Erste Hilfe bei der Diagnose Demenz: Wo bekommen Sie Unterstützung?
Ilona Krüger
Mein Name ist Ilona Krüger. Ich bin Ihre Expertin für ambulante Pflege und Qualitätssicherung.
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Die Diagnose Demenz ist ein Schock für alle Beteiligten, für den Betroffenen natürlich in erster Linie, aber auch für nahestehende Menschen. Es ist wichtig, dass sowohl Betroffene als auch Angehörige Hilfe und Unterstützung erfahren. Sie brauchen Menschen, von deren Erfahrung Sie profitieren können. Lesen Sie hier, an wen Sie sich wenden können, um direkt und wohnortnah Rat und Hilfe zu bekommen.
Nach dem ersten Schock durch die Diagnose Demenz tauchen viele Fragen auf:
Wie wird es weitergehen? Wie lange können wir weiterleben wie bisher? Was müssen wir in unserem Leben ändern? Was passiert, wenn sich die Erkrankung verschlimmert? Was muss man wissen, wenn man mit einem Demenzkranken zusammenlebt? Welcher Arzt ist der beste? Welche Therapie ist die richtige?
Auch Ihre Angehörigen brauchen Ihre Unterstützung. Er will sich aussprechen, Ihnen seine Angst und Trauer mitteilen. Es sind eine Menge Fragen auf allen Seiten vorhanden. Es nützt wenig, wenn man Sie und Ihre Angehörigen bedauert und Sie wissen lässt, dass Sie ein schweres Schicksal ertragen. Auch hilft es Ihnen nicht, wenn andere Menschen Ihnen die Zukunft in schwarzen Farben malen oder aus eigener Erfahrung berichten, wie schrecklich alles ist.
Es ist gut, wenn Sie in diesem Moment Menschen zur Seite haben, die Sie und den Erkrankten verstehen. Praxiserprobte Tipps von Mitbetroffenen, wie diese schwierige Alltagssituationen gemeistert haben, sind sehr hilfreich.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist eine Selbsthilfeorganisation, die sich 1989 als Dachverband von engagierten Vertretern und Vertreterinnen einzelner Selbsthilfegruppen bildete. Ziel ist die gegenseitige Unterstützung von Angehörigen von Demenzkranken und die Verbesserung der Situation der Betroffenen.
Das Alzheimertelefon
Seit 2002 gibt es das Alzheimertelefon. Dort können Sie sich im direkten Kontakt Rat und Hilfe holen. Sie werden dort zu allen Fragen um die Erkrankung herum von geschulten Sozialpädagogen und -pädagoginnen beraten.
Erkrankte und Angehörige benötigen Rat und Unterstützung bei der Diagnose Demenz. (Foto pfizer)
Beratungsstellen in Ihrer Nähe
Hier finden Sie Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und sonstige Anlaufstellen nach Postleitzahlen geordnet. So finden Sie Organisationen in Ihrer Nähe, bei denen Sie und Ihr Angehöriger in Kontakt mit anderen Betroffenen kommen können.
Hilfe bei der Arztwahl
An dieser Stelle finden Sie die Kontaktdaten von Kliniken und anderen Institutionen, die in Gedächtnisambulanzen oder Memory-Kliniken Gedächtnissprechstunden durchführen. Diese sind nach Postleitzahlen geordnet, sodass Sie nach Einrichtungen in Ihrer Nähe suchen können. Dort treffen Sie Spezialisten, die differenzierte Diagnostik durchführen. Diese ist Grundlage, um mit Ihnen und Ihrem Angehörigen gemeinsam die passende Therapie zu finden.
Buchtipps
Margot Unbescheid: Alzheimer, Das Erste-Hilfe-Buch, Gütersloher Verlagshaus
Die Autorin unterstützt seit Jahren ihre Mutter in der Pflege und Betreuung ihres an Alzheimer erkrankten Vaters. Im Klappentext ihres Buches schreibt sie: Bei der Diagnose Demenz...sollte man sich wappnen für das, was genau auf einen zukommt. Das kann man nur, wenn man erfährt, wie andere Menschen ihren Pflegealltag meistern und aus deren Erfahrungen und Fehlern lernt.
Genau dieses Angebot macht Margot Unbescheid ihren Lesern. Realistisch und offen beschreibt sie das Leben mit einem Alzheimererkrankten. Auch berichtet sie von ihren Erfahrungen mit Heimen, von alltäglichen Erlebnissen und von eigenen Ängsten und Zweifeln. Sie beschreibt klar, "was Sache ist" und warnt vor Fallstricken im Verlauf der Erkrankung. Zum Ende eines jeden Kapitels gibt sie praxiserprobte Tipps und Hinweise. Ein sehr hilfreiches Buch, das direkt aus dem Leben vom Leben mit Alzheimer erzählt
Hub Buijssen: Demenz und Alzheimer verstehen, Beltz Verlag
Der Autor berät als Psychologe und Psychogereontologe seit vielen Jahren Angehörige von Menschen mit Demenz. Seine Mutter pflegte über Jahre den an Demenz leidenden Vater, später den betroffenen Ehemann und erkrankte selbst an Alzheimer. In seinem Buch beschreibt und erklärt er anschaulich und verständlich die Erkrankungen Alzheimer und Demenz und deren Verlauf. Er gibt praxisnahe Tipps zur Betreuung Betroffener. Im Fokus stehen Kommunikation, Verhaltensauffälligkeiten und Stimmungen des kranken Menschen. Auch nimmt er sich der Situation der Angehörigen an.
Er ergänzt seine Ausführungen mit literarischen Beschreibungen, Berichten und Interviews mit Betroffenen und Angehörigen. Auch Tolstoi und Ronald Reagan kommen zu Wort. Ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt, spannend und abwechslungsreich zu lesen.
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» Los geht's!
- Was wissen Sie über die Krankheit „Alzheimer“?
- Welche Ernährungsgewohnheiten gibt es bei Demenzerkrankten zu beachten?
- Was ist zu tun, wenn Sie sich als pflegender Angehöriger nicht mehr kümmern können?
- Welche Sicherheitsvorkehrungen sollten Sie bei Demenzerkrankten beachten?
- Wie können Sie in stressigen Situationen im Pflegebereich Ruhe bewahren?




