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Akute Schmerzen: Wie sollten Sie damit umgehen?

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Schmerzen werden von jedem Menschen anders empfunden. Manche haben eine niedrige Schmerzschwelle und erleben Schmerzen als heftig, obwohl die Ursache relativ harmlos ist. Andere fühlen Schmerzen als moderat, obwohl eine ernsthafte Erkrankung dahinter steckt. Daher sollten Sie akute Schmerzen immer ernst nehmen und gegebenenfalls vom Arzt untersuchen lassen.

Bei Schmerzen zunächst die Ursache feststellen

Akut bezeichnet man die Art Schmerzen, die zum Beispiel plötzlich nach einer Schädigung des Körpers auftreten. Wenn Sie sich den Fuß verstaucht oder sich in den Finger geschnitten haben, tut das weh. Manche Ursachen für einen akuten Schmerz kann man jedoch nicht mit dem Auge erkennen, dennoch ist er vorhanden: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen – kurz alle Schmerzen, die aufgrund einer Funktionsstörung oder einer innerlichen Entzündung entstehen. Sichtbar oder nicht: Schmerzen signalisieren uns, das etwas mit unserem Körper nicht in Ordnung ist. Daher ist es wichtig, zunächst die Ursache der Schmerzen herauszufinden, bevor man den Schmerz behandelt.

Was tun bei Kopfschmerzen?

Bei offensichtlichen Schmerzen wie Brüchen, Verbrennungen oder anderen äußeren Verletzungen ist der Grund schnell festgestellt. Bei Kopfschmerzen wird es schon schwieriger, da es viele verschiedene Arten gibt und nicht jedes Medikament gegen jeden Kopfschmerz hilft. Die häufigsten Kopfschmerzformen sind Spannungskopfschmerzen und Migräne. Sollten sie oft auftreten, müssen sie als chronisch betrachtet werden und sollten vom Arzt untersucht werden. Er kann Ihnen dann Maßnahmen erläutern, die die Häufigkeit der Anfälle reduziert und passende Medikamente für den Notfall aufschreiben oder empfehlen. Natürlich können Sie sich auch Tabletten in der Apotheke kaufen, aber diese sind nur für gelegentlichen Bedarf geeignet. Apotheker oder Pharmazeutisch-technische Assistentinnen werden Sie dazu beraten und Ihnen weitere Tipps geben können.

Schnell verspannt: Rücken und Nacken

Auch gegen andere Schmerzen, die akut, also nur manchmal kurzfristig auftreten, sollten Sie ein Schmerzmittel im Haus haben, das Sie gut vertragen und das Ihnen hilft. Leicht kommt es bei vielen Menschen zu Rückenschmerzen durch Verspannungen oder falsches Heben schwerer Gegenstände oder Ihres pflegebedürftigen Angehörigen. Erwischt Sie trotz vorbeugender Maßnahmen wie Rückengymnastik dennoch ein Hexenschuss oder ein Schiefhals, bei dem Sie Ihren Kopf nicht mehr bewegen können, sind Schmerzmittel hilfreich. Ist der Schmerz erst gelindert, lässt sich auch die Verspannung besser lösen. Dies können Sie durch ein Wärmekissen erreichen, dass Moor, Kirschkerne oder Getreidekörner enthält. Erwärmen können Sie diese schnell in der Mikrowelle. Verwenden Sie keine elektrischen Heizkissen im Bett, besonders vor dem Einschlafen, da diese sich nicht von allein ausschalten können und die Gefahr einer Verbrennung besteht. Zudem sollte die Wärmeanwendung nicht zu lange dauern: 20 Minuten reichen aus.

Starke Schmerzen im Bauchbereich immer vom Arzt untersuchen lassen

Schmerzen im Bauchbereich können viele Ursachen haben, daher sollten Sie hier besonders vorsichtig sein. Nehmen Sie kein Schmerzmittel ein, wenn Sie etwas gegessen haben, was Ihnen nicht bekommen ist oder wenn Sie ein Medikament genommen haben, was Ihnen Magenschmerzen bereitet.

Hier helfen pflanzliche Medikamente oft am besten, den Verdauungstrakt wieder zu beruhigen, zum Beispiel Iberogast Tropfen oder Kamillentee. Bekommen Sie plötzlich starke Schmerzen, die eher an den Seiten oder im Rücken liegen, dazu eine unerträgliche Übelkeit, könnte es sich um eine Nierenkolik handeln. Hier helfen Schmerzmittel nur, wenn sie gespritzt werden, daher sollten Sie einen Arzt rufen lassen.

Warum der Rücken manchmal im Bauch wehtut

Befinden sich die akuten Schmerzen eher im Darm, kann eine Entzündung der Grund sein. Diese Beschwerden sollten Sie besser vom Hausarzt untersuchen lassen, denn er kann mittels Ultraschall leichter erkennen, welches Bauchorgan aus dem Gleichgewicht geraten ist. Manchmal löst auch ein eingeklemmter Nerv in der Wirbelsäule heftige Bauchschmerzen aus, weil die Schmerzsignale in den Bauch geleitet werden. Am schnellsten kann Ihnen hier ein Physiotherapeut helfen, der den oder die Wirbel wieder einrenkt. Der Schmerz lässt sofort nach. Sollte der Nerv anschließend noch etwas gereizt sein, dürfen Sie dann vorübergehend ein Schmerzmittel einnehmen, zum Beispiel Ibuprofen.

Schmerzen nicht aushalten!

Für alle behandlungsdürftigen Schmerzen bekommen Sie ohnehin vom Arzt ein entsprechendes Schmerzmittel verordnet und auch die richtige Dosierung empfohlen, die Sie nicht eigenmächtig ändern dürfen. Haben Sie den Eindruck, dass das Mittel nicht hilft, zu stark ist oder unerträgliche Nebenwirkungen hat, halten Sie sofort telefonisch Rücksprache mit dem Arzt. Selbstverständlich können Sie auch pflanzliche oder homöopathische Medikamente gegen Schmerzen einnehmen, sollten jedoch darauf achten, dass der Schmerz wirklich gestillt wird. Schmerzen muss man nicht ertragen, im Gegenteil: Wenn Sie Schmerzen zu lange aushalten, weil Sie nichts einnehmen möchten, kann es sein, dass sich eine Art Schmerzgedächtnis aufbaut. Das bedeutet, dass Sie auch dann noch Schmerzen verspüren, wenn die Ursache längst beseitigt ist. Auf diese Weise kann ein Schmerz chronisch werden und Sie über einen langen Zeitraum belasten.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Schmerzen

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