Appetitlosigkeit im Alter: So fördern Sie die Lust zu essen

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Mit zunehmendem Alter gehen Körpersignale wie zum Beispiel das Hunger- und Sättigungsgefühl immer mehr verloren. Auch verschiedene Krankheiten tragen dazu bei, dass das natürliche Bedürfnis nach Essen kaum oder gar nicht mehr wahrgenommen wird. Die Versorgung mit Nährstoffen ist aber im Alter und insbesondere im Krankheitsfall lebenswichtig, es gilt daher, den Appetit zu fördern. Was können Sie gegen die Appetitlosigkeit im Alter tun?

Bei älteren und auch kranken Menschen ist es häufig der Fall, dass der Körper weniger Verdauungssäfte und Enzyme produziert und daher die Nahrung nicht mehr ausreichend verwertet wird. Vielen Menschen leiden daher im Alter unter einem Mangel an B-Vitaminen, Vitamin D und Folsäure und sind häufig nicht ausreichend mit Mineralstoffen wie Magnesium und Kalzium und Zink versorgt.

Zudem trinken ältere Menschen zu wenig – das Durstgefühl ist kaum noch vorhanden und die Angst vor Inkontinenz führt zu einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme. Hinzu kommt in manchen Fällen eine mehr oder weniger ausgeprägte Appetitlosigkeit, die eine ausgewogene, gesunde Nahrungsaufnahme noch erschwert.

Appetit fördern, Lust am Essen erhöhen und Nährstoffversorgung sichern

Appetitanregend ist eine gesunde Ernährungsweise häufig dann, wenn sie überwiegend aus:

  • viel frischem Obst und Gemüse (regt den Appetit an),
  • magerem Fleisch und Geflügel,
  • Nüssen und
  • Vollkornprodukten

besteht. Zur Förderung des Appetits sollte die Ernährung vitamin- und mineralstoffreich sein und viel Kalium und Zink liefern. Als Appetitzügler gelten beispielsweise:

  • Kleie
  • Alkohol
  • Salz oder auch
  • serotonireiche Lebensmittel (wirken appetithemmend).

Sie sollten daher möglichst gemieden werden.

Appetitanregende Lebensmittel

Es gibt viele verschiedene Lebensmittel, die nachweislich appetitanregend wirken. Die jeweilige Wirkungsweise ist unterschiedlich, jedoch zeigen traditionelle Anwendungen und auch aktuelle Studien gesundheitsfördernde Effekte, hier insbesondere hinsichtlich einer Förderung des Appetits:

  • Lorbeer
  • Petersilie
  • Majoran
  • dunkelgrünes Blattgemüse
  • bittere Lebensmittel

Wie man den Appetit sonst noch fördern kann

Anstelle von wenigen großen, empfiehlt es sich bei Appetitlosigkeit viele kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, zu sich nehmen. Wer eine halbe Stunde nach dem Essen ein kalorienreiches Getränk verzehrt, regt ebenfalls seinen Appetit an. Hilfreich ist es ebenso, zwischendurch Nüsse, Samen und Kerne zu knabbern oder auch aromatherapeutische Öle und Essenzen zu verwenden. Weiterhin sorgt viel Bewegung an der frischen Luft für einen gesunden Appetit, ausreichend Schlaf und emotionale Ausgeglichenheit ebenso.

Manchmal hilft es auch (besonders bei Erkrankungen), starke Essensgerüche zu meiden und das Essen möglichst appetitlich (vor allem Krankenhauskost oder passierte Kost) anzurichten.

Wir klären Sie auf was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

Schlagwörter: , ,

Kategorien: Ernährung

Bewerten Sie diesen Artikel

Appetitlosigkeit im Alter: So fördern Sie die Lust zu essen 4,00 von 5 Sternen. 10 Stimmen


Praxis der Pflege


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte


Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar



Wir klären Sie kostenlos auf,
was im Pflegefall zu tun ist!

Jetzt informieren!

Mehr zum Thema

7 Tipps zur regelmäßigen, ausgewogenen Ernährung Demenzerkrankter

Ältere Menschen sind von Mangel- und Unternährung bedroht. Im Alter nimmt der Appetit ab. Bei einer beginnenden Demenz wird das Essen häufig vergessen oder… Artikel lesen ›

Mangelernährung in der Pflege muss nicht sein

Wer kennt das nicht? Bei Krankheit bleibt das Essensgefühl aus, man ist nicht hungrig und der Appetit fehlt. Auch in der Altenpflege ist das… Artikel lesen ›

Grüne Parkbank
So erkennen Sie Schmerzen bei Ihrem demenzkranken Angehörigen

Schmerzen kommen bei älteren Menschen besonders häufig vor, da meist körperliche Veränderungen vorliegen. Sie lassen sich… Artikel lesen ›

Ähnliche Kurse

7 Tipps zur regelmäßigen, ausgewogenen Ernährung Demenzerkrankter

Mangelernährung in der Pflege muss nicht sein

So erkennen Sie Schmerzen bei Ihrem demenzkranken Angehörigen

Tipps bei Alzheimer Demenz: Richtige Ernährung

Pflegebedürftige und Ernährung: Achten Sie auf Abwechslung

Ernährung

Mit vielfältigen Mahlzeiten beeinflussen Sie das Wohlbefinden des Pflegebedürftigen positiv und steigern die Freude am Essen. Bei der Zusammenstellung und Anreichung gibt es verschiedene Möglichkeiten, dem Pflegebedürftigen das Essen zu erleichtern und den Tag durch kreative Mahlzeiten zu strukturieren.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.