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Burnout durch die Pflege zu Hause

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Die meisten Menschen, die außerhalb des Berufslebens einen Burnout erleiden, sind pflegende Angehörige. Die Pflege zu Hause belastet sie oft weit über die Kräfte hinaus, denn nicht selten sind sie rund um die Uhr für kranke und alte Familienmitglieder da.

Pflege zu Hause: Liebe und Verantwortung treibt pflegende Angehörige in den Burnout
Als Maria S. vor einigen Jahren ihren kranken Vater bei sich aufgenommen hatte, war das für sie eine klare Sache: „Ich wollte ihn auf keinen Fall in ein Pflegeheim geben. Dort ist es unpersönlich und man hört auch immer wieder von untragbaren Zuständen. Eine Menge konnte er ja auch noch alleine erledigen. Bei den übrigen Verrichtungen habe ich ihm geholfen. Die Pflege zu Hause war für uns alle keine Frage. Er ist doch mein Vater.“

Seither ist Maria als pflegende Angehörige im Dauereinsatz. Der Zustand Ihres Vaters hat sich nach einem weiteren Schlaganfall noch einmal verschlechtert. Durch den seelischen und körperlichen Stress ist Maria am Rand eines Burnout. Die Pflege zu Hause überlastet sie mehr und mehr.

Warnzeichen für einen drohenden Burnout durch die Pflege zu Hause
Wenn Sie eines Tages, so wie Maria S., ausgepowert sind, ist eine Pflege zu Hause für alle Beteiligten keine Option mehr. Darum ist es notwendig, dass Sie für Ihre eigene Gesundheit sorgen und die Warnzeichen eines Burnout früh erkennen.

  • Neigen Sie dazu, jede Erkältung und jede Infektion einzufangen, die gerade unterwegs ist?
  • Haben Sie weniger Energie, als Sie es von sich sonst gewöhnt sind?
  • Vernachlässigen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse, weil Sie ständig mit anderen Angelegenheiten beschäftigt sind?
  • Fühlen Sie sich immer öfter gereizt und ungeduldig, wenn Sie sich um die Pflege zu Hause kümmern?
  • Verspüren Sie ständig Zeitnot und Stress und kommen auch in Ihrer Freizeit kaum zur Ruhe?
  • Können Sie als pflegender Angehöriger kaum noch entspannen?
  • Dreht sich Ihr Leben um die Pflege zu Hause, ohne dass sich durch diese Tätigkeit Befriedigung einstellt?
  • Fühlen Sie sich machtlos, hilflos und hoffnungslos?

 

Sollten Sie auf diese Fragen mehrfach mit „Ja“ geantwortet haben, dann wird es Zeit, etwas zu ändern.

Hilfen gegen einen Burnout durch die Pflege zu Hause sind wichtig
Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten, geraten statistisch gesehen häufig in einen Burnout. Noch viel stärker sind pflegende Angehörige betroffen. Sie sind durch die familiäre Nähe zur pflegebedürftigen Person deutlich emotionaler involviert. Das führt zu einer größeren Anstrengung, höherer Belastung und zu mehr Stress. Das eigene Wohlbefinden wird dann oftmals hinten angestellt.

Leiden pflegende Angehörige erst einmal unter einem Burnout, werden die Probleme beträchtlich. Eine Pflege zu Hause ist dann normalerweise nicht mehr möglich.

Tipps zur Vorbeugung eines Burnout für pflegende Angehörige:

  • Pflege zu Hause ist ein Fulltime-Job. Er nimmt mit seinem Stress keine Rücksicht auf Sonn- und Feiertage. Darum ist es Ihr gutes Recht, Pausen zu machen und sich Auszeiten zu gönnen. Dazu gehören auch Ferien.
  • Achten Sie auf Ihren Rücken. Pflegende Angehörige heben, ziehen und schleppen nicht selten viel zu schwere Lasten. Je nach Zustand des Pflegebedürftigen ist dies eine körperliche Überbeanspruchung.
  • Wenn Ihnen jemand seine Hilfe anbietet – nehmen Sie diese an. Es sagt nichts über Ihre Kompetenz und Verantwortung aus, sollte Ihnen eine andere Person Arbeit abnehmen. Eine Pflege zu Hause muss nicht zwangsläufig von stets den gleichen Personen geleistet werden.
  • Informieren Sie sich über technische Neuerungen oder Hilfsmittel, die Ihrem Angehörigen so viel Selbständigkeit wie möglich lassen. Das stärkt ihn und nimmt ein Stück Stress von Ihren Schultern.
  • Vernetzen Sie sich mit anderen pflegenden Angehörigen. Selbsthilfegruppen sind eine hervorragende Gelegenheit, um sich auszutauschen. Sie fühlen sich verstanden und bekommen zusätzlich noch den einen oder anderen Hinweis. Gemeinsamkeit beugt einem Burnout vor.
  • Onlineforen bilden eine weitere Chance zur Kommunikation. Als Beispiel sind „Das Pflegeboard“, ein Forum zum Kontakt und Austausch pflegender Angehöriger oder das „Elternpflegeforum“, in dem es ebenfalls um die Pflege zu Hause geht, zu nennen.
  • Sollten Sie Anzeichen von Depressionen bei sich bemerken, dann zögern Sie nicht, zum Arzt zu gehen. Dauerhafter Stress und Überforderung können zu einer Erschöpfungsdepression führen, die dann wiederum im Burnout enden kann.
  • Trauern Sie um die Möglichkeiten, die Ihnen gerade jetzt durch Ihre Familienpflege entgehen. Und träumen Sie dann neue Träume. Auch pflegende Angehörige brauchen Ziele.

 

Der grundlegendste aller Tipps gegen einen Burnout ist der, sich selbst niemals aus den Augen zu verlieren. Bei aller Liebe und Zuneigung zum Pflegebedürftigen können Sie eine Pflege zu Hause nur dann durchführen, wenn Sie sich selbst wertschätzen und respektvoll behandeln. Unsere Hochachtung vor Ihrer schweren Aufgabe ist Ihnen sicher.

 

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.07.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Burnout

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