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Demenz: Therapeutische Möglichkeiten bei Schluckstörungen

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Neben vielen anderen Ursachen kann es auch aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses zu Schluckstörungen (Presbyphagie) kommen. Hinzu kommt, dass auch Demenzerkrankungen relativ häufig mit Schluckstörungen einhergehen. Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es?

Dysphagie bei Demenzerkrankten

Beim Essen und Trinken oder auch beim Schlucken des eigenen Speichels kann es zu Störungen des Schluckaktes kommen. Diese Komplikation bezeichnet man als Dysphagie. Sie tritt als Symptom oder Begleiterscheinung bei verschiedensten Erkrankungen oder auch Behinderungen auf, unter anderem auch bei der Alzheimer-Demenz.

Während etwa 7 Prozent der Deutschen von Schluckstörungen betroffen sind, sind es bei genauerer Betrachtung etwa 45 Prozent aller Demenzerkrankten. Die Dysphagie betrifft je nach Schweregrad und Ausprägung die gesamte Nahrungsaufnahme.

Häufig kann der Mund nicht mehr vollständig geschlossen werden, Speisen und Getränke nicht im Mund behalten und bis hin zum Schluckakt transportiert werden. Folgen können Erstickungsanfälle, Gewichtsverlust und Mangelernährung oder allgemeiner eine Verminderung der Lebensqualität sein.

Möglichkeiten der Therapie von Schluckstörungen

Je nach Ursache, genauer Diagnose und Schweregrad sind unterschiedliche Therapiemaßnahmen bei Dysphagie möglich. Wird die Grunderkrankung therapiert, ist häufig eine Rückbildung der Dysphagie zu beobachten. Schluckstörungen im Allgemeinen sind in den meisten Fällen gut zu behandeln, zum Teil allerdings nicht vollständig reversibel/heilbar. Zu den möglichen therapeutischen Ansätzen zählen:

  • adaptive Verfahren
  • kompensatorische Verfahren
  • restituierende Verfahren
  • operative Eingriffe
  • medikamentöse Therapie.

Während adaptive Verfahren sich eher mit Hilfsmitteln zur Unterstützung der Nahrungsaufnahme (Essbegleitung, Ess- und Trinkhilfen) sowie mit der Anpassung der Kost an die Bedürfnisse des Betroffenen (Konsistenz der Nahrung) beschäftigen, geht es bei restituierenden Verfahren zunächst einmal um die Verbesserung der Symptomatik, sofern eine Behandlung der Grunderkrankung möglich ist.

Ist die ursächliche Erkrankung jedoch nicht oder nicht ausreichend therapierbar, greifen kompensatorische Verfahren, die den individuellen Umgang mit der Störung ermöglichen. Dies können beispielsweise Schlucktechniken sein oder besondere Körperhaltungen, die zumindest eine Verbesserung der Symptomatik und damit der Lebensqualität erreichen.

Neben manchmal notwendigen operativen Eingriffen, die die weitere orale Ernährungsweise erhalten / ermöglichen sollen, kommen zum Teil auch Medikamente zum Einsatz. Dies betrifft allerdings meist die Behandlung der Grunderkrankung beziehungsweise die Schluckstörung als solche.

Tipps und Tricks bei Dysphagie

  • Das Kölner Dysphagiezentrum berät Betroffene, diagnostiziert und bildet Menschen mit Schluckstörungen sowie deren Angehörige fort.
  • Rezepte liefert das Buch "Ernährung bei Schluckstörungen" von Borsario GD, Hund-Wissner E, Husemeyer M aus dem Kohlhammer Verlag (Stuttgart )
  • 1. Hilfe: Anpassung der Nahrungskonsistenz: Passieren, Pürieren, Teilpürieren. Anpassung der Konsistenz von Flüssigkeiten: Andicken mit Honig, Nektar, Pudding oder speziellen Produkten aus der Apotheke (kohlensäurehaltige Getränke sind dafür nicht geeignet)
  • Außerdem ist darauf zu achten, die Flüssigkeitszufuhr sicher zu stellen und hochkalorische Kost anzubieten, um Mangelernährung vorzubeugen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

Kategorien: Demenz, Schluckstörungen

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