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Darf man Witze über Demenz und Alzheimer machen?

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„Du hast wohl Alzheimer!“ Solche oder ähnliche Sprüche werden schnell verteilt, wenn jemand schusselig oder vergesslich ist. Dabei wissen die wenigsten, was es heißt, mit Demenz oder Alzheimer leben zu müssen. Warum machen wir Witze darüber? Haben Sie sich einmal überlegt, wie solche Späße ankommen, falls derjenige tatsächlich eine Demenzerkrankung haben sollte?

Nicht lustig: über Demenzkranke lachen

Lachen, Heiterkeit und Späße gehören zum Alltag dazu. Sie helfen uns, das Leben leichter zu nehmen und Probleme zu entschärfen. Witze, die jedoch demente Personen auf die Schippe nehmen, können kränkend sein, zumal sie sie aufgrund verminderter Hirnleistungen nicht mehr verstehen können. Man könnte argumentieren, dass ein Demenzkranker ja ohnehin nicht begreift, worum es geht, und deshalb hemmungslos Witze reißen. Der Betroffene mag den Witz nicht verstehen, aber er kann fühlen, dass jemand über ihn lacht. Ist das lustig?

Lachen mit dem Demenzkranken tut gut

Dennoch gehört Lachen auch zum Alltag von Demenzkranken. Lachen macht gute Laune und sorgt für gute Stimmung in der Familie oder in der Heimgruppe. Nicht umsonst gibt es therapeutische Clowns, die zum Beispiel in Krankenhäusern und Heimen eingesetzt werden. „Lachen ist die beste Medizin“ sagt ein altes Sprichwort. Darin steckt viel Erfahrung. Uns Erwachsenen ist das unbeschwerte Lachen oft abhandengekommen, daher vergreifen wir uns leicht an Witzen, die nicht wirklich komisch sind. Beobachten Sie kleine Kinder, wie oft und worüber sie lachen. Ist es nicht erstaunlich, welche Kleinigkeiten ihnen Freude bereiten?

Die lustige Seite des Lebens trotz Alzheimer erkennen

Therapeutische Clowns versuchen die Sicht der Kinder ein wenig nachzuahmen, indem sie deren Unbekümmertheit annehmen und sich über simple Dinge freuen. Damit begeben sie sich auf die gleiche Ebene von Demenzkranken, für die komplizierte Zusammenhänge keine Rolle mehr spielen. Clowns erahnen, was den Patienten Spaß macht, was sie heiter stimmt und kommunizieren mit ihnen auf spielerische Weise. Ist ein Demenzkranker bekümmert, weil er eine Aufgabe nicht lösen kann, findet der Clown eine Möglichkeit, aus einem Problem ein Spiel zu machen, sodass am Ende beide gemeinsam darüber lachen können.

Probleme von Demenzkranken mit Heiterkeit auflösen

Nicht über jemanden, sondern mit jemandem lachen – das sind zwei völlig verschiedene Haltungen. Wenn wir Witze über Demenz und Alzheimer machen, wollen wir doch im Grunde erreichen, dass die Krankheit ihren Schrecken verliert. Doch den Betroffenen hilft dies nicht. Wäre es nicht schöner, wenn Kranke und Gesunde gemeinsam das positive Gefühl der Heiterkeit genießen könnten? Beispiel: Seien Sie nicht ärgerlich, wenn Ihrem demenzkranken Angehörigen mal wieder ein Missgeschick passiert ist, sondern lenken Sie ihn mit einem Späßchen ab. Fällt ein Trinkbecher um, wischen Sie die Flüssigkeit gemeinsam weg und albern Sie anschließend noch ein wenig mit den Wischtüchern herum, ähnlich wie Sie es mit einem Kleinkind machen würden. So vergisst der Patient die anfängliche Sorge, dass er etwas falsch gemacht haben könnte.

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