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Altersdepression: Woran erkennen Sie diese seelische Erkrankung?

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Wirkt Ihr Angehöriger seit einiger Zeit unglücklich, mutlos oder niedergeschlagen? Fühlt er sich kraftlos oder antriebslos? Diese Symptome können Anzeichen für eine Altersdepression sein. Diese tritt häufig bei älteren Menschen auf, etwa jeder Fünfte über 60 ist betroffen. Lesen Sie hier, welche Anzeichen auf diese seelische Erkrankung hinweisen.

Eine Altersdepression ist keine typische Begleiterscheinung des Alterns, sondern eine der häufigsten seelischen Erkrankungen. Es handelt sich dabei nicht nur um eine "Verstimmung", sondern um eine ernstzunehmende Erkrankung. Diese kann auch beim älteren Menschen mit Erfolg behandelt werden.

Stimmungsschwankungen sind bei jedem Menschen normal, Misserfolge oder Ärger drücken die Laune. Aber diese Stimmung verfliegt wieder und man fühlt sich besser. Haben Sie aber den Eindruck, dass Ihr Angehöriger in einem dauerhaften Tief steckt, sollten Sie dies ernst nehmen und bei Bedarf professionelle Hilfe suchen.

Welche Ursachen kann eine Altersdepression haben?

Eine Depression entsteht häufig, wenn mehrere Ursachen zusammenkommen, die Ihren Angehörigen "aus dem Gleichgewicht" bringen. Das Zusammenspiel zwischen Körper, Seele und der Umgebung will nicht funktionieren.

Reaktion auf Verluste: Kinder sind ausgezogen, die ersten Freunde und Familiengehörige sterben. Körperliche Erkrankungen oder Behinderungen stellen sich ein. Man muss lernen, mit Krankheiten und deren Folgen zu leben. Vieles geht nicht mehr "wie früher". Man wird nicht mehr gebraucht.

Begleiterscheinung bei körperlichen Erkrankungen: Bei Parkinson, Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen oder Schlaganfall ist Depression eine häufige Begleiterkrankung. Manche Medikamente können die seelische Verfassung negativ beeinflussen.

Welche Anzeichen sprechen für eine Altersdepression?

  • Ihr Angehöriger fühlt sich dauerhaft niedergeschlagen, verzweifelt und traurig. Er klagt über Sinnlosigkeit und Perspektivlosigkeit. Er äußert, nur noch eine Belastung für alle zu sein oder nicht mehr leben zu wollen.
  • Es fließen häufig Tränen. Ihr Angehöriger weint häufig, aber es entlastet ihn nicht. Die traurige Stimmung bleibt.
  • Sie haben den Eindruck, dass Sie Ihrem Angehörigen keine Freude machen können. Er wirkt teilnahmslos, lässt sich nicht aufmuntern.
  • Ihr Angehöriger zieht sich zurück, zeigt wenig oder kein Interesse an anderen Menschen oder früheren Hobbys.
  • Ihr Angehöriger hat Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder klare Gedanken zu fassen.
  • Die Entscheidungsfähigkeit Ihres Angehörigen ist eingeschränkt. Er weiß, was er tun müsste, führt es aber nicht aus.
  • Ihr Angehöriger klagt ständig über Müdigkeit oder Appetitlosigkeit und schlechten Schlaf.
  • Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verspannungen im Nacken und Rücken, Herzprobleme stellen sich ein.

Wenn Sie diese Anzeichen bei Ihrem Angehörigen bemerken, nehmen Sie diese ernst und sprechen Sie Ihn darauf an. Allein die Tatsache, darüber reden zu können, kann eine große Erleichterung bringen. Überlegen Sie gemeinsam, zu welchem Arzt Vertrauen besteht.

Es gibt gute medizinische und psychotherapeutische Behandlungsmethoden. Auch Sie können Ihren Angehörigen dabei unterstützen, wieder neuen Lebensmut zu schöpfen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.03.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Krankheiten

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