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Demenz
 
von curendo.de Redaktion, veröffentlicht in Harninkontinenz

Die häufigsten Formen der Inkontinenz

Um bei einer Inkontinenz angemessene Behandlungs- und Pflegemaßnahmen ergreifen zu können, muss ermittelt werden, welche Form der Inkontinenz bei einem Demenzpatienten vorliegt. Dies sind die fünf häufigsten Formen der Inkontinenz und ihre Ursachen.

Die fünf häufigsten Formen der Inkontinenz

1. Funktionale Inkontinenz
Bei Demenzpatienten tritt diese Form der Inkontinenz sehr häufig auf. Es handelt sich, im Gegensatz zu den anderen Inkontinenzformen, nicht um eine Funktionsstörung, sondern um ein Fehlen der kognitiven Fähigkeiten zur zielgerichteten Blasenentleerung. Beispielsweise findet ein Demenzkranker den Weg zur Toilette nicht oder kann sich vor dem Toilettengang nicht ohne Hilfe entkleiden.


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2. Belastungsinkontinenz
Eine körperliche Belastung oder Anspannung führt dazu, dass der Urin nicht mehr gehalten werden kann. Typisch sind Husten, Niesen, Lachen oder schweres Heben. Die Belastungsinkontinenz wird in drei Grade unterteilt:
Grad I: Unwillkürlicher Harnverlust bei heftiger Drucksteigerung im Bauchbereich z.B. durch Niesen, Husten, Lachen oder schwere körperliche Belastung.
Grad II: Unwillkürlicher Harnverlust bei mittelstarker Drucksteigerung im Bauchbereich, z.B. durch Laufen oder Treppensteigen.
Grad III: Unwillkürlicher Harnverlust bei nur geringer Drucksteigerung im Bauchbereich und auch im Liegen.

3. Dranginkontinenz
Der Patient muss ungewöhnlich häufig zur Toilette. Der Harndrang entsteht plötzlich und ist so stark, dass der Patient den Weg zur Toilette nicht mehr schafft. Bis zu fünf Mal pro Stunde kann ein Betroffener bei dieser Form der Inkontinenz die Toilette aufsuchen müssen. Die Ursache ist, dass die Rezeptoren, die im Blasenmuskel für die Auslösung des Harndrangs verantwortlich sind, den Impuls bereits bei wenig gefüllter Blase geben. Eine Dranginkontinenz kann medikamentös behandelt werden - aber nicht alle Medikamente sind für Demenzpatienten geeignet.

4. Überlaufinkontinenz
Mechanische Hindernisse stören bei der obstruktiven Überlaufinkontinenz die Blasenentleerung. Darauf deuten
- verstärkter Harndrang
- häufiges Wasserlassen
- Startschwierigkeiten beim Wasserlassen und
- Harnträufeln
hin. Bei der funktionellen Überlaufinkontinenz handelt es sich um eine Fehlfunktion der Blasenmuskulatur, die geschwächt und in ihrer Funktion eingeschränkt ist.

5. Reflexinkontinenz
Fehlfunktionen führen dazu, dass die Verschlussfunktion der Harnröhre nicht mehr durch Signale aus dem Gehirn gesteuert wird, was zu einem unkontrollierten Entleeren der Blase führt. Der Betroffene verspürt vorher keinen Harndrang. Diese Form der Inkontinenz kann eine Folge der Demenzerkrankung darstellen.

Lesen Sie in der Artikelserie "Inkontinenzbehandlung bei Demenzpatienten"


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