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Alte Menschen mit Demenz und ihre Einsamkeit: So begegnen Sie ihr

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Menschen mit Demenz leben in ihrer eigenen Welt. Neben Unsicherheit und dem zunehmendem Vergessen macht sich oft eine ausgeprägte Einsamkeit breit. Umgekehrt kann Einsamkeit im Alter Demenz fördern oder beschleunigen. Lesen Sie, wie Sie der Einsamkeit begegnen.

Demenz vereinsamtFoto: © blickpixel | Pixabay.com

Das Vergessen schreitet immer weiter fort: So helfen Sie beim Erinnern

 

Demenzkranke unterliegen dem fortschreitenden Vergessen. Dinge, Wochentage oder Namen von Personen, das Geburtsdatum oder Geschehnisse verschwinden nach und nach immer mehr. Gedächtnislücken werden häufiger.

So helfen Sie:

 

  • Schreiben Sie rechtzeitig wichtige Eckdaten auf.
    Sie können später darauf zurückgreifen und im Gespräch daran anknüpfen.
  • Es kommt vor, dass zeitweise das Gedächtnis zurückkehrt oder die Gedächtnislücken nur zeitweise auftreten.
  • Schauen Sie zusammen Fotos an. Merken Sie sich, was Ihr Angehöriger dazu zu sagen hat. Bilder aus der Vergangenheit können Sie auf der Rückseite mit Namen versehen, solange noch dazu Zeit ist.
  • Auch bewegte Erlebnisse aus dem Lebenslauf schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Namen von nahen Verwandten, Menschen aus dem Arbeitsleben oder Freunden helfen beim Erinnern.

 

Unsicherheit macht sich breit: Vermitteln Sie dem Demenzkranken Sicherheit

 

Eine klare Struktur im Tagesablauf ist besonders wichtig. Durch sich regelmäßig wiederholende, vielleicht gewohnte Tätigkeiten, trainieren Sie mit ihrem Verwandten eine gewisse Routine, die ihm vertraut ist oder mit der Zeit vertraut wird. Dazu gehören beispielsweise

  • Waschen und Zähne putzen oder Gebiss einsetzen,
  • Anziehen,
  • Haare kämmen,
  • Hörgerät einsetzen,
  • Frühstücken,
  • Tabletten einnehmen.

 

Die Reihenfolge ist wichtig

 

Wenn möglich, sorgen Sie dafür, dass alles immer in der gleichen Reihenfolge und zur gleichen Zeit abläuft. Für Demenzkranke ist es wichtig, auf bereits Gelerntes zurückzugreifen. Wie es im Volksmund heißt: „Gelerntes verlernt man nicht“, können Sie sich dies zunutze machen. Die Gewohnheiten brauchen nur etwas Training, damit sie nicht ganz vergessen werden. Das tägliche Üben bringt Sicherheit.

Lassen Sie dabei ruhig auch den Kranken selbstständig etwas machen und nehmen Sie ihm nicht alles aus der Hand. Bleiben Sie jedoch bei den Verrichtungen dabei, damit er sich nicht mit der Zahnbürste die Haare kämmt oder vielleicht vergessen hat, warum er vor dem Waschbecken sitzt.

Es kann auch hilfreich sein, wenn Sie sagen, was zu tun ist, also einzelne Schritte benennen, aber selber machen lassen. Geben Sie jedoch Hilfestellung, wenn etwas nicht so gut klappt; ohne zu tadeln.

So schieben Sie der Einsamkeit einen Riegel vor

 

Ablenkung und Freude, Beschäftigung und Gesellschaft sind wichtige Eckpfeiler gegen Einsamkeit. Das trifft nicht nur auf Demenzkranke zu. Auch Musik, Lachen, und Bewegung, so gut es noch geht, sorgen für einen abwechslungsreichen Tagesablauf. Demenzkranke sind nicht in jedem Fall auch an das Bett gebunden.

Besonders im Anfangsstadium und bei Menschen mittleren oder noch jüngeren Alters kommt sogar ein ausgeprägter Bewegungsdrang zum Vorschein. Je nach Situation beziehen Sie diese Gegebenheiten mit in die Pflege ein. So können ein Spaziergang oder das selbstständige Schieben eines Rollators im abgeteilten Gelände, bei gutem Wetter und in Ihrem Beisein dem Bedürfnis nach Bewegung entgegenkommen. Beides verschafft gleichzeitig Ablenkung.

Aufenthalt im Freien

 

Demenzkranke, die in ihrem Leben viel draußen waren, werden es als Bereicherung erleben, wenn Sie bei schönem Wetter im Freien sein dürfen. Die Natur bietet vom Frühjahr bis Spätherbst viele Eindrücke, zum Beispiel zwitschernde Vögel, blühende Blumen, Wolken am Himmel und was es alles noch zu entdecken gibt.

Auch vom Rollstuhl aus lassen sich diese Beobachtungen erleben. Der alte Mensch entwickelt sich zurück zum Kind und ebenso wie Kinder die Welt entdecken, wirken solche Eindrücke auch auf alte Menschen. Da kommt es schon mal vor, dass mit einem Vögelchen, das allzu laut zwitschert, geschimpft wird.

Oder der Kranke beobachtet, wie eine Vogelmutter ihre Jungen füttert und freut sich dran. Es sind die kleinen Momente, die Freude vermitteln und für gute Laune sorgen.

Haustiere

 

Auch Haustiere spielen mitunter eine wichtige Rolle und bieten Gesellschaft. Leider kommt es auch manchmal vor, dass das Abendbrot an den Hund oder die Katze verfüttert wird. Deshalb ist es besser, Sie bleiben beim Essen dabei, auch wenn der oder die Demenzkranke noch in der eigenen Wohnung lebt und selbstständig am Tisch sitzen kann.

Es gibt Untersuchungen, die besagen, dass Haustiere Menschen aus ihrer inneren Versenkung herausholen können. Das Streicheln einer Katze oder eines Hundes gibt zudem Ausgeglichenheit und nimmt etwas von der inneren Unruhe und Unzufriedenheit. Natürlich spielen dabei immer auch die Gewohnheiten des Pflegebedürftigen eine Rolle.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 25.04.2017 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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Demenz ist Oberbegriff für Erkrankungen des Gehirns, die vorwiegend im Alter auftritt. Sie beeinträchtigt unter anderem das Gedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache, Motorik, Orientierung, aber auch die Gemütslage und die sozialen Fähigkeiten.

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