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Anspruch auf aktivierende Pflege

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Das Gesetz über die soziale Pflegeversicherung formuliert, dass die Leistungen der Pflegeversicherung den Pflegebedürftigen trotz des Hilfebedarfs ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Nach Ansicht des Gesetzgebers gehört die aktivierende Pflege dazu. Wird dieses aber in der Praxis bei der Bestimmung der Pflegestufen berücksichtigt?

Die Rechtspraxis zeigt, dass dieses nicht immer der Fall ist. Die Beurteilung, ob und welche Pflegestufe vorliegt, richtet sich nach den Zeitorientierungswerten für die Grundpflege und Hauswirtschaft der GKV Richtlinie zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem Sozialgesetzbuch XI.

Nach dieser Richtlinie gibt es für die Beurteilung des Pflegebedarfes einen Zeitrahmen, so sieht die Richtlinie z.B. für die Ganzkörperwäsche einen Zeitrahmen von 20-25 Minuten vor. Der Gutachter des MDK kann von diesen Werten nach oben oder unten abweichen.

Aktivierende Pflege wird nicht berücksichtigt

Bei der Anwendungen dieser Richtlinie wird aber häufig nicht die aktivierende Pflege berücksichtigt. Jeder, der einmal gepflegt hat, weiß, dass je mehr der Pflegebedürftige in die Pflege miteinbezogen wird, desto mehr Zeit wird für die Pflege benötigt.

Was bedeutet nun aber aktivierende Pflege?

Laut PflegeWiki handelt es bei der aktivierenden Pflege um einen Pflegestil, der die (noch) vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen einer Person bei der Durchführung einzelner Pflegemaßnahmen miteinbezieht. Dieser Pflegestil soll – im Gegensatz zur kompensatorischen Pflege – Hilfe zur Selbsthilfe bieten und verhindern, dass Fähigkeiten wegen fehlender körperlicher und geistiger Übung weiter abnehmen. Im Idealfall können dadurch sogar verlorengegangene Fähigkeiten wiedererlangt werden. Voraussetzung für aktivierende Pflege ist (neben individueller Pflegeplanung und angemessenen organisatorischen Bedingungen) das Verständnis von Anleitung bei der betroffenen Person.

Höherer Zeitwert

Dieses bedeutet aber nun, wenn wir diesen Grundsatz der aktivierenden Pflege anwenden, die Einstufungen der einzelnen Zeitwerte für die Pflegebedürftigkeit und die Pflegestufen einen höheren Zeitwert beinhalten als die Richtlinie dieses vorgibt. Sollten Sie einen Ablehnungsbescheid einer Pflegestufe erhalten, dann sollten Sie die einzelnen Werte daraufhin überprüfen, ob diese auch die aktivierende Pflege im Einzelfall wiederspiegeln.

Führen Sie ein Pflegetagebuch

Grundsätzlich sollen die Zeitwerte den realen Zeiten der Pflege entsprechen. Dieses können Sie durch das Führen eines Pflegetagebuchs sicherstellen. Ein solches Pflegetagebuch bekommen Sie bei Ihrer Pflegkasse. Schauen Sie, wie lange jede Pflegetätigkeit wirklich dauert, wenn Sie dem Pflegebedürftigen möglichst viel selbst machen lassen. Vergleichen Sie dann diese Zeitwerte mit den Zeitwerten der GKV-Richtlinie. Liegen Ihre selbst gemessenen Zweitwerte oberhalb der der GKV Richtlinie, sollten Sie bei der Antragstellung oder auch beim Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid mit den realen Zeitwerten und der aktivierenden Pflege argumentieren.

Begründen Sie auch im Einzelnen, warum bestimmte pflegerische Tätigkeiten nicht mit den in der Richtlinie genannten Zeitwerten übereinstimmen. Achten Sie, wenn ein Pflegedienst beschäftigt wird, auch darauf, dass der Pflegedienst eine aktivierende Pflege durchführt und nicht aufgrund von Zeitmangel den Pflegebedürftigen "entmündigt". Im Zweifel informieren Sie die Pflegekassen darüber. Pflege, die nicht den anerkannten medizinisch-pflegerischen Standards entspricht, wird nicht von der Pflegekasse bezahlt. Aktivierende Pflege ist ein Standard.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.03.2014 aktualisiert.

Kategorien: Pflegegeld

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