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Demenz ist nur der Oberbegriff

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Wir scherzen mit dem Wort Demenz, aber im Grunde haben wir so viel Angst um unsere geistige Gesundheit, dass wir uns nicht einmal damit beschäftigen wollen, was Demenz eigentlich bedeutet. Gibt es Unterschiede und welche sind es? Wie können wir vor Demenz vorsorgen und sie verhindern, ohne sie besser kennen zu lernen?

Was versteht man unter Demenz?

Demenz ist der Überbegriff für Erkrankungen, die Symptome hervorrufen, die durch Veränderungen der Gehirnfunktionen verursacht werden. Symptome der Demenz sind zum Beispiel: eine Frage immer wieder zu stellen, sogar an vertrauten Plätzen die Orientierung zu verlieren, die Unfähigkeit Anweisungen zu folgen, Verlust zeitlicher und räumlicher Orientierung, Verweigerung von persönlichen Bedürfnissen wie Sicherheit, Hygiene und Ernährung. Menschen mit Demenz verlieren ihre Fähigkeiten schubweise.

Demenz hat viele Ursachen; manche davon können noch bei Auftreten der Symptome behoben werden.

Die beiden meist verbreiteten Formen der Demenz bei alten Leuten sind Alzheimer Demenz und Multiinfarkt-Demenz, auch vaskuläre Demenz genannt. Diese Typen der Demenz sind unheilbar, auch wenn einige sekundäre Symptome, die man mit der Demenz in Verbindung bringt, behandelt werden können. Der allgemeine Zustand kann dadurch verbessert werden.

Manche Zustände bei Demenz sind behandelbar

Manche Zustände können jedoch wie eine Demenz aussehen, sind aber behandelbar. Deshalb ist es sehr wichtig, sich bei den ersten Symptomen von Demenz genau untersuchen zu lassen. Demenzielle Symptome können nämlich auch von Austrocknung des Gehirns (Dehydration), Vitaminmangel und Unterernährung, als Nebenwirkung von Medikamenten, von Schilddrüsendysfunktionen oder durch Kopfverletzungen verursacht werden.

Solche physisch erklärbaren Ursachen für „Alzheimer Symptome“ können behandelt werden, sodass die Gehirnfunktionen sogar wieder weitgehend hergestellt sind und sich der Mensch erholt. Wenn sie unbehandelt bleiben, verschlimmern sich die Symptome und gehen in den krankhaften Prozess über.

Psychische Probleme nicht als Demenz missverstehen

Manchmal haben ältere Menschen auch psychische Probleme, die als Demenz missverstanden werden können. Depressionen oder Trauer, Einsamkeit, Angst oder Langeweile können auf ältere Menschen, die mit dem Tod des Gatten oder eines Verwandten oder Freundes oder der eigenen Pensionierung konfrontiert sind, größere Auswirkungen haben.

Sich äußerlichen und emotionalen Veränderungen anpassen zu müssen, verwirrt manche Leute oder lässt sie vergesslich werden. Emotionale Probleme können entweder noch von Freunden oder Familie aufgefangen werden oder müssen durch professionelle ärztliche Hilfe unterstützt werden.

Ganz wichtig ist die differenzierte Diagnose eines Arztes, dem auch technische Mittel zur Verfügung stehen. Da der ältere Mensch naturgemäß nicht mehr so flexibel ist und nicht mehr über die Ressourcen verfügt, die ihm von früher bekannt sind, sollten seine emotionalen Probleme ernst genommen werden, um sie möglichst „sauber zu lösen“.

Was ist die Multiinfarkt-Demenz?

Bei der Multiinfarkt-Demenz verursachen kleine Schlaganfälle oder Veränderungen der Blutversorgung im Gehirn den partiellen Niedergang des Zellgewebes in der Hirnmasse. Wo im Gehirn diese kleinen Schlaganfälle passieren bestimmt, wie schlimm die Symptome sind. Symptome, die ganz plötzlich auftreten, können auf eine Multiinfarkt-Demenz hinweisen. Menschen, die eine solche Multiinfarkt-Demenz erleiden, weisen immer wieder Besserung der Symptome auf oder bleiben für lange Zeitabschnitte stabil und ohne Verschlechterung. Die Symptome verschlimmern sich aber rapide, sobald neue Infarkte passieren. Meistens stehen diese im Zusammenhang mit hohem Blutdruck. Die Vermeidung von Infarkten ist der wichtigste Grund, hohen Blutdruck unter Kontrolle zu halten.

Was ist Alzheimer Demenz?

Alzheimer Demenz ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die im Gehirn charakteristische Klumpenbildung, die Amyloid Plaques, und verklebte Fibrillen-Bündel aufweist, die sich aus einem Missverhältnis von verschiedenen Eiweißen im Gehirn bilden.

Unser natürlicher Alterungsprozess ist für die Alzheimerkrankheit der größte Risikofaktor. Die Anzahl der an Alzheimer erkrankten Menschen verdoppelt sich alle fünf Jahre, besonders bei über 65 Jährigen. Es wurden auch Gene entdeckt, die in Zusammenhang mit der Alzheimerkrankheit gebracht werden und darauf schließen lassen, dass eine Vererbung der Krankheit auch möglich ist.

Die Komplexität der Zusammenhänge kombiniert mit vielfältiger Symptomatik erschwert die Erforschung und Behandlung der Alzheimerkrankheit. Wissenschaftler ziehen bei den Untersuchungen neuerdings auch soziale Aspekte wie Erziehung und frühkindliche Erfahrungen, Lebensraum, Kultur- oder Familientraumen in Betracht. Andererseits macht die Forschung Beobachtungen in Bezug auf Viren und andere Mikroorganismen, die dem Gehirn schaden.

Eine konkrete Vorbeugung gegen Alzheimer Demenz gibt es nicht. Der heutige moderne Mensch hat viele Möglichkeiten, die als Salutogenese bezeichnet werden. Sie fördern und erhalten die Gesundheit. Diese drastisch und konsequent ins tägliche Leben einzubauen, legt neue Spuren für das Altwerden.

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Kategorien: Demenz

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Ist Demenz vererbbar?

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