Was ist eigentlich der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?

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Genau genommen muss zwischen vier Arten der Sterbehilfe unterschieden werden. Bei der aktiven Sterbehilfe wird dem Patienten ein tödlich wirkendes Medikament von außen zugeführt, was in Deutschland strengstens verboten ist! Die passive Sterbehilfe findet eher in Krankenhäusern statt. Meistens geht es um die Frage, ob bestimmte Geräte, die einen Menschen am Leben erhalten, abgeschaltet werden sollen. In einer solchen Situation kommt z.B. eine Patientenverfügung zum Tragen, da diese den zuvor festgelegten Willen des Patienten ausdrückt. Bei der indirekten Sterbehilfe werden Medikamente (z.B. Morphin zur Schmerzlinderung) eingesetzt, bei denen Nebenwirkungen wie Atemstillstand zu einem verfrühten Tod des Betroffenen führen können. Da diese Schmerzmittel jedoch zunächst die Lebensqualität verbessern, wird das Risiko, sterben zu können, akzeptiert. Der assistierte Suizid ist eine Form der Sterbehilfe, bei der dem Patienten ein tödlich wirksames Medikament zur Verfügung gestellt wird. Dieses muss er jedoch selbstständig einnehmen! Rechtlich gesehen befindet sich diese Art der Sterbehilfe im Graubereich der Legalität.

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Verfasst von:

Aktualisiert am: 07.08.2014

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