24-Stunden-Betreuung: Leistungen, Kosten und Finanzierung

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Haushaltshilfen im Rahmen der 24-Stunden-Betreuung sind oftmals die wichtigste Stütze bei der häuslichen Pflege. Ihre Leistungen werden von den Betroffenen hoch geschätzt. Die Finanzierung der Kosten muss in Deutschland weitgehend privat getragen werden.

Mehr als 100.000 Pflegebedürftige werden in Deutschland von 24-Stunden-Betreuungen (mit) versorgt. Meist unterstützen sie als “Haushaltshilfen” in der Familie die Pflege oder sie tragen sogar die Hauptlast der Pflege.

24-Stunden-Betreuung: Leistungen und Aufgaben

Über die eigentliche Arbeitszeit ihrer Haushaltshilfe-Tätigkeit hinaus stehen sie oftmals rund um die Uhr zur Hilfestellung bereit. Seit 2010 dürfen die Haushaltshilfen auch legal bei der Grundpflege (Hygiene, Anziehen usw.) helfen. Häufig werden ihnen auch darüberhinausgehende Aufgaben übertragen, wie z. B. die Hilfe bei der Medikamenteneingabe. Von den Pflegedienst-Organisationen werden die 24-Stunden-Betreuungen manchmal als Konkurrenz gesehen – in der Praxis arbeiten jedoch die Pflegedienste mit den Haushaltshilfen gut zusammen. Die Pflegedienste übernehmen die schwierigeren Aufgaben, welche besonderes Fachkenntnisse erfordern, die Betreuerinnen vor allem die besonders zeitaufwendigen Tätigkeiten, wie Hilfe beim Essen oder einfach die so wichtige menschliche Zuwendung.

Kosten der 24-Stunden-Betreuung

Die 24-Stunden-Betreuungen sind meist Frauen aus Ländern des östlichen Europas, besonders häufig aus Polen. Sie leben in der Wohnung des Pflegebedürftigen und erhalten neben der freien Kost und Logis noch ein Entgelt von meist 1200 bis 2000 Euro im Monat, mitunter auch 2500 Euro. Würde die 24-Stunden-Betreuung über Pflegedienste nach Stundensatz gebucht, so müsste mit 5000 bis 10.000 Euro gerechnet werden. Vereinzelt bieten Pflegedienste aber auch 24-Stunden-Betreuungen zu Pauschalpreisen um etwa 3000 Euro pro Monat an.

Finanzierung der 24-Stunden-Betreuung

In der Regel können die Kosten für 24-Stunden-Betreuungen durch ausländische Haushaltshilfen nicht über die Pflegekassen abgerechnet werden, da die einschlägigen Agenturen nicht von den Pflegekassen anerkannt sind. Dies bedeutet, dass die Kosten voll aus den privaten Mitteln (Rente, Ersparnissen etc.) aufgebracht werden müssen. Selbstverständlich kann auch das frei verfügbare Pflegegeld (123-728 Euro je nach Pflegestufe) dafür eingesetzt werden. Jedoch empfiehlt es sich in den meisten Fällen, neben der 24-Stunden-Betreuung auch einen Pflegedienst zu beauftragen, dessen Finanzierung das verbleibende Pflegegeld reduziert. Neben dem Pflegegeld können mitunter auch Steuerermäßigungen für “haushaltsnahe Dienstleistungen” oder wegen “außergewöhnlicher Belastungen” geltend gemacht werden.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.01.2015 aktualisiert.

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