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Demente Patienten im Krankenhaus – Tipps

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Sie sind der Schecken jedes Krankenhauses: demente Patienten. Dabei wollen sie meist gar nicht in die Klinik. Und nicht selten dienen „Sachzwänge“ – oft mit zweifelhafter Indikation – als Begründung für eine Einweisung. Doch wie sieht der optimale Umgang von dementen Patienten im Krankenhaus aus, damit eine optimale Pflege garantiert werden kann?

Immer häufiger tendieren beispielsweise Pflegeheime dazu, ihre Bewohner als Notfall in die Rettungsstelle einliefern zu lassen, oft nur aus dem Grund, sich juristisch abzusichern. Es ist reine Glückssache, wenn die diensthabende Pflegekraft bei einer sich verschlechternden Gesundheitssituation eines ihrer Patienten kurzfristig einen Arzt hinzuziehen kann. Ähnliches gilt für den zuständigen Hausarzt oder den ärztlichen Notfalldienst.

Diese sind meist ebenso überlastet und dann verspätet vor Ort; Hausärzte bekommen ihre Leistung zudem noch schlecht honoriert. Folglich werden Bewohner mit akuten Gesundheitsproblemen, beispielsweise mit Fieber, nach Stürzen oder mit Bauchschmerzen, als Notfall in die Klinik gebracht. Und in den allermeisten Fällen lautet eine der vielen schon bekannten Diagnosen bei Multimorbidität: Demenz.

Die demographische Entwicklung verschärft die Situation weiter: Alte, multimorbide Patienten stellen in vielen (nicht nur geriatrischen!) Kliniken die Mehrzahl der Belegung dar. Und da der Anteil dementer Menschen bei Hochbetagten circa ein Drittel beträgt, gibt es keine Abteilung außerhalb der Pädiatrie und Geburtshilfe, die sich diesem Problem nicht stellen muss.

Zudem sind Demenzpatienten häufig von weiteren Krankheiten betroffen. Sie stürzen öfter als ihre Altersgenossen und erleiden Frakturen (ein Fall für die Alterstraumatologie), sie bekommen häufiger Infektionen, wie Pneumonien und Harnwegsinfekte, und sie leiden vermehrt unter Diabetes und Bluthochdruck. Um eine Erkenntnis kommen wir demnach nicht herum: Unsere Krankenhäuser müssen sich diesem Problem stellen und wesentliche strategische Veränderungen vornehmen.

Krankenhäuser müssen auf demente Patienten eingestellt sein

Das Hineinversetzen in die Wahrnehmung und Erlebniswelt dementer Menschen ist eine Kunst, die erlernt werden will. Folgende Punkte sind besonders wichtig:

  • Demenzpatienten können ihre Umgebung oft nicht interpretieren, dies löst Angst aus. Je nach Persönlichkeit wird diese Wahrnehmung mit ängstlichem Rückzug, Panik oder Aggression beantwortet. Der Einfluss des primären Ansprechpartners in dieser Situation kann nicht hoch genug bewertet werden.
  • Ein freundlicher Umgang, die Ansprache mit einem Lächeln selbst in problematischen Situationen, ein Überhören aggressiver oder sogar beleidigender Bemerkungen wirken meist Wunder.
  • Die Gestaltung des Zimmers (z. B. mit Uhr und Kalender), die die Wahrnehmung erleichtert hilft, die Orientierungslosigkeit zu überwinden. Vertrautheit können beispielsweise auch Bilder auf dem Nachttisch vermitteln: vom Ehepartner, dem Enkelkind oder dem Haustier. Die personelle Pflege, optimal an den ersten Tagen des Aufenthaltes immer durch dieselbe Bezugsperson, schafft Vertrautheit. Die Erleichterung im Gesicht der dementen Patienten ist auch für den Laien erkennbar.
  • Zusätzliche Probleme müssen vermieden werden, insbesondere eine Exsikkose (Austrocknung), da Demenzkranke oft zu wenig trinken und dadurch in ein weiteres Delir geraten. Sinnvoll ist die exakte Dokumentation der Trinkmenge. In der Regel sind 1.500 ml anzustreben. 6. Eine inhaltliche Diskussion mit Dementen ist fast immer der falsche Weg. Die argumentative Überzeugung gelingt nicht mehr, wenn komplexe Zusammenhänge die Urteilsfähigkeit übersteigen. Stattdessen sollte beruhigend und tröstend beantwortet werden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.03.2014 aktualisiert.

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