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Das bin ich meinen Eltern schuldig!

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Erwachsene Kinder übernehmen häufig die Pflege der Eltern, weil Sie glauben den Eltern etwas schuldig zu sein. Allerdings führt diese Ansicht zu seiner starken psychologischen Belastung. Die familiären Rollen ändern sich bei der Pflege. Die Kinder übernehmen die Verantwortung für die Eltern, aber Verantwortung darf nicht Selbstaufgabe bedeuten.

Wenn die Mutter oder der Vater zum Pflegefall wird, fühlen sich die Kinder meist ganz automatisch in der Verantwortung. Allerdings ist die Übernahme des körperliche Wohlbefindens eines Pflegebedürftigen Verwandten eine starke psychologische Belastung für den pflegenden Angehörigen.

Falsches Verantwortungsgefühl = psychologische Überlastung
Die meisten pflegenden Kinder setzen sich bei der Pflege der Eltern, die sie zunächst oft komplett übernehmen möchten, unter starken psychologischen Druck. Die Eltern waren schließlich für die Kinder ein ganzes Leben da und haben sich immer gekümmert. Allerdings kann genau dieser starke Druck und ein hohes Anspruchsdenken an sich selbst schnell zur psychologischen Überforderung führen. Doch selbst bei einer Überforderung nehmen viele Kinder die Hilfe Dritter nicht in Anspruch. Sie lasten sich selbst die Verantwortung auf um Schuldgefühle zu vermeiden.

Der Teufelskreis
Psychologisch befinden sich diese Menschen dann in einem Teufelskreis zwischen Verantwortungs- und Schuldgefühl. Dabei steuern sie körperlich und seelisch auf die Grenzen der Belastbarkeit hin. Den pflegebedürftigen Eltern tun sie damit allerdings keinen Gefallen, denn die Eltern möchten weder dabei zusehen, wie die Kinder unter Ihrer Pflege leiden.

Überschätzung und psychologischer Abstand
Der anfängliche Gedanke: „Das kriege ich schon irgendwie hin“ ist oft eine Überschätzung, wie viele erst spät feststellen. In einem Pflegeheim wird nicht nur die körperliche Pflege des Pflegebedürftigen auf mehrere Köpfe verteilt, sondern das Pflegepersonal hat auch mehr psychologischen Abstand. Die Eltern rund um die Uhr leiden zu sehen ist eine starke psychologische Belastung.

Tipps:

  1. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht verpflichtet sind die Verantwortung für die Eltern zu übernehmen.
  2. Übernehmen Sie die Aufgabe nicht, wenn Sie starke Zweifel haben oder der Aufgabe nicht gewachsen sind.
  3. Gestehen Sie sich ein, wenn Sie überfordert sind und nehmen Sie Hilfe Dritter an.
  4. Geben Sie sich selbst bei der Pflege nicht auf, sondern sorgen Sie für Ihren Freiraum.
  5. Nehmen Sie sich eine Auszeit und fahren Sie in Urlaub.
  6. Treffen Sie sich mit Ihrem Freundeskreis.
  7. Binden Sie Ihre Geschwister in die Pflege der Eltern mit ein.
  8. Belastet Sie das Verantwortungsgefühl zu sehr, suchen Sie psychologische Hilfe auf. Besonders Selbsthilfegruppen können hilfreich sein.
  9. Fassen Sie den Entschluss für die Pflege eines Angehörigen nie allein, sondern binden Sie Ihre Familie mit ein.

 

Wenn Sie sich für die Pflege entschieden haben, sollten immer bedenken, dass die übernommene Verantwortung nicht Ihre Selbstaufgabe bedeutet. Sorgen Sie für das Wohlbefinden des Pflegebedürftigen ohne Ihr eigenes Leben zu gefährden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.08.2014 aktualisiert.

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