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Aktiv gegen Lymphödem bei Brustkrebs: Diese Übungen helfen Ihnen

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Ein Lymphödem im Arm ist eine häufige Komplikation nach Entfernung von Lymphknoten im Achselbereich. Der Rückfluss der Lymphe aus dem Arm ist behindert. Die Gewebsflüssigkeit staut sich zurück, gleichzeitig steigt die Infektionsgefahr im geschwollenen Bereich. Lesen Sie hier einfache Übungen, mit denen Sie den Rückfluss der Lymphe fördern und die Beweglichkeit im betroffenen Arm verbessern können.

Durch die Entfernung von Lymphknoten bei einer Brustoperation werden die Lymphbahnen unterbrochen. Die Lymphflüssigkeit im Arm staut sich zurück bis in die Hand, wenn keine ausreichenden Kollateralen (Umgehungskreisläufe) existieren. Es ist wichtig, den lymphatischen Rückfluss zu unterstützen. Durch den Flüssigkeitsstau im Arm kommt es zu unangenehmen Schwellungen, das Gewebe verhärtet sich auf Dauer, das Infektionsrisiko steigt. Die Lymphbahnen benötigen aktive Unterstützung, um die Flüssigkeit abzutransportieren.

Beobachten Sie Ihren Arm auf Schwellungen

Wenn eine Schwellung im Arm an der operierten Brustseite auftritt, muss dies unbedingt mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden. Ein Lymphödem birgt das Risiko von Infektionen und Gewebeveränderungen im betroffenen Arm. Auch die Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt. Je nach Ausprägung wird ein Kompressionsstrumpf für den Arm verordnet. Durch die Kompression des betroffenen Gewebes sammelt sich weniger Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen an.

Lymph-Drainage beschleunigt den Lymphrückfluss

Sprechen Sie Ihren Arzt auf ein Rezept über Lymph-Drainage an. Die leichte Massage der Lymphbahnen sorgt ebenfalls dafür, dass die Lymphflüssigkeit besser abtransportiert wird.

Lagern Sie Ihren Arm erhöht

Wenn Sie länger sitzen oder im Bett liegen, sollten Sie den betroffenen Arm erhöht lagern. Dazu eignet sich ein Keilkissen. Legen Sie den Arm bequem auf das Kissen, die Hand liegt auf der höchsten Stelle. Drehen Sie die Handfläche nach unten und winkeln Sie den Arm leicht nach innen an. So verbessert die Schwerkraft den Abfluss der Gewebsflüssigkeit. Beobachten Sie Ihre Hände auf Schwellungen hin.

Aktivieren Sie die Muskel-Venen-Pumpe

Gleichzeitig können Sie mit einfachen Übungen den Rückfluss der Lymphe aktiv unterstützen. Durch die Aktivierung der Muskel-Venen-Pumpe wird die Funktion der Lymphbahnen unterstützt. Wurde Ihnen ein Kompressionsstrumpf verordnet, tragen Sie diesen bei den Übungen.

Übungen im Sitzen

Legen Sie Ihren Arm für die folgenden Übungen entspannt ab. Wiederholen Sie die Übungen mehrmals:

  • Schließen Sie die Hand zur Faust. Drücken Sie zu und lockern Sie die Hand wieder.
  • Spreizen und schließen Sie die Finger.
  • Drehen Sie die Handfläche im Wechsel nach oben und unten.
  • Lassen die Hand kreisen.
  • Bewegen Sie die gestreckte Hand im Handgelenk nach rechts und links.

Übungen im Stehen

Stellen Sie die Füße hüftbreit auseinander. Achten Sie auf sicheren Stand, damit Sie nicht das Gleichgewicht verlieren:

  • Heben und senken Sie die Schultern im Wechsel.
  • Lassen Sie die Schulter kreisen.
  • Führen Sie die gefalteten Hände über den Kopf und strecken Sie die Arme.
  • Verschränken Sie die Hände hinter dem Kopf und führen Sie die Ellbogen vor dem Gesicht zusammen.
  • Stellen Sie sich vor die Wand. Legen Sie die Hände in Brusthöhe an die Wand. Krabbeln Sie mit den Fingern die Wand hoch, bis die Arme gestreckt sind.

Übungen im Liegen

Lagern Sie für diese Übungen den Arm bequem erhöht auf einem Keilkissen:

  • Heben Sie den Arm gestreckt nach oben. Öffnen und schließen Sie die Faust.
  • Der Oberarm bleibt bis zum Ellbogen auf dem Keilkissen liegen. Heben und senken Sie den Unterarm im Ellbogengelenk.
  • Heben und senken Sie langsam den ganzen gestreckten Arm im Schultergelenk.

Trainieren Sie vorsichtig, aber regelmäßig. Beginnen Sie mehrmals täglich mit wenigen Wiederholungen und steigern Sie sich langsam. Vermeiden Sie Überlastung. Beobachten Sie den betroffenen Arm. Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Arm anschwillt oder rot und heiß wird, brechen Sie die Übungen ab. Dies sind Anzeichen für zu hohe Beanspruchung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten.

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Kategorien: Krebserkrankungen

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