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Dekubitus-Prophylaxe: Hilfsmittel und Techniken für die Lagerung

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Die beste Dekubitus-Prophylaxe ist die Steigerung der Mobilität und regelmäßige Druckentlastung. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Angehörigen bequem lagern und gleichzeitig seine Eigenbewegungen fördern. Lesen Sie hier Tipps für die richtigen Hilfsmittel und Techniken.

PillowFoto: © Unsplash | Pixabay.com

Bequeme Lagerung

 

Achten Sie zunächst darauf, dass Ihr Angehöriger bequem liegt. Unterstützen Sie eine Seitenlagerung mit so vielen Kissen oder Decken wie nötig, aber so wenig wie möglich. Zu viele Lagerungsmittel sind sehr warm, verrutschen und hemmen die Eigenbewegung. Bauen Sie Ihren Angehörigen nicht mit Kissen zu, sondern unterstützen Sie leicht die Lagerung.

Verwenden Sie lieber eine große zusammengerollte Decke, mit der Sie die Seitenlagerung vom Nacken bis unterhalb des Gesäßes unterstützen. Achten Sie darauf, dass der Arm und die Schulter, auf der Seite, auf der Ihr Angehöriger liegt, frei ist und bewegt werden kann.

Achten Sie darauf, dass die Fersen und Knöchel freiliegen. Knochenvorsprünge und Ellenbogen sind besonders gefährdet, sich wund zu liegen. Wenn Extremitäten aufeinander liegen, legen Sie etwas dazwischen. Es eignet sich ein Handtuch, eine leichte kleine Fleece-Decke oder ein kleines dünnes Kissen.

Wenn an dem Bett, in dem Ihr Angehöriger liegt, die Bettgitter hochgezogen werden, polstern Sie diese mit einem Kissen oder einer Decke ab. Es kann sonst passieren, dass ein Bein oder Arm dazwischen rutscht und sich verklemmt.

Eigenbewegung fördern

 

Legen Sie die Dinge, die für Ihren Angehörigen interessant sind oder benötigt werden, in Reichweite, so dass er sich diese selbst nehmen kann. Dies kann das Getränk sein, die Fernbedienung für den Fernseher, ein Buch oder eine Zeitschrift. Je mehr der Pflegebedürftige selbst tun oder erreichen kann, desto mehr wird er sich selbst bewegen.

Sitzt Ihr Angehöriger im Rollstuhl, achten Sie darauf, dass er nicht im Sitzen herunterrutscht. Fordern Sie ihn auf, sich selbst des Öfteren zurechtzusetzen. Der Platz, an dem sich Ihr Angehöriger aufhält, sollte für ihn interessant sein. Dies kann vor dem Fenster, im Garten, auf dem Balkon oder vor dem Fernseher vor einer interessanten Sendung sein. Wenn es langweilig ist, wird er vermutlich einschlafen, zusammensinken und in eine ungünstige Position rutschen.

Häufiger Lagewechsel

 

Wechseln Sie die Position regelmäßig. Es macht mehr Sinn, wenn Ihr Angehöriger für 2 oder 3 Stunden im Rollstuhl sitzt und zwischendurch wieder zu Bett gebracht wird. Das Sitzen kann sehr anstrengend sein. Es ist mehr gewonnen, wenn er nur solange im Rollstuhl sitzt, wie es bequem ist, er sich selbst zurechtsetzen kann und es nicht zu anstrengend wird.

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Kategorien: Dekubitus

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