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Beratungseinsätze nach § 37 SGB XI Kontrolle oder Unterstützung?

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Wenn Angehörige pflegen und hierfür ein Pflegegeld bekommen, dann sind die sogenannten Beratungseinsätze nach § 37 SGB XI verpflichtend. Häufig stellt sich die Frage, wozu dienen diese Beratungseinsätze? Soll ich kontrolliert werden? Welche Unterstützung kann ich von diesen Beratungseinsätzen bekommen. Dieser Frage geht der folgende Artikel nach.

Nach § 37 Abs. 3 SGB XI sind Empfänger von Pflegegeld verpflichtet in gewissen Abständen einen Beratungseinsatz durch eine examinierte Pflegekraft oder einen Pflegedienst durchführen zu lassen. Die Kosten hierfür werden durch die Pflegekasse getragen. Bei der Pflegestufe 1 und 2 ist eine solche Beratung alle halbe Jahre und bei der Pflegestufe III vierteljährlich durchzuführen.

Der beauftragte Pflegedienst hat über diese Beratung ein Protokoll anzufertigen und der Pflegekasse zu übersenden. Kommt der Pflegegeldbezieher dieser Verpflichtung nicht nach, so kann die Pflegekasse den Pflegegeldbezug einstellen und an dieser Stelle dann Pflegesachmittel bewilligen, d.h. dann wird ein Pflegedienst mit der Pflege beauftragt. Wozu hat der Gesetzgeber aber diesen Beratungseinsatz vorgesehen?

Im Gesetz heißt es hierzu:

Die Beratung dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden.

Diese bedeutet also im Vordergrund steht die Qualität der Pflege.

In diesem Sinne dient dieser Beratungseinsatz dem Schutz des gepflegten vor schweren Pflegefehlern. Hier steht im Vordergrund dem ehrenamtlich Pflegenden Hilfestellung bei der konkreten Pflege zugeben und somit auch Belastungen für den Pflegenden zu verringern. Eine professionelle Pflegekraft soll bei dieser Beratung dem Pflegenden mit fachlichen Hilfen die Pflege ermöglichen und erleichtern.

Wichtig ist dabei auch, dass ein Profi den Entwicklungsstand sieht und falls nötig zum Wohle des Gepflegten nützliche Anleitung geben kann, dass die Pflege fachlich richtig durchgeführt wird. Pflegende Angehörige sollten daher dieses Angebot ausgiebig nutzen und Probleme bei der Pflege offen ansprechen. Dieses dient nicht nur der Verbesserung der Pflege, sondern entlastet Angehörige auch psychisch.

Manchmal erleichtert der eine oder andere Handgriff ungemein die Pflege, wenn man diesen kennt. Scheuen Sie daher nicht alle Pflegeprobleme offen anzusprechen. Der Beratungseinsatz ist dafür da, dass Ihnen die Arbeit erleichtert wird.

Darüber hinaus kann die Pflegekraft aufgrund eines solchen Beratungseinsatzes der Pflegekasse auch vorschlagen, dass Sie eine weitere Schulung nach § 45 SGB XI bekommen sollten. Darüber hinaus können Sie auch eine Pflegeberatung nach § 7a SGB XI wahrnehmen, wenn es Probleme im nicht pflegerischen Bereich gibt, z.B. mit Leistungsanträgen etc.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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