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Die personenzentrierte Pflege bei Demenz: Bindung und Gruppenzugehörigkeit (Teil 3)

Brigitte Leicher, experto.de-Expertin für Demenz Brigitte Leicher

Mein Name ist Brigitte Leicher. Ich bin Ihre Expertin für Demenz.

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Möglicherweise geht es Ihnen auch so. Im Kino oder Theater ist es schöner, wenn Sie mit anderen zusammen hingehen. Alleine macht es nur halb so viel Spaß wie als Teil einer Gruppe. Ähnlich geht es Demenz-Patienten auch. Je mehr sie sich in einer Gruppe anerkannt fühlen und je weniger sie aufgrund Ihrer Defizite abgelehnt werden, desto wohler fühlen sie sich.

Zusätzlich sind besondere Bindungen für demenziell veränderte Personen lebenswichtig. Sie benötigen Menschen um sich herum, denen sie intuitiv vertrauen können und die ihr emotionales und physisches Überleben sichern.

Stärken Sie bei Demenzkranken die Bindung
Primäre Bindung (“Attachment“) ist ein Urbedürfnis des Menschen. Sie bildet sozusagen ein Sicherheitsnetz und ist in den ersten Lebensjahren besonders wichtig. Im weiteren Lebensverlauf bleibt das Bedürfnis bestehen. Mit Fortschreiten der Demenz rückt dieses Bedürfnis wieder in den Vordergrund, da die Abhängigkeit von anderen Menschen   immer stärker wird.

  • Versuchen Sie daher, den Kreis der betreuenden und pflegenden Personen so konstant wie möglich zu halten, damit ihr an Demenz erkrankter Pflegekunde eine direkte Anbindung an bestimmte Personen hat.
  • Bleiben sie in Ihren Reaktionen berechenbar und verlässlich.


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Die personenzentrierte Pflege bei Demenz: Bindung und Gruppenzugehörigkeit (Teil 3)

Fördern Sie bei Demenzkranken die Gruppenzugehörigkeit
Wir als Menschen sind keine Einzelwesen. Von Zeit zu Zeit brauchen wir alle menschliche Gesellschaft. Wichtig ist dabei, ob wir uns dieser Gruppe zugehörig fühlen und uns die Gesellschaft der anderen Gruppenmitglieder angenehm ist. Dies gilt auch für Menschen mit Demenz. Ebenso wie gesunde Menschen leiden sie darunter, wenn sie sich der Gruppe nicht zugehörig fühlen. Daher sollte die Gruppe einen Widererkennungswert für sie haben.

  • Schaffen Sie täglich wiederkehrende Rituale, so dass ihrem demenziell veränderten Bewohner der Tagesablauf vertraut wird.
  • Achten Sie darauf, dass in größeren Gruppen Personen regelmäßig nebeneinander sitzen, die eine gute Beziehung zueinander haben. Schenken Sie jeder Person mit Demenz die gleiche Beachtung. Sprechen Sie die Personen auch regelmäßig an, die scheinbar keinen Anteil nehmen.
  • Orientierte Mitmenschen neigen oft dazu, Demenzkranke zu reglementieren, auszulachen oder gar zu beschimpfen. Unterbinden Sie das in freundlicher Weise.

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