Wie erkennt der Arzt eine Demenzerkrankung?
Andrea Fettweis
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Wenn ein Mensch deutliche Zeichen einer Demenzerkrankung wie Vergesslichkeit, Orientierungsprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten zeigt, wird der Arzt eine Reihe von Untersuchungen veranlassen. Da es bis heute keine zuverlässigen Methoden gibt, mit denen man eine Demenz nachweisen kann, geht es eher darum, andere Krankheiten auszuschließen, die als Ursachen in Frage kommen.
Psychometrische Testungen prüfen die Gehirnleistungen
Besteht der Verdacht, dass Ihr Partner oder ein anderer Angehöriger an einer Demenz leiden könnte, wird der Arzt zunächst eine sogenannte psychometrische Testung durchführen. Darunter versteht man spezielle Gedächtnis- und Konzentrationstests, mit deren Hilfe die Leistungen des Gehirns in verschiedenen Bereichen geprüft werden.
Getestet werden zum Beispiel die Wahrnehmung, sprachliche Fähigkeiten, das Kurzzeitgedächtnis, die Aufnahme neuer Informationen usw. Um auszuschließen, dass eine andere organische Krankheit die demenzartigen Symptome ausgelöst hat, ist eine allgemeinmedizinische Untersuchung notwendig.
Internistische Untersuchungen sollen andere Krankheiten ausschließen
Ein Internist prüft unter anderem anhand von Blutwerten, ob der Betroffene möglicherweise an Diabetes, einer Schilddrüsenunterfunktion, einer Leber- oder Nierenerkrankung oder an einem Vitamin B-12-Mangel leidet. Auch zu hoher Blutdruck und bestimmte Herzrhythmusstörungen schädigen das Gehirn. Sollte eine dieser Erkrankungen der Grund für die Demenzsymptome sein, spricht man von einer sekundären Demenz. Sobald sie behandelt wird, funktioniert auch das Gehirn wieder normal.
Porträt einer demenzkranken Frau
Depressionen können demenzähnliche Symptome zeigen
Oft wird eine Demenz mit einer Depression verwechselt. Sie kann sich durch ähnliche Symptome, zum Beispiel Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und mangelhafte Informationsaufnahme, bemerkbar machen.
Auch Gehirnerkrankungen wie Tumore und Entzündungen müssen ausgeschlossen werden. Diese werden mit bildgebenden Verfahren, zum Beispiel durch eine Computertomografie (CT), untersucht. Dabei wird das Gehirn Schicht für Schicht geröntgt. Dunkle Stellen im Bild bedeuten Lücken im Gehirn, die abgestorbene Gehirnzellen hinterlassen haben.
Die Magnetresonanztomografie zeigt mehr Details
Die Magnetresonanztomografie ist ebenfalls ein bildgebendes Verfahren, das mit Magnetfeldern statt mit Röntgenstrahlen arbeitet. Die Bilder zeigen mehr Details als ein CT, weil sie eine höhere Auflösung haben. Dennoch kann durch diese Untersuchung eine Demenzerkrankung im frühen Stadium nicht immer erkannt werden, denn auch durch den normalen Alterungsprozess sterben Gehirnzellen ab. Die bildgebenden Verfahren werden also eher dazu genutzt, um andere Gehirnerkrankungen auszuschließen.
Eine Demenzerkrankung im frühen Stadium ist schwer zu erkennen
Um die Aktivität und den Stoffwechsel des Gehirns zu überprüfen, könnten funktionelle bildgebende Verfahren angewendet werden. Da sie jedoch sehr teuer sind, kommen sie selten zum Einsatz und werden hauptsächlich für die Forschung genutzt. Außerdem muss man leider feststellen, dass es trotz der modernen Untersuchungsmöglichkeiten schwierig bleibt, eine Demenz im frühen Stadium zu erkennen.
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