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Brustkrebs – Mamma-Carcinom: Wie erkennen Sie erste Anzeichen?

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Jährlich erkranken etwa 70.000 Frauen an Brustkrebs. Das Mamma-Carcinom ist der häufigste Tumor bei älteren Frauen. Etwa jede zehnte Frau über 80 erleidet ein Mamma-Carcinom. Gerade im Alter wird dieser Tumor häufig zu spät erkannt. Je früher der Krebs erkannt wurde, desto besser die Heilungschancen. Lesen Sie hier, welche Anzeichen auf einen Tumor in der Brust hinweisen und worauf Sie achten sollten.

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen und auch deren zweithäufigste Todesursache, gleich nach Herz- Kreislauferkrankungen. Der Tumor geht aus vom Drüsengewebe der Brust. Die Brust ist von einem dichten Netz an Lymphbahnen durchzogen. Der Abfluss der Lymphflüssigkeit erfolgt in Richtung Brustbein und Achselhöhle, hauptsächlich über die Lymphknoten in den Achselhöhlen.

Die Krebszellen wachsen unkontrolliert in Blut- und Lymphbahnen ein und verteilen sich von dort aus in andere Regionen des Körpers. Vorrangig betroffen sind die axilliaren Lymphknoten, Lunge, Leber, Rippenfell, Gehirn und Teile des Skeletts: Becken, Wirbelkörper und Rippen.

Da die Brust von sehr vielen Lymphbahnen durchzogen ist, ist die Früherkennung eines Tumors sehr wichtig. Ist der Krebs erst einmal in die Lymphbahnen eingebrochen, bildet er auf diesem Wege sehr schnell Metastasen.

Was sind Symptome von Brustkrebs?

Knoten, "Knubbel", Verhärtungen in der Brust sind das eindeutigste Symptom für einen Tumor. Allerdings ist es bei einer großen Brust schwierig, einen kleinen Tumor zu ertasten. Schon kleinste Geschwulste in der Größe eines Stecknadelskopfes können großen Schaden anrichten, wenn sie bösartig sind.

Älteren Frauen fällt es manchmal schwer, einen Arm hoch genug über den Kopf zu heben, um selbst die Brust abzutasten. Dies kann an Vorerkrankungen in Knochen oder Gelenken wie Arthrose, Osteoporose oder Rheuma liegen. Deshalb sollten Frauen selbst und Angehörige, die bei der Körperpflege behilflich sind, auch auf folgende Dinge achten:

  • Orangenhaut
  • gerötete Stellen an der Brust
  • Sekretion aus der Brustwarze
  • eingezogene Haut – "Dellen"
  • schief stehende oder eingezogene Brustwarze
  • vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Asymmetrie der Brüste: normalerweise sind beide Brüste nicht genau gleich, achten Sie auf augenscheinliche Veränderungen
  • Entzündungen an der Brustwarze oder am Warzenhof
  • nicht heilende Ekzeme oder Hautveränderungen an der Brusthaut, -warze und -warzenhof

Wenn Sie eins der genannten Symptome entdecken, sollten Sie sich unbedingt schnellstens mit dem behandelnden Gynäkologen in Verbindung setzen. Dieser wird weitere Untersuchungen zur genaueren Abklärung vornehmen.

Wie verläuft die Diagnostik bei Verdacht auf Brustkrebs?

Zunächst wird eine Tastuntersuchung der Brüste durchgeführt. Weiterhin erfolgt eine Ultraschalluntersuchung, Mammographie und bei Bedarf ein MRT. Finden sich in diesen Untersuchungen Bestätigungen für den Verdacht auf ein Mamma-Carcinom, wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen.

Die häufigste Entnahmeart ist die Stanzbiopsie. Dabei wird die Brust örtlich betäubt. Unter Ultraschallkontrolle wird eine Führungsnadel bis zum Tumor vorgeschoben. Dort wird mittels einer Hohlnadel Probegewebe entnommen. Es werden zwischen drei und zwanzig Proben herausgestanzt. Diese reichen aus, um in den meisten Fällen eine Krebsgeschwulst zu erkennen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Brustkrebs?

Die Behandlung von Brustkrebs steht auf 3 Säulen: Operation, Bestrahlung und medikamentöse Therapie. Bei der Diagnose Brustkrebs sollten sich Betroffene in ein sog. Brustzentrum begeben. Das sind einzelne oder Zusammenschlüsse von Kliniken, die über bestimmte Richtlinien und Spezialisierungen im Bereich der Brusttumorerkrankungen verfügen.

Dort wird in einer Tumorkonferenz in jedem Einzelfall individuell über den Therapieverlauf entschieden. Zu den Mitgliedern dieser Tumorkonferenz gehören die Operateure, gynäkologische Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, internistische Onkologen und Psychoonkologen. Onkologen sind Fachärzte für Krebserkrankungen.

Wie verläuft die Brustkrebs-Therapie?

Wird eine Operation durchgeführt, hängt es von Größe und Ausdehnung des Tumors ab, ob die Brust komplett abgenommen werden muss oder erhalten werden kann. Zudem wird mindestens ein Lymphknoten entnommen, der sog. Wächter- oder Sentinel-Lymphknoten. Das ist der Lymphknoten, der dem Tumor am nächsten liegt. Dieser wird vor der Operation farblich oder schwach radioaktiv markiert. Ist dieser frei von Tumorzellen, können die anderen Lymphknoten belassen werden. Bei Befall müssen weitere Lymphknoten entfernt werden.

Wenn mehrere Lymphknoten entnommen werden müssen, steigt das Risiko des Lymphödems Lymphflüssigkeit kann nicht ungehindert zurück in den Kreislauf fließen und staut sich im Arm. Diese Komplikation kann bis zu 5 Jahren nach einer Brustoperation auftreten.

An die Operation schließt sich nach Art und Ausdehnung des Tumors in den meisten Fällen Bestrahlung, Chemotherapie oder eine andere medikamentöse Therapie wie Hormon- oder Antikörpertherapie an. Dabei kommt es auf die Art und Beschaffenheit der Tumorzellen an, welche Form wirksam ist und in Frage kommt. Die Antikörpertherapie ist eine relativ neue Therapieform, die bei bestimmten besonders aggressiven Tumoren mit bereits vorhandener Metastasenbildung angewendet wird. Die Antikörper hemmen speziell die Tumorzellen im Wachstum.

Entscheiden Sie selbst, wenn es um die Therapie bei Brustkrebs geht!

Wichtig ist es, dass Betroffene selbst entscheiden können, welche Therapie sie durchführen lassen wollen. Die Diagnose Krebs ist ein Schock und löst Ängste aus, gleich welchen Alters Betroffene sind. Aber auch die Vorstellung von belastenden Therapien und Komplikationen bei Krebsbehandlungen wirft viele Fragen auf.

Gerade ältere Frauen beschäftigen sich häufig mit der Frage, ob es ihnen wirklich schlechter ergehen wird, wenn sie sich gegen eine Operation entscheiden, ob die Therapie nicht wesentlich belastender ist als die Auswirkungen des Tumors. Um selbst entscheiden oder Ihre Angehörige gut beraten zu können, müssen entsprechende Informationen vorliegen. Keine Frau möchte sich weder als "Studienobjekt" fühlen, noch wichtige Chancen für ein schmerzfreies Leben mit möglichst wenig Einschränkungen vergeben.

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Kategorien: Krebserkrankungen

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