Burnout durch die Pflege eines Angehörigen vermeiden
Britta Kanacher
Mein Name ist Dr. Britta Kanacher. Ich bín Ihre Expertin für Kommunikation und Altenpflege.
» Profil Google+
Die psychischen Belastungen in der Pflegesituation sind enorm: Zur fehlenden Wertschätzung sowohl finanzieller als auch emotionaler Art gesellt sich häufig das Gefühl, überfordert zu sein. Beugen Sie einem potentiellen Burnout bei der Pflege vor.
Das Gefühl, sich regelrecht ausgebrannt zu fühlen, kann sich in der Pflegetätigkeit ebenso ergeben, wie in jeder anderen Tätigkeit.
Registrieren Sie die Gefahr eines möglichen Burnouts
Galt früher der als Burnout bezeichneter Erschöpfungszustand vor allem als Managerkrankheit, so hat sich diese Einschätzung heute gewandelt. Diese Erschöpfungskrankheit scheint sich in alle Arbeitsfelder einzuschleichen und kann jede/n treffen.
Vor allem die Zunahme der Leistungsanforderungen in Beruf und Alltag werden als Grund für einen möglichen Burnout genannt. Die Pflegetätigkeit birgt die Möglichkeit, von den gegebenen Leistungsanforderungen überfordert zu sein.
Lassen Sie das Gefühl des "Getrieben-Seins" nicht zu
Anfänglich erscheint es sicherlich noch relativ einfach, sich der zu pflegenden Person und den damit verbundenen Notwendigkeiten hinzugeben. Sicherlich wird dies eine gewisse Zeit lang auch problemlos gut gehen. Doch die Konzentration auf den zu Pflegenden und die damit verbundenen Aufgabe kann auf Dauer zu einer Stresssituation führen.
Diese kann sich dann allmählich verschlimmern und zu einem Gefühl der Ausweg- und Hilflosigkeit führen. Ist ein solches Gefühl einmal gegeben, ist es sehr schwierig, sich hieraus wieder zu befreien.
So manche/r Pflegende ist während oder auch nach der Pflegezeit körperlich und/oder seelisch zusammengebrochen. Beugen Sie dieser Möglichkeit vor!
Burnout durch die Pflege eines Angehörigen vermeiden
Nutzen Sie die Kenntnisse der Burnout-Behandlung
Wer das Krankheitsbild des Burnouts erfüllt, muss meist mit einer langfristigen, auf Wochen oder Monate, angelegten Behandlung rechnen. Behandelt wird durch:
- Entlastung und Ruhe – der oder die Betroffene wird krankgeschrieben und aus dem Tätigkeitsfeld herausgenommen
- genügend erholsamen Schlaf – meist gehen mit einem Burnout auch Schlafstörungen einher, die gegebenenfalls medikamentös, aber nur für eine Übergangsphase, behoben werden müssen
- Körpertherapie – oft hat der oder dir Betroffene das Gefühl für den eigenen Körper verloren. Die Betroffenen müssen wieder lernen, sich zu spüren und lernen, wieder eigenen körperlichen wie seelischen Bedürfnissen gerecht zu werden – der achtsame Umgang mit sich selbst muss wieder gelernt werden
- Entspannungsmethoden - diese dienen dazu, sich selbst Ruhe-Oasen im Alltag zu ermöglichen
- Psycho- oder Hypnosetherapien runden das Behandlungsbild ab
Menschen, die an einem Burnout erkranken, müssen wieder lernen, die Signale von Körper und Gefühlen wahr zu nehmen. Sie müssen lernen, sie nicht mehr zu übergehen.
Beugen Sie vor!
Diese Schilderungen offenbaren, was Sie in der Pflegesituation bedenken sollten:
- Sie sollten die Signale Ihres Körpers und Ihre Gefühle nicht ignorieren.
- Gönnen Sie sich immer wieder Erholungsphasen.
- Richten Sie sich Ihre Tätigkeit so ein, dass sie genug Zeit für Ruhe-Oasen haben.
- Achten Sie auf Ihren Schlaf und sorgen Sie für genügend erholsamen Schlaf.
- Sprechen Sie mit Menschen über Ihre Tätigkeit und die damit verbundenen Belastungen. Manchmal kann bereits ein Gespräch entlasten. Fressen Sie nichts in sich hinein – auch das kann krank machen!
Mein Name ist Dr. Britta Kanacher. Ich bín Ihre Expertin für Kommunikation und Altenpflege.
» Profil Google+
Bitte bewerten Sie anhand der folgenden Sterne, wie nützlich mein Artikel für Sie ist.
Kommentare
curendo Shop
Palliativpflege heute
Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen ist für Pflegekräfte und Sterbebegleiter...
Demenz: Auswirkungen der Demenz auf die...
Demenz: 15 Tipps zur Kommunikation mit einem Demenzkranken
Rechtssicher handeln in der Pflege
Schluss mit Rechtsunsicherheit in der Altenpflege! Holen Sie sich jetzt rechtliche Beratung für...

Melden Sie sich jetzt für Ihren persönlichen Alzheimer Phasen-Guide an.
Sie erhalten regelmäßig Informationen und praktische Tipps passend zur Alzheimer-Phase Ihres Angehörigen.

Stellen Sie Ihr Gedächtnis auf die Probe. Mit dem Memo-Spiel von curendo bringen Sie Ihre grauen Zellen wieder in Schwung.
» Los geht's!




