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von Claudia Büeler, veröffentlicht in Demenzformen

Demenzformen: Altersdemenz ist nicht gleich Alzheimer-Demenz

Claudia Büeler, experto.de-Expertin für Senioren, Demenz und Pflege Claudia Büeler

Mein Name ist Claudia Büeler. Ich bin Ihre Expertin für Senioren, Demenz und Pflege.

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Alzheimer-Demenz ist viel mehr als Vergesslichkeit und Altersdemenz ist der Übergriff für alle Arten von Demenz. Alzheimer wird im Sprachgebrauch oftmals noch als witzige Umschreibung für Vergesslichkeit benutzt, Altersdemenz aber am liebsten aus dem Vokabular und Bewusstsein verbannt. Dabei kommt es für die Betroffenen sehr darauf an, dass die Unterschiede genau erkannt werden – nicht nur vom Arzt, sondern auch von uns!

Altersdemenz und Alzheimer-Demenz: Ein wichtiger Unterschied für die Betroffenen
Zwischen Alzheimer und Altersdemenz zu unterscheiden ist nach heutigem Wissenstand anscheinend weder aus pathologischer Sicht noch aus klinischer Sicht haltbar. Für den Umgang mit betroffenen Menschen ist es jedoch sehr wichtig, diese Unterschiede zu kennen. Ich will Ihnen gerne vermitteln, wie ich Demenz in meinen kunsttherapeutischen Projekten an vielen Hundert Menschen kennen gelernt habe und zur Überzeugung gelangt bin, dass es wichtig ist, Unterschiede zu erkennen.

Nur so können wir lernen, damit besser umzugehen. Abgesehen von der Hoffnung auf Heilung, die wir derzeit nicht haben können! Jede Änderung der kognitiven Leistungsfähigkeit sollte zwar erst einmal von einem Facharzt abgeklärt werden, aber die Wenigsten gehen zum Arzt, besonders wenn über ihre Vergesslichkeit nur gewitzelt wird.

Dabei gibt es so viel, was man machen kann (und machen muss), wenn auch nur der Verdacht auf nachlassenden Gedächtnisleistung besteht, besonders aber, wenn die ersten Alzheimer-Symptome auftauchen.


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Demenzformen: Altersdemenz ist nicht gleich Alzheimer-Demenz

Alzheimer-Demenz Früherkennung: Ein erster Weg zur Besserung
Unheilbar sind noch beide, die Alzheimer-Demenz sowie die Altersdemenz. Im Prinzip ist Altersdemenz der Überbegriff für verschiedene Formen der Demenz, aber an sich keine Krankheit. Alzheimer dagegen kann man bekommen, wenn man noch gar nicht so alt ist und es ist auf jeden Fall eine Krankheit, denn der Betroffene ist nach relativer kurzer Zeit nicht mehr fähig, sich selbst zu versorgen.

Aber man kann Körper und Geist lange lange vorher unterstützen und so die Altersdemenz verzögern oder gar vermeiden. Wie ist das nun zu verstehen?

Unterschiedliche Formen der Demenz
Sei es beim Witzemachen über Vergesslichkeit oder im beschützten Bereich der meisten Seniorenheime, den Unterschied zwischen Altersdemenz und Alzheimer finden die wenigsten wichtig: "Demenz ist Vergesslichkeit" und "das braucht man nicht mehr; der Betroffene vergisst sowieso alles". Das stimmt so nicht!

Ein alter Mensch kann vergesslich geworden sein, parallel dazu mehr und mehr unbeweglich; er sitzt selbstvergessen und ruhig, sein Weg durchs Leben zieht immer kleinere Kreise. Dieser Mensch weiß aber noch sehr sehr lange, wie man Klopapier benutzt. Er/sie kennt den Angehörigen und lässt sich Tagesabläufe erklären. Er kann seine Körperbefindlichkeiten benennen usw.

Der Alzheimerkranke dagegen kann viel jünger sein, seine Erinnerungen wirbeln herum wie Herbstblätter im Sturm und im Alltag wirbeln auch seine Stimmungen und Emotionen, seine Anliegen und Bedürfnisse. Die Wege des Alzheimerkranken werden kreuz und quer durcheinander, aber nicht weniger weit. Dieser Mensch kann sich sogar oft an ziemlich viel erinnern, es jedoch nicht mehr in die richtigen Verhältnisse setzen, er ist körperlich recht fit, seine Stimmung schwankt.

Es ist sehr schwierig, als Angehöriger, Pfleger, Betreuer für ihn da zu sein. Alzheimer-Symptome sind charakteristisch. Sie entwickeln sich stoßweise. Die "Aussetzer", während welcher der Betroffene viele nicht nachzuvollziehende Dinge vollbringt, sind besonders dramatisch.

Uns sollte es um die Besserung im Umgang mit der Altersdemenz, insbesondere mit der Alzheimer-Krankheit gehen, indem wir sie genauer anschauen: Kunst macht Demenz anschaulicher, Kreativität kann als gemeinsamer Dialog verstanden werden und uns weiterbringen.


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