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6 Tipps für die Zubereitung von Speisen für Demenzkranke mit Schluckstörung

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Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium leiden sehr häufig an Schluckstörungen. Dies kann die Nahrungsaufnahme für Betroffene erheblich erschweren und puren Stress für alle Beteiligten bedeuten. Es kann bis hin zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Form einer Aspirationspneumonie (Lungenentzündung durch das „Einatmen“ von Fremdkörpern) kommen.

Ausgewogene Ernährung in weicher Konsistenz

Gleichzeitig ist es wichtig, dass Betroffene ausgewogen ernährt werden und ausreichend mit Kalorien, Mineralstoffen und Vitaminen versorgt werden. Die Konsistenz der Nahrung spielt eine große Rolle. Speisen mit „stückiger“ Einlage können irritieren und vom Essen ablenken. Gleichzeitig wird das Schlucken erschwert, da feste und flüssige Bestandteile unterschieden und koordiniert werden müssen.

Lesen Sie hier sechs Tipps, wie Sie Mahlzeiten so zubereiten können, dass es Demenzerkrankten mit Schluckstörungen schmeckt und leichter fällt, diese zu sich zu nehmen.

So bereiten Sie die Kost für Menschen mit Schluckstörungen zu

  • Weiche Kost: Diese Kostform ist geeignet bei leichten Schluckstörungen. Es werden nur einzelne Lebensmittel ausgetauscht, die Schwierigkeiten beim Schlucken bereiten können. Kartoffeln und Nudeln sind leichter zu essen als Reis. Bieten Sie anstelle von Ananas, Orangen oder Äpfeln Pfirsiche aus der Dose, Bananen oder reife, weiche Birnen an. Geflügel oder Hackfleisch ist einfacher zu essen als Schnitzel oder Rinderbraten.

  • Teilpürierte Kost: Pürieren Sie nur die Bestandteile des Essens, die für Erkrankte schwierig zu essen sind. Dies ist meist das Fleisch oder der Fisch.

  • Passierte Kost: Sämtliche Lebensmittel werden mit Hilfe eines Passierstabes oder Mixers püriert. Es entsteht eine gleichmäßige Masse, die bei Bedarf zusätzlich durch ein Sieb gestrichen wird. Dadurch wird verhindert, dass sich noch störende Fasern oder Krümel in der Mahlzeit befinden.

  • Die Wahrnehmungsfähigkeit von Alzheimer-Patienten lässt nach, auch das Geschmacksempfinden. Speisen sollten kräftiger gewürzt werden. Verwenden Sie vermehrt Gewürze oder Kräuter, die Ihr Angehöriger von früher kennt, beispielsweise Bohnenkraut. Dies ist deutlich gesünder und schmackhafter, als zusätzlich zu salzen.
  • Demenzerkrankte bevorzugen süße Speisen. Auch wenn es Ihnen befremdlich vorkommt, süßen Sie angebotene Speisen – auch Fleischgerichte. Denken Sie an Ihren letzten Besuch beim Chinesen – Ente süßsauer… Wenn Sie keinen Zucker verwenden möchten, geht dies auch sehr gut mit flüssigem Süßstoff.
  • Dicken Sie sehr flüssige Speisen mit Gelatine, Stärke oder einem speziellen Andickungspulver (Apotheke) an. Das Pulver können Sie in heiße und kalte Flüssigkeiten einrühren. Vermischen Sie es gut mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen. Lassen Sie die Flüssigkeit etwa eine Minute stehen und rühren Sie diese anschließend nochmals durch. Die so erreichte Konsistenz bleibt erhalten.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz, Ernährung, Schluckstörungen

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