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Die Patientenverfügung hilft Ihnen als pflegender Angehöriger den Willen des Pflegebedürftigen durchzusetzen. Wie dies funktioniert und warum eine Patientenverfügung Ihnen hilft, rechtliche Fallstricke zu umgehen, erfahren Sie hier.

Eine Patientenverfügung kann für jeden von Bedeutung sein. Es handelt sich dabei um eine vorsorgliche Willenserklärung, die benötigt wird, wenn sich ein Patient nicht mehr mitteilen kann. Sie als Angehöriger können mittels der Patientenverfügung dafür sorgen, dass der Wille des Patienten durchgesetzt wird.

Patientenverfügung: Rechtliche Verbindlichkeit
Die Patientenverfügung wird dann rechtlich verbindlich, wenn eine Einwilligung oder Ablehnung des Patienten nicht mehr möglich ist. Der Patient wird dann von einer in der Patientenverfügung genannten Person in jeglichen weiteren Angelegenheiten vertreten. Der Betreuer ist laut Bürgerlichem Gesetzbuch dazu verpflichtet, die Wünsche des Patienten zu befolgen. Die Vertretung wird mittels der Vorsorgevollmacht geregelt.

Die Vorsorgevollmacht: Vertretung des Angehörigen

Ergänzend zur Patientenverfügung sollte, um rechtlichen Stolperfallen zu entgehen, eine Vorsorgevollmacht erstellt werden. In dieser Vorsorgevollmacht können die Patienten Personen angeben, die für das Ausführen der Patientenverfügung zuständig sind. Mit der Vorsorgevollmacht sind Sie legitimiert, Entscheidungen für Ihren Angehörigen zu treffen. Sie treten also als Vermittler für Ihren Angehörigen auf und haben somit absolutes Bestimmungsrecht.

Wie setzen Sie die Rechte des Pflegebedürftigen durch?
Seit 2009 ist die Patientenverfügung, sofern sie schriftlich verfasst wurde, rechtens. Der Arzt muss somit dem Willen dem Patienten in jedem Falle nachkommen. Dennoch werden Patientenverfügungen in vielen Fällen nicht durchgesetzt und rechtlich hinterfragt. Es ist von großer Bedeutung, dass Ihr Angehöriger eine schriftliche Patientenverfügung verfasst. Sonst müssen Sie und der behandelnde Arzt über den Willen des Patienten entscheiden. Es kann sogar ein Vormundschaftsgericht eingeschaltet werden.

Wichtig ist außerdem, dass Ihr Angehöriger sich genau alle möglichen Falle überlegt hat und zu diesen eine Lösung in der Patientenverfügung ausdrückt. Die Patientenverfügung muss genau den Fall regeln, der eintritt. Bei kleinsten Abweichungen oder Unsicherheiten wird die Erfüllung der Patientenverfügung problematisch. Sprechen Sie also mit Ihrem Angehörigen alle Fälle durch, sodass der Wille Ihres Angehörigen später auch berücksichtigt wird. Es empfiehlt sich, eine Patientenverfügung mit fachkundiger Hilfe anfertigen zu lassen.

Patientenverfügung: So setzen Sie den Willen durch
Die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung kann Ihr Angehöriger in einem Dokument verfassen. Wichtig, um rechtliche Fallstricke in jedem Fall zu umgehen, ist die Schriftlichkeit beider Dokumente. Des Weiteren ist es empfehlenswert, beide Dokumente zusätzlich von einem Dritten, dem sogenannten Zeugen, unterzeichnen zu lassen. Auf diesen können Sie dann zurückgreifen, wenn es mit den behandelnden Ärzten doch Unstimmigkeiten gibt.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.03.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Patientenverfügung

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