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Alterssuizid – wie Sie Ihrem Angehörigen wieder Freude am Leben schenken


Alterssuizid ist in Deutschland ein stilles Problem, über das nur selten gesprochen wird. Tausende von Menschen wählen im Alter den Freitod. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Einsamkeit, Depression, Ausweglosigkeit. Sie als Angehöriger können Ihrem Liebsten die Lust am Leben neu vermitteln.

Vor allem ältere Menschen jenseits der 65 haben oft mit Depressionen, Vereinsamung und Krankheiten zu kämpfen. Vor allem, wenn es sich um eine unheilbare Krankheit handelt, fühlt sich der Mensch gefangen in einer aussichtslosen Lage.

Er sieht keine Zukunft und Heilung und somit auch keinen Sinn mehr im Leben. Auch Pflegepatienten haben oft dieses Gefühl. Abhängigkeiten, Unmündigkeit und das Wissen, nicht mehr Herr seines eigenen Körpers und manchmal auch seiner eigenen Gedanken zu sein, treiben Menschen in die Alterssuizid.

Depressionen sind ein häufiger Grund für Alterssuizid

Depressionen bei einem Menschen sollten schnell erkannt und behandelt werden. Beobachten Sie Ihren Angehörigen ganz genau. Ist Ihr Angehöriger von jetzt auf gleich in einer schlechten Stimmung? Ist er Ihnen gegenüber aggressiv oder kann er selbst sich seine Traurigkeit und schlechte Laune nicht erklären? Liegt ein Grund für sein depressives Verhalten vor?

Depressionen sollten nicht zum Normalzustand werden. Helfen Sie Ihrem Angehörigen und schlagen Sie ihm eine Therapie vor. Oder aber versuchen Sie auf eigene Faust, Ihren Angehörigen mit lustigen Aktivitäten und zahlreichen Besuchen von der Familie wieder zum Lachen zu bringen.

Einsamkeit im Alter ist ein Grund für Suizid

Nachdem der geliebte Partner aus dem Leben scheidet, entsteht eine große Einsamkeit um den Zurückgebliebenen herum. Nicht selten kommt es vor, dass auch der Zurückgebliebene kurz nach dem Tod seines Partners stirbt. Viele Menschen haben im Alter Angst vor der Vereinsamung oder leben bereits allein und in sich zurückgezogen.

Auch hier besteht ein hohes Risiko von Alterssuizid. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Angehöriger das Gefühl bekommt, nicht alleine auf der Welt zu sein. Regelmäßige Besuche von Ihnen, von Enkeln und Freunden oder tägliche Anrufe reichen oft schon aus. Auch bunte Karten oder ein Blumenstrauß zwischendurch vermitteln Ihrem Angehörigen, dass Sie stets für ihn da sind.

Angst vor der Abhängigkeit im Pflegefall

Auch unheilbar kranke Menschen sind von Alterssuizid bedroht. Mit dem Wissen, nie mehr im Leben gesund zu werden, entsteht auch die Angst, die letzten Jahre in einem Pflegeheim zu verbringen und abhängig zu sein. Diese Unabhängigkeit wollen Menschen unbedingt bewahren und wählen lieber den Freitod, als nicht mehr selbstbestimmt leben zu können und jemanden zur Last zu fallen. Daher sollten Sie Ihrem Angehörigen unbedingt die Angst vor dem Pflegefall und der Abhängigkeit nehmen.

Die Pflege ist mittlerweile sehr weit fortgeschritten, medizinische Maßnahmen profitieren von modernster Technik und auch Pflegeheime erhalten nach und nach einen positiven Ruf. Auch rechtlich gesehen werden der Wille und die Mündigkeit des Patienten durch Vollmachten und Verfügungen erhalten. Ein Leben im Alter als Pflegefall ist keine Tortur, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Leben trotz Krankheit zu genießen – das sollten Sie Ihrem Angehörigen unbedingt klarmachen. Und Alterssuizid somit vermeiden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 02.12.2014 aktualisiert.


 

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