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Baden von Pflegebedürftigen: So wird es zum Vergnügen

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Ein Vollbad kann für pflegebedürftige, alte oder schwache Menschen eine wahre Wohltat sein – oder kann in einem Desaster mit Stürzen, Angst und Kreislaufkollaps enden. Hier finden Sie Tipps und Hinweise, wie aus dem Baden für Pflegebedürftige ein beliebtes Ritual und eine wahre Wohltat werden kann.

Ausstattung des Raum

Das größte Problem und auch die größte Sorge beim Baden ist fast immer das Ein- und Aussteigen in die Badewanne. Auf jeden Fall sollte in der Wanne eine Anti-Rutschmatte liegen. Alternativ kann der Wannenboden auch mit Antirutsch-Stickern ausgestattet werden. Achten Sie darauf, dass genügend aufgeklebt werden. Lieber ein paar Sticker mehr verwenden, als dass die Abstände zu groß sind.

Ein oder mehrere Haltegriffe in Reichweite des Badenden sind ebenfalls sehr hilfreich. Diese bekommen Sie im Baumarkt oder im Sanitätsfachhandel. Die meisten Sanitätshäuser bieten es an, den bei ihnen gekauften Griff zu befestigen. Wollen Sie nicht in die Fliesen bohren, können Sie auch einen mobilen Haltegriff verwenden, der sich auf glatten Oberflächen ansaugt. Achten Sie darauf, dass er dicke Gummiteller zum Fixieren hat und überprüfen Sie die Festigkeit vor jedem Gebrauch.

Badewannenlifter

Die sicherste Möglichkeit, einen Pflegebedürftigen gefahrlos in die Wanne und wieder hinaus zu bekommen, ist ein Badewannenlifter. Dabei handelt es sich um einen Sitz, den Sie in die Wanne stellen und der sich mit der darauf sitzende Person langsam in das warme Wasser absenkt. Der Lifter haftet mit Saugnäpfen am Wannenboden und wird über eine Fernbedienung gesteuert. Die Stromversorgung erfolgt über ein wasserdichtes Akku, dass Sie herausnehmen und aufladen können.

Den Badewannenlifter können Sie vom Hausarzt verschreiben lassen, auch, wenn noch keine Pflegestufe vorliegt. Auf dem Rezept muss neben dem verordneten Lifter die Diagnose „eingeschränkte Mobilität“ oder ein ähnlicher Hinweis stehen. Dieses Rezept reichen Sie bei Ihrem Sanitätshaus ein, dieses kümmert sich dann um die Genehmigung durch die Krankenkasse. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt maximal 10 Euro. Häufig wird der Lifter als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Sie können diesen solange behalten, wie Sie ihn benötigen.

Vorbereitung des Badezimmers

Was Sie vor allen Dingen benötigen, ist Platz. Räumen Sie Wäscheständer, Kosmetikeimer und was sonst noch im B ad herumsteht zur Seite. Sie brauchen ausreichend Platz zum Ein- und Aussteigen, Abtrocknen und Ankleiden des Pflegebedürftigen. Heizen Sie den Raum gut vor, wenn man nass ist, friert man schnell. Legen Sie sich alles, was Sie benötigen in Reichweite: Duschgel, Shampoo, Körperlotion, Kleidung, Inkontinezmaterial…

Stellen Sie eine Sitzmöglichkeit mit Armlehnen in die Nähe der Wanne, wenn Ihr Angehöriger schlecht frei sitzen kann. Dafür eignet sich hervorragend ein Toilettenstuhl. Mit diesem können Sie Ihren Angehörigen vom Bett ins Bad fahren. Da er schmaler und etwas höher als ein Rollstuhl ist, passt er besser durch die Tür und an das Waschbecken. Der Pflegebedürftige kann gut darauf vor dem Waschbecken sitzen und sich rasieren, Zähne putzen oder was sonst am Waschbecken zu erledigen ist.

Badevergnügen

Warmes Wasser ist besonders für Menschen mit Verspannungen oder Spastiken sehr entspannend und lösend. Verkrampfte Extremitäten können im warmen Wasser besser bewegt werden. Gleichzeitig kann aber die Haut austrocknen.

Verwenden Sie rückfettende Badezusätze bei empfindlicher Haut. Lavendel als Zusatz ist entspannend, Thymian erweitert die Bronchien, Heublumenbad baut Gewebestauungen ab und regt den Stoffwechsel an. Melisse mindert Nervosität, aromatisierte Olivenöle pflegen die Haut.

Die Badetemperatur sollte 37°C nicht übersteigen. 35°C wirken belebend und erfrischend, 37°C machen eher „bettschwer“. Passen Sie die Temperatur der Tageszeit an, morgens kühler, abends wärmer. Die Dauer sollte 10- 15 Minuten nicht übersteigen.

Und besonders wichtig: Lassen Sie den Pflegebedürftigen nicht in der Wanne alleine!

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 31.07.2014 aktualisiert.

Schlagwörter:

Kategorien: Die pflegegerechte Wohnung

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