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von Sonja Womser, veröffentlicht in Pflegeformen.

Junge Pflegebedürftige: Alternativen zum Seniorenheim finden

Sonja Womser, Expertin für Pflege Sonja Womser

Mein Name ist Sonja Womser. Ich bin Expertin für Pflege, Pflegeformen und Hilfe beim Pflegen.

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Es sollte ein ganz normaler Tag werden. Doch ein schlimmes Schicksal macht alle Lebenspläne zunichte. Ein plötzliches Ereignis reißt einen jungen Menschen aus dem vollen Leben und macht ihn zu einem Pflegebedürftigen der besonderen Art. Für junge Pflegebedürftige sind Seniorenheime meist nicht geeignet. Worauf müssen Sie bei der Wahl eines Heimplatzes achten?

Auch chronische und/oder fortschreitende Erkrankungen wie z. B. MS oder HIV/Aids, ALS oder Hepatitis können den Alltag allmählich zur Herausforderung werden lassen. Oft landen junge Pflegebedürftige in Altersheimen zusammen mit Achtzig bis Neunzigjährigen. Ein Alptraum für junge Menschen.

Gerade bei jungen Menschen, die ohne fremde Hilfe nicht mehr auskommen können und/oder von den Eltern aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr versorgt werden können, hängt viel davon ab, den richtigen Pflegeplatz zu finden. Aufgrund der geringen Anzahl dieser spezialisierten Einrichtungen kann der Pflegeplatz u. U. nicht in unmittelbarer Nähe des Wohnbereichs der Eltern oder Pflegebedürftigen sein.

Angehörige und Freunde fürchten vielleicht den Kontakt aufgrund der Entfernung zu verlieren. Doch ein richtiger Pflegeplatz auch in weiterer Entfernung lohnt sich. Diese Einrichtungen richten ihren Focus auf die Versorgung von jüngeren Pflegebedürftigen.



Junge Pflegebedürftige Junge Pflegebedürftige: Alternativen zum Seniorenheim finden

Worauf müssen Sie bei einem Pflegeplatz für junge Pflegebedürftige achten?

Es geht dabei vor allem darum:

  • Im Zusammenwohnen und Leben in einer Wohngemeinschaft mit Gleichgesinnten und Gleichaltrigen kann das persönliche Schicksal besser ertragen werden, was wiederum das persönliche Wohlbefinden positiv beeinflusst.
  • Die Einrichtung des Zimmers mit eigenen Möbeln und persönlichen Gegenstände ist in den groß bemessenen Einzelzimmern möglich und schafft Individualität und Geborgenheit.
  • Mittels aufwendig technischen Hilfsmitteln und einem besseren Pflegeschlüssel wird die individuelle Pflege und Versorgung der jungen Pflegebedürftigen gewährleistet.
  • Begleitende kontinuierliche Therapien wie Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, Massagen etc. sind Teil der täglichen Verordnungen.
  • Durch Mithelfen bei der täglichen Versorgung, z. B. Tisch decken, abräumen, Gestaltung der Speisekarte, Wäsche zusammen legen, Hilfen beim Einkaufen u.v.m. wird "gebraucht werden" erlebt.
  • Zusammenleben mit Haustieren lassen Wünsche wahr werden.
  • Freizeitgestaltung und Ausüben von früheren Hobbys, z. B. Malen, Gartenpflege, Ausgehen in Bars, Computerarbeiten, Musik hören, usw. werden so weit wie möglich unterstützt und umgesetzt.
  • Ausflüge und Urlaub machen, um mal "raus" zu kommen zusammen mit Pflegekräften und/oder Angehörigen, trotz Pflegebedürftigkeit.
  • Teil der sozialen Gesellschaft zu sein und die Türen für Freunde und Bekannten immer offen sind.

Junge  Menschen in einer entsprechenden Gemeinschaft denken nicht mehr so oft an das Unglück oder ihrer Krankheit, sondern entdecken wieder Fähigkeiten, die ihnen Spaß machen und sie zu Lachen bringen.

Testen Sie Ihr Wissen
Was wissen Sie über die verschiedenen Pflegeformen?

Was wissen Sie über die verschiedenen Pflegeformen?

Besonders in den letzten Jahren hat sich das Pflegesystem in Deutschland weiterentwickelt. Es gibt viele Möglichkeiten, einem pflegebedürftigen Angehörigen eine möglichst angenehme Zeit zu bereiten. Dabei stehen Sie keineswegs alleine da, sondern können auf ein vielfältiges Pflegeangebot zurückgreifen. Testen Sie im Folgenden Ihr Wissen zu den unterschiedlichen Varianten der Pflege.

Experte für diesen Beitrag
Sonja Womser
Sonja Womser

Mein Name ist Sonja Womser. Ich bin Expertin für Pflege, Pflegeformen und Hilfe beim Pflegen.


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