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Alzheimer-Therapie: Nebenwirkungen von Cholinesterasehemmern

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Cholinesterasehemmer spielen bei der Behandlung einer Alzheimer-Demenz eine wichtige Rolle. Drei verschiedene Präparate mit ähnlichen Wirkungsspektren stehen zur Verfügung, dennoch hat nicht jedes Arzneimittel bei allen Patienten den gleichen Effekt und kann unterschiedliche Nebenwirkungen hervorrufen.

Gegenanzeigen für Cholinesterasehemmer

Bevor sich der behandelnde Arzt für ein Präparat mit einem Cholinesterasehemmer entscheidet, muss er überprüfen, ob der Patient zusätzlich unter einer der folgenden Erkrankungen leidet:

  • Verschiedene Herzrhythmusstörungen, die ihren Ursprung im Sinusknoten haben (Sick-Sinus-Syndrom)
  • Reizleitungsstörungen des Herzens
  • Starke obstruktive Atemwegserkrankung (COPD)
  • Akute Magen- oder Dünndarmgeschwüre
  • Blasenentleerungsstörungen
  • Krampfanfälle des Gehirns, zum Beispiel epileptische Anfälle

Sollte eine dieser Störungen vorliegen, darf ein Cholinesterasehemmer nicht verordnet werden. Bringen Sie besonders zur ersten Untersuchung alle ärztlichen Berichte Ihres Angehörigen mit, sofern sie dem Arzt noch nicht vorliegen.

Medikamente langsam aufdosieren

Im Allgemeinen ist diese Arzneistoffgruppe gut verträglich, wenn sie einschleichend dosiert wird. Das heißt, das Medikament wird zunächst in kleinen Mengen gegeben, damit sich der Körper daran gewöhnen kann. Anschließend wird die Dosierung langsam erhöht, bis sie einen hilfreichen Effekt erzielt. Dennoch gibt es Patienten, die mit Nebenwirkungen reagieren und die Behandlung deswegen abbrechen müssen. Das betraf zwischen 4 und 28 Prozent der Personen, die in einer Studie beobachtet wurden.

Die häufigsten Nebenwirkungen der Cholinesterasehemmer

Am ehesten treten Probleme im Magen-Darm-Bereich auf. Übelkeit, Erbrechen, dünner bis flüssiger Stuhlgang und Blähungen sind häufige Nebenwirkungen der Cholinesterasehemmer. Bei Durchfall und Erbrechen sollten Sie den Arzt informieren. Er wird das Präparat absetzen und ein anderes verordnen. Wenn die Dosis vorübergehend verringert wird, lassen leichtere Beschwerden oft nach und treten nach der erneuten Aufdosierung auch nicht wieder auf. Eventuell wird der Arzt Metoclopramid verordnen, um die Magen-Darm-Funktion wieder zu normalisieren.

Weitere Nebenwirkungen von Donepezil, Galantamin und Rivastigmin

Ältere Frauen, die höhere Dosen eines Cholinesterasehemmers bekommen, verlieren oft deutlich an Gewicht. Weiterhin kann sich die Herzfrequenz reduzieren, daher sollten Patienten mit Herzproblemen wie einem AV-Block oder bradykarden Rhythmusstörungen streng und engmaschig überwacht werden.

Eventuell muss ein Schrittmacher eingesetzt werden. Weitere Beschwerden äußern sich in Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Unruhezuständen und Verwirrtheit. Beim Einschlafen können Albträume auftreten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie das Medikament morgens statt abends verabreichen dürfen, um dieses Problem zu umgehen.

Wechselwirkungen zwischen Cholinesterasehemmern und anderen Stoffen

Die Wirkung von Cholinesterasehemmern kann entweder erhöht und reduziert werden, wenn gleichzeitig andere Medikamente eingenommen oder Alkohol getrunken wird. Achten Sie darauf, dass Ihr dementer Angehöriger nur alkoholfreie Getränke bekommt! Wechselwirkungen sind zu erwarten bei:

  • Johanniskraut
  • Carbamazepin
  • Paroxetin
  • Fluoxetin
  • Metoprolol
  • Einigen Antibiotika wie Erythromycin

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.03.2014 aktualisiert.

Kategorien: Therapie von Demenz

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