Meiner Mutter fällt es schwer, sich von Dingen zu trennen. Was kann ich tun um sie zum aufräumen zu bewegen?

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Bevor Sie probieren Ihre Mutter zum aufräumen zu bewegen, ist es zunächst wichtig zu verstehen, warum sie anfängt Dinge nicht mehr wegzuräumen oder aufzuheben.
Es kann viele Gründe geben warum dies so ist, zum Beispiel:

  • Die Sehstärke lässt im Alter häufig nach, Schmutz, Staub oder Flecken werden nicht mehr richtig gesehen und erkannt. Eine Möglichkeit dies abzuklären wäre ein Termin beim Augenarzt.
  • Vielen Menschen fehlt im Alter die Kraft und auch die Beweglichkeit Dinge wieder weg- oder aufzuräumen. Vielleicht können Sie dabei unterstützen oder einen Hilfedienst von außen beauftragen (ambulanter Pflegedienst oder eine Reinigungskraft).
  • Dinge nicht mehr ordentlich wegzuräumen oder sie stattdessen zu horten oder zu sammeln kann außerdem ein Anzeichen einer demenziellen Erkrankung sein. Veränderungen im Gehirn beeinflussen dabei das Verhalten Ihrer Mutter. So kann es bspw. sein, dass diese denkt, dass man ihr Dinge stehlen könnte und sie sie deshalb nicht außer Sichtweite lassen möchte.
  • Dinge einfach nicht mehr wegzuräumen kann auch aus einer sogenannten Antriebslosigkeit entstehen. Solch eine Antriebslosigkeit ist oft Anzeichen einer depressiven Verstimmung. Haben Sie einen solchen Verdacht, sollten Sie dies unbedingt mit einem Arzt abklären.

Als ersten Schritt empfehlen wir ein offenes Gespräch mit Ihrer Mutter, um herauszufinden, wieso sie Dinge nicht mehr wegräumt. Findet sich dabei keine Erklärung, ist vielleicht ein gemeinsamer Gang zum Hausarzt eine gute Idee. Dieser kann durch verschiedene Tests herausfinden, ob für das Verhalten Ihrer Mutter eine Erkrankung verantwortlich ist. Das gibt Sicherheit und erleichtert den Umgang damit.

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Aktualisiert am: 05.06.2015

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Service: Fragen & Antworten

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