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Demenz
 

Die personenzentrierte Pflege bei Demenz: Beschäftigung macht selbstbewusst (Teil 4)

Brigitte Leicher, experto.de-Expertin für Demenz Brigitte Leicher

Mein Name ist Brigitte Leicher. Ich bin Ihre Expertin für Demenz.

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Menschen mit Demenz unterscheiden sich in ihren Grundbedürfnissen nicht von anderen Menschen. Den meisten Menschen ist es wichtig, etwas zu tun zu haben und stolz auf die eigene Leistung sein zu können. Das macht einen großen Teil des Selbstbewusstseins aus. Stellen Sie sich einmal vor, Sie möchten sich nach einer Einladung zum Essen gerne erkenntlich zeigen und beim Abräumen oder Spülen helfen. Die Gastgeberin winkt ab und bittet Sie rigoros, besser sitzen zu bleiben.

Möglicherweise sind Sie etwas vor den Kopf gestoßen und fragen sich vielleicht sogar ob Sie es Ihren pingeligen Gastgeben mit Ihrer Mithilfe überhaupt recht machen können. Ihr Selbstbewusstsein sinkt deshalb vermutlich nicht gleich in den Keller.

Eine demenzkranke Person wäre hingegen in einer ähnlichen Situation sicherlich verunsichert und würde sich fragen, ob man ihr überhaupt noch etwas zutraut.

Der englische Sozialpsychologe Tom Kitwood zählte daher in seinem personenzentrierten Ansatz Beschäftigung zu den Grundbedürfnissen von an Demenz erkrankten Personen.


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Demenzkranke brauchen sinnvolle Beschäftigung
Geben Sie demenziell veränderten Personen das Gefühl etwas bewirken zu können. Beschäftigung bedeutet für den Demenzkranken am Leben beteiligt zu sein. Daher ist es für die an Demenz erkrankte Person wichtig, nicht nur einfach beschäftigt zu werden um der Beschäftigung willen, sondern einen echten Beitrag zum Gruppen- oder Familienleben beizusteuern.

Mit den folgenden Anregungen wird die Mithilfe für die an Demenz erkrankte Person zum Erfolgserlebnis

  •  Überlegen Sie bei jeder Tätigkeit, ob und wie Sie diese mit der Demenz erkrankten Person gemeinsam ausführen können, z. B. bügeln, spülen, Unkraut jäten, usw. Beachten Sie, dass es nicht darauf ankommt, dass der Demenzkranke ein bestimmtes Ergebnis abliefert, sondern einzig auf das Tun.
  • Wenn die demenzkranke Person Ihnen hilft, kommt es möglicherweise zu Fehlhandlungen. Weisen Sie niemals direkt darauf hin, sondern korrigieren Sie diskret. Helfen Sie dem Erkrankten unauffällig die Aufgabe korrekt zu Ende zu führen oder nehmen Sie die Arbeit so hin wie sie ist. Wem tut es weh, wenn die Handtücher einmal anders als üblich gefaltet in den Schrank geräumt werden oder die Gabeln einmal oberhalb des Tellers liegen? 
  •  Manche demenziell veränderten Menschen können nicht mehr aktiv mithelfen. Beziehen Sie sie ein, indem sie Ihnen erzählen, was sie gerade machen und was als nächstes geschieht.

Sie werden feststellen, diese Art von Einbindung in den Alltag macht nicht nur der an Demenz erkrankten Person Freude. Auch Sie werden schnell merken, dass Sie dem Demenzkranken mit dieser Art des Handelns eine wirkliche Hilfe bieten.

Lesen Sie in der Artikelserie "Die personenzentrierte Pflege bei Demenz"


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