
- Name und Alter
- Größe und Statur Ihres Angehörigen
- seine Haar- und Augenfarbe
- die aktuelle Kleidung, die er trägt
- besondere Merkmale z. B. Narben, Humpeln, fehlender Mantel
- die Angabe von Lieblingsorten, an denen sich Ihr Angehöriger aufhalten könnte z. B.
- der ehemalige Wohnort,
- ein Park oder Friedhof,
- die Bushaltestelle, die er früher zur Arbeit nutzte
- bestimmte Geschäfte, wie z. B. Bäcker, Metzger, die er regelmäßig aufsucht oder aufsuchte - die Orte an denen Sie bereits selbst nach Ihrem Angehörigen gesucht haben.
4. Schritt: Informieren Sie auch
- Ihre direkten Nachbarn und
- evt. auch die Nachbarn der früheren Wohnung Ihres Angehörigen sowie
- ggf. den Pflegedienst über das Verschwinden Ihres Angehörigen.
Ortungsgeräte geben Ihnen Sicherheit
Das wohl bekannteste Ortungsgerät für Personen ist das Handy. Die meisten Handys sind mit dem Global Positioning System (GPS), einem satellitengestützten System zur weltweiten Positionsbestimmung, ausgestattet und können darüber geortet werden. Aber in der Regel nimmt Ihr Angehöriger natürlich kein Handy mit auf seinen "Ausflug". Inzwischen gibt es aber auch verschiedene, spezielle Ortungsgeräte für Personen, die helfen, Vermisste wieder aufzufinden.
Diese speziellen GPS-Geräte sind relativ kompakt sind und können z. B. um den Hals getragen werden. Einige Geräte sind auch mit einer Notruftaste ausgestattet, so dass Ihr Angehöriger - sofern er noch in der Lage ist, diese Funktion zu verstehen - Sie verständigen kann, wenn er in Not ist.
Die Geräte gibt es in unterschiedlichen Versionen. Bei manchen fallen keine monatlichen Gebühren an, bei anderen schon.
Tipp: Einen ersten Eindruck über solche Ortungsgeräte können Sie sich auf inanny.de oder auf snooperuk.com verschaffen.
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Hallo Herr Rensmann,
mit einem Preis von "ab 399 €" laut Ihrem Shop plus Ortungsgebühren, ist der Preis doch heiß. 
Die von mir als Beispiel genannten Anbieter bieten die Ortung bei Kauf des Gerätes für unter ...
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Montaliche Kosten sehe ich immer als sehr fraglich an, da speziell im Bereich der Hinlauftendenz eine Ortung unter Umständen nur ein paarmal im Monat benötigt wird -- wenn überhaupt.
Daher haben wir bei GPS2ALL ein System entwickelt, bei dem nur Kosten anfallen, wenn die Ortung auch tatsächlich genutzt wird. Die Kosten selbst sind verschwindend gering, nämlich 6 Cent pro Ortung bei ...
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