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Demenz: Beaufsichtigung ist keine Pflegebedürftigkeit

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Es klingt paradox, aber die Beaufsichtigung eines demenzkranken Menschen zählt nicht als Pflegebedürftigkeit. Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass die Beaufsichtigung einer Pflegeperson keine Hilfe im Sinne der Pflegeversicherung ist. Daher erhalten die meisten noch nicht einmal die niedrigste Pflegestufe.

Ein demenzkranker Mensch ist oft zeitlich und örtlich desorientiert. Daher ist er in vielen Fällen auf eine 24-stündige Betreuung angewiesen. Körperlich ist er meist noch fähig, sich zu waschen, zu essen oder zu laufen. Würde aber nicht immer eine betreuende Person an seiner Seite stehen und ihn darauf hinweisen, täte er es nicht. Doch dies wird nicht als Pflegebedürftigkeit angesehen.

Bei Demenz oft keine körperliche Beeinträchtigung
Bei Menschen mit Demenz liegen häufig keine körperlichen Beeinträchtigungen vor und deshalb gelten sie nicht als pflegebedürftig. Die 24-stündige Betreuung gilt dabei nur als eine passive Hilfe. Deshalb ist es keine Seltenheit, dass die Antragsteller nicht einmal die niedrigste Pflegestufe zugesprochen kriegen.

Bei dieser Art der Betreuung sei zwar eine zeitliche und örtliche Gebundenheit zu erkennen, aber die Betreuer könnten während dieser Zeit noch andere Dinge erledigen.

Pflegebedürftigkeit: Demenzkranke im Nachteil
Angehörige, die einen demenzkranken Menschen pflegen, wissen, welche Benachteiligung dies für sie und die Kranken bedeutet. Denn die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit ist auch finanziell wichtig.

Beaufsichtigung und Anleitung
Bei der Antragstellung geben daher viele etwas im Bereich "Beaufsichtigung und Anleitung" an. Wichtig zu wissen ist, dass hierzu nur Hilfestellungen zählen, die dem an Demenz erkrankten Menschen den sinnvollen Ablauf einer Handlung zeigen, die Handlungsschritte demonstrieren oder lenken.

Eine alleinige Beaufsichtigung, dass der Erkrankte die notwendige Verrichtung ausübt, reicht dazu nicht aus. Nur eine direkte Anleitung oder Überwachung einer Katalog-Verrichtung wird anerkannt. Dabei ist es auch wichtig, dass die Pflegeperson bei dieser Anleitung zeitlich und örtlich genauso gebunden wird, wie eine Pflegeperson, die diese Hilfestellung manuell ausüben müsste.

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