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Blutzucker bei Diabetes richtig messen – worauf sollten Sie achten?

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In Deutschland sind etwa 6 Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt. Viele von ihnen müssen ihren Blutzucker mehrmals täglich kontrollieren. Die Messwerte sind Grundlage für die Insulin-Therapie. Deshalb ist es wichtig, dass diese korrekt ermittelt werden. Hier finden Sie 11 Tipps, die Ihnen helfen, korrekte Blutzuckerwerte zu erzielen und Komplikationen zu vermeiden.

1. Waschen Sie sich stets die Hände vor dem Messen!

Bedenken Sie, wie viele Dinge Sie vor einer Blutzuckerkontrolle in die Hand genommen haben. Viele dieser Dinge hinterlassen minimale Spuren an den Händen. Bereits winzige Spuren von zuvor verzehrtem Obst hinterlassen Zuckerreste auf den Fingern, die die Messwerte verfälschen. Führen Sie stets eine kleine Wasserflasche und Papiertaschentücher bei sich. Damit können Sie sich die Hände feucht reinigen, wenn Sie keine Waschmöglichkeit haben.

2. Trocknen Sie sich die Hände gut ab!

Feuchtigkeit auf den Fingern verdünnt die Blutprobe. Die angezeigten Werte liegen deutlich niedriger als die tatsächliche Zuckerkonzentration im Blut.

3. Sorgen Sie für gute Durchblutung der Finger!

Massieren Sie Ihre Hände oder schütteln Sie sie aus. Bei kalten, minderdurchbluteten Händen ist die Sauerstoffsättigung geringer. Es kann zu fehlerhalten Reaktionen auf dem Teststreifen kommen. Auch müssen Sie tiefer stechen, um das benötigte Blut zu bekommen.

4. Quetschen Sie nicht die Fingerspitze, um Blut herauszupressen!

Tritt nicht auf Anhieb genügend Blut aus, streichen Sie den Finger langsam vom Fingeransatz in Richtung Fingerspitze aus. Durch Quetschen an der Einstichstelle tritt Gewebeflüssigkeit mit aus. Ähnlich wie bei feuchten Händen wird das Blut verdünnt, die Messergebnisse werden verfälscht.

5. Wechseln Sie die Einstichstelle bei jeder Messung!

Stechen Sie seitlich in die Fingerspitze von Mittel-, Ring- oder kleinem Finger. Diese Stelle ist nicht so schmerzhaft, denn dort verlaufen weniger Nerven als in der Mitte der Fingerspitze. Lassen Sie Daumen und Zeigefinger aus. Diese benutzen Sie am häufigsten zum Greifen.

6. Verwenden Sie den ersten Blutstropfen!

Die Meinungen und Veröffentlichungen zu diesem Thema gehen auseinander. Manche Magazine raten, den ersten Tropfen abzuwischen und den zweiten zu verwenden. Studien zeigen, dass der erste Blutstropfen bei gewaschenen, trocknen Händen des genausten Wert liefert. Nur, wenn Sie sich die Hände nicht waschen oder feucht reinigen können, sollten Sie den zweiten Tropfen verwenden.

7. Verwenden Sie eine Stechhilfe!

Sie können die notwendige Stichtiefe individuell einstellen. Stellen Sie zunächst eine mittlere Tiefe ein. Kommt genügend Blut, reduzieren Sie bei den nächsten Messungen die Tiefe so weit wie möglich. Wenn sich auf leichten Druck unterhalb der Fingerspitze ein Blutstropfen bildet, ist die Tiefe ausreichend.

Die Grundregel lautet: so tief wie nötig, so flach wie möglich. Sie schonen Ihre Fingerspitzen und die Stiche sind weniger schmerzhaft. Lesen Sie in der Gebrauchsanleitung nach, wie oft Sie die enthaltene Lanzette verwenden können. Werden die Stechnadeln zu oft verwendet, werden diese stumpf oder bilden einen Widerhaken. Damit verletzen Sie sich unnötig an der Fingerspitze.

8. Pflegen Sie Ihre Hände!

Durch das regelmäßige Stechen in die Fingerspitzen kann es zu Verhornungen der Haut kommen. Cremen Sie Ihre Hände regelmäßig ein, natürlich nach der Blutzuckermessung! Fragen Sie in der Apotheke nach Cremes, die Hornhautbildung reduzieren. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Fingerspitzen sich verhärtet anfühlen, können Sie diese auch vorsichtig mit einem Bimsstein abschleifen.

9. Bewahren Sie die Messstreifen immer verschlossen in der Originalverpackung auf!

Schließen Sie das Röhrchen sofort nach Entnahme eines Streifens wieder. Die Verpackungen sind innen mit einem Mittel beschichtet, das die Streifen trocken hält. Feuchtigkeit kann die Messergebnisse verfälschen oder sogar die Teststreifen untauglich machen. Aus diesem Grunde sollten Sie auch nicht im Badezimmer oder anderen feuchten Räumen messen.

10. Bewahren Sie Teststreifen und Messgerät bei Raumtemperatur auf!

Legen Sie diese weder in den Kühlschrank, noch in die pralle Sonne. Die normale Betriebstemperatur liegt zwischen +10° und +40°C. Bei Temperaturen darüber oder darunter, funktionieren die meisten Gerät gar nicht erst. Sie müssen zunächst eine Weile bei Raumtemperatur liegen bleiben, bis sich die Temperatur von Streifen und Gerät wieder im Toleranzbereich befindet.

11. Achten Sie auf die Codierung des Gerätes!

Es gibt Messgeräte mit und ohne Codierung. Verwenden Sie ein Gerät mit Codierung, muss diese bei Gebrauch eines neuen Päckchen Teststreifen überprüft werden. Die Code-Nummer steht auf der Packung der Messstreifen. Die Neu-Codierung erfolgt entweder über einen beigefügten Codierstreifen oder wird am Gerät manuell eingestellt. Lesen Sie im Beipackzettel der Teststreifen oder der Gebrauchsanweisung des Gerätes nach.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.12.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Krankheiten

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