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Bettlägerigkeit: Wenn das Gehen und Sitzen nicht mehr möglich ist

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In der dritten Phase der Demenz sind die meisten Alzheimer-Demenz-Patienten vollkommen hilfs- und pflegebedürftig. Die geistigen Leistungen des Angehörigen haben zunehmend abgebaut und unter den Folgen der Beeinträchtigung leiden der Patient und die Angehörigen.

Die Welt um das Krankenbett herum wird für Ihren Angehörigen zunehmend befremdlich und verstörend. Manche Patienten reagieren jetzt mit großer Angst, andere wirken eher teilnahmslos.

Wie kommt es zu der Bettlägerigkeit?
Die Bettlägerigkeit beruht bei den meisten Demenz-Patienten hauptsächlich auf den mangelnden physischen und psychischen Kräften. Ihr Angehöriger kann die Koordinationsleistung und die körperlichen Kräfte, die für eine Bewegung notwendig sind, nicht mehr aufbringen.

Eine weitere Komplikation können eine Pneumonie (Lungenentzündung) oder der Dekubitus (Geschwür durchs Liegen) sein. Der Dekubitus ist ein Bereich der Haut und des darunterliegenden Gewebes, der durch das Liegen (Druckeinwirkung) geschädigt worden ist. Im Volksmund wird der Dekubitus auch gerne "sich wund liegen" genannt.

Welche Komplikationen bzw. Folgen der Bettlägerigkeit sind zu erwarten?
Die häufigsten Probleme der Bettlägerigkeit sind die sogenannten Kontrakturen. Dies sind Versteifungen der Gelenke durch die Verkürzung der Muskeln und Sehnen. Ausgelöst werden diese Verkürzungen durch mangelnde Bewegung. Meistens entsteht durch die Kontrakturen eine Zwangshaltung von Gelenken, die für Ihren Angehörigen schmerzhaft ist.

Wodurch entsteht ein Dekubitus?
Durch den Druck der beim Liegen auf verschiedene Körperteilen und damit der Haut und dem Gewebe lastet, können die kleinsten Blutgefäße den Gasaustausch und die Nährstoffversorgung im betreffenden Gewebe nicht mehr aufrechterhalten. Durch die Mangelversorgung weiten sich die Gefäße an den betreffenden Stellen und versuchen dadurch die Durchblutung zu erhöhen. Jetzt ist eine deutliche Rötung von außen zu erkennen.

Der entstehende Schmerz veranlasst einen gesunden Menschen die Körperhaltung zu ändern. Dies gelingt einem Demenzkranken allerdings nicht mehr. Bleibt die Druckbelastung bestehen, kommt es zu einer Unterversorgung und die Haut und Gefäße werden geschädigt. Später kann es zum Gefäß- und Gewebetod kommen. Der Dekubitus wird in unterschiedliche Grade eingeteilt. Bei einer konsequenten Dekubitusprophylaxe kann diese schmerzhafte Erkrankung aber sehr gut umgangen werden.

Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Komplikationen, aber die genannten sind die häufigsten.

Besonders wichtig bei der Bettlägerigkeit ist auch die rechtliche Situation für Sie. Patientenverfügung, Betreuungsrecht und Co sind jetzt entscheidend. Daher sollten Sie sicher gehen, dass Sie auf alle Situationen auch rechtlich vorbereitet sind.

Tipps:

  1. Klären Sie die rechtlichen Belange am besten vor der Bettlägerigkeit.
  2. Lassen Sie sich über die Dekubitusprophylaxe informieren.
  3. Besuchen Sie Seminare zur richtigen Lagerung Ihres Angehörigen, die auch Ihren Rücken schont.
  4. Organisieren Sie Gymnastik bzw. Physiotherapie.
  5. Versuchen Sie Ihren Angehörigen solange wie es möglich ist durch eine entsprechende Hilfsmittelversorgung zumindest zeitweise zu mobilisieren.
  6. Suchen Sie sich ggf. Hilfe bei der Pflege.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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