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Belastungsinkontinenz: Wenn die Blase den Urin nicht halten kann

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Viele Menschen kennen das Problem: Bei heftigem Niesen oder schwerem Tragen hält die Blase nicht mehr dicht und es geht mehr oder weniger Urin in die Hose. Je nach Ausprägung kann dies auch bei leichten Tätigkeiten des Alltags oder sogar im Liegen geschehen. Wie entsteht eine solche Belastungs- oder Stressinkontinenz? Kann man etwas dagegen tun?

Welche Ursachen hat eine Belastungsinkontinenz?

Viele Frauen erleben das Phänomen der Belastungsinkontinenz während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Die Muskulatur des Beckenbodens ist durch die vorhergehende Dehnung sehr locker geworden und die Blase hat sich verlagert. Die Harnröhre schließt nicht mehr komplett und so geht der Urin schnell und ungewollt ab. Auch bei Frauen mit starkem Übergewicht kann der Druck auf das Becken und die Blase so groß sein, dass es zu einer Inkontinenz kommt. Männer erfahren nur bei einer Verletzung des Blasenschließmuskels diese Form der Inkontinenz.

Schweregrade der Stressinkontinenz

Je nach Ausmaß des Urinverlustes kann man die Erkrankung einer Stress- oder Belastungsinkontinenz in drei verschiedene Stufen einteilen:

  1. Bei der leichteren Form dieser Inkontinenz verlieren die Betroffenen Urin, wenn ein erhöhter Druck auf den Bauchraum ausgeübt wird, zum Beispiel beim Husten, Niesen, Lachen, Pressen, Heben und Tragen schwerer Gegenstände.
  2. Deutlich fortgeschritten ist die Belastungsinkontinenz, wenn bereits beim Aufstehen oder Gehen Urin abgeht.
  3. Die heftigste Stressinkontinenz geht mit Urinverlusten beim Liegen einher.

 

Je nach Ausprägung der Inkontinenz schlägt Ihnen der Facharzt verschiedene Maßnahmen vor, damit die Blase den Harn wieder halten kann.

Behandlung leichter Inkontinenzbeschwerden

Bei Beschwerden einer leichteren Stressinkontinenz kann meist mithilfe einer Beckenbodengymnastik die Muskulatur wieder gestrafft werden. Dabei ist Geduld gefragt, denn die ersten Erfolge zeigen sich erst nach etlichen Monaten. Sie sollten die Übungen auch zu Hause weiterführen, damit sie schneller wirken können. Spezielle Übungen trainieren auch den Verschluss der Harnröhre. Zusätzlich kann die Beckenbodenmuskulatur elektrisch stimuliert werden.

So wird eine fortgeschrittene Belastungsinkontinenz therapiert

Ist die Inkontinenz weiter fortgeschritten, sollten neben krankengymnastischen Übungen auch operative Maßnahmen erwogen werden. Diese sind bei einer schweren Belastungsinkontinenz unumgänglich. Das Tragen von Inkontinenzmaterialien ist eine große Hilfe im Alltag, da Sie sich sicher fühlen können, dass nichts daneben läuft. Die Produkte sind inzwischen so gut konstruiert, dass sie eine große Menge Urin auffangen können und Gerüche neutralisieren. Zusätzlich lohnt sich ein Toilettentraining, mit dem Sie Ihre Blase selbst stärken können, sodass sie nicht so leicht Urin verliert.

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