Ist man mit einer Schwerbehinderung, die durch eine psychische Erkrankung entstanden ist, gleichzeitig auch in einer Pflegestufe?

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Der Besitz eines Schwerbehindertenausweises bedeutet nicht automatisch, dass auch eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Diese ist jedoch nötig, um Leistungen aus der Pflegekasse zu erhalten. Für diese Leistungen muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden.
Insbesondere bei psychischen Erkrankungen ist dieser klassische Pflegebedarf (z.B. Hilfe beim Waschen oder den Toilettengängen) häufig nicht gegeben. Oft stehen eher Beaufsichtigung, Begleitung und Anleitung der erkrankten Person im Vordergrund. Diese sind ebenfalls zeitaufwendig und kosten den pflegenden Angehörigen Kraft.
Um pflegenden Angehörigen trotzdem eine finanzielle Unterstützung zu ermöglichen, gibt es seit 1.1.2013 die sogenannte “Pflegestufe 0”, die für Betroffene und Ihre Angehörigen mit psychischen Erkrankungen (u.a. auch Demenz) eingeführt wurde. Für die “Pflegestufe 0” muss ein Nachweis über eine eingeschränkte Alltagskompetenz erbracht werden. Bewilligt die Pflegekasse die “Pflegestufe 0”, ist es möglich als Angehöriger Pflegegeld für die häusliche Pflege zu erhalten, Sachleistungen (z.B. Unterstützung durch einen Pflegedienst) in Anspruch zu nehmen und einen Betreuungsbetrag bis zu 200 Euro zu erhalten.

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Aktualisiert am: 17.09.2014

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