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Checkliste: Auf Alzheimer-Patienten richtig reagieren

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Die Brille im Kühlschrank und die Socken in der Badewanne – Demenzkranken fällt die Orientierung zunehmend schwerer. Doch wie sollten Sie als Angehöriger auf solche Situationen reagieren? Ist es sinnvoll, den Erkrankten auf seine Fehler hinzuweisen? Oder sollten Sie es besser ignorieren? Wie Sie richtig reagieren, erfahren Sie in unserer Checkliste.

  • Bringen Sie Verständnis für Ihren demenzkranken Angehörigen auf. Einen Demenzkranken immer wieder darauf hinzuweisen, dass er die Frage schon vor fünf Minuten gestellt hat oder seine Brille schon wieder verlegt hat, ist sinnlos. Aggressionen und familiäre Konflikte sind meistens nur das Ergebnis von solchen Reaktionen. Auch wenn es nicht einfach ist, reagieren Sie geduldig und wiederholen Sie wenn es einfach. Wenn Ihnen eine erneute Wiederholung zu viel ist, dann versuchen Sie die Aufmerksamkeit geschickt auf ein anderes Thema zu lenken.

  • Ein freundliches Zureden, Ermahnen oder stichhaltige Argumente von Ihnen sind zwar gut gemeint, allerdings beeinflusst es die Leistungsfähigkeit des Kranken nicht. Besser ist es, wenn Sie sich auf die auch manchmal sehr verworrene Realität des Kranken einlassen und die Äußerungen, Gefühle und das Verhalten des Erkrankten ernst nehmen.

  • Erinnerungsstützen können besonders am Anfang eine sehr gute Hilfe für die Bewältigung des Alltags sein. Schreiben Sie den Tagesablauf auf und kleben Sie ihn an eine prominente Stelle in der Wohnung, z. B. den Kühlschrank oder Badezimmertür. Auch häufige Fragen mit den entsprechenden Antworten, sollten Sie aufschreiben und aufhängen. So kann der Demenzkranke die Informationen immer wieder im Vorbeigehen aufnehmen. Besonders hilfreich ist auch ein Familienposter mit einem Foto aller Familienangehörigen. Zu jedem Foto sollten Sie eine kurze Information aufschreiben, vergessen sollten Sie auf keinen Fall die Haustiere, Haushaltshilfen und Pflegekräfte. Sie können das Familienposter auch zu einem Buch ausbauen und schaffen so eine gute Grundlage für die Kommunikation.

  • Lob und Bestätigung sind auch für Demenzkranke sehr wichtig. Auch wenn Ihnen der Alltag meist nicht mehr oder nicht mehr gut gelingt, brauchen auch Sie Bestätigung. Also loben und bestätigen Sie regelmäßig, nur Kritik wird Sie nicht weiterbringen und verstört den Kranken.

  • Wenn Sie einen Demenzkranken mit der Brille im Kühlschrank oder der Zahnbürste in der Waschmaschine konfrontieren, bringt dies meist nichts. Räumen Sie lieber die Sachen stillschweigend an den richtigen Ort zurück.

  • Auch der kranke Mensch möchte sich integriert wissen. Dementsprechend sollten Sie versuchen, sich mit ihm zu unterhalten. Dabei ist es ganz wichtig, dass Sie einfache Fragen stellen. Wenn Sie merken, dass er mit diesen Fragen sehr gut zurecht kommt, können Sie auch schwerere Fragen stellen, allerdings sollten Sie ihn nicht überfordern. Sie werden schnell selbst erkennen lernen, was Ihr Angehöriger noch leisten kann.

  • Ganz wichtig, versuchen Sie mit ihrem pflegebedürftigen Angehörigen bei einem Gespräch Blickkontakt zu halten. Sprechen Sie ihn namentlich an.

  • Wichtige Informationen sollten Sie immer wiederholen und ihn einfachen Sätzen (am besten immer die gleichen Formulierungen) ausdrücken.

  • Im weiteren Verlauf wird es zu Entscheidungsschwierigkeiten kommen, stellen Sie also am besten immer nur zwei Dinge zur Auswahl.

  • Nehmen Sie sich im Gespräch mit Ihrem Angehörigen genügend Zeit und vermeiden Sie Diskussionen.

  • Die Hilflosigkeit kann bei dem Angehörigen schnell zu Frustration und damit auch zu Anschuldigungen und Vorwürfe führen. Diese sind nicht persönlich gegen Sie gerichtet. Reagieren Sie nicht darauf, sondern lassen Sie einen Moment vergehen und wechseln Sie das Thema.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.03.2014 aktualisiert.

Kategorien: Alzheimer

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