OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Demenz: Tipps für den Umgang mit erkrankten Angehörigen

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Demenz kommt in vielen Formen vor – meist als Alzheimer-Krankheit. Trotz der Unterschiede bei den Erkrankungen bleibt eine Frage: Wie können Sie sich im Alltag mit einem demenzerkrankten Angehörigen verhalten?

alte Dame schaut in die KameraFoto: © geralt | Pixabay.com

Demenz: Alles wird anders

Der Alltag mit einem Demenzerkrankten ist kompliziert, da Sie mit ihm nicht mehr in der gleichen „Welt“ leben. Situationen werden unterschiedlich verstanden, und Sie können sein Verhalten nicht immer nachvollziehen. Auf außergewöhnliche und unvorhersehbare Situationen müssen Sie sich einstellen. Der Demenzerkrankte ist darauf angewiesen, dass auf seine Gefühle und Bedürfnisse eingegangen wird, damit er in „seiner Welt“ nicht allein und hilflos ist. Hier müssen ihm pflegende Angehörige zur Seite stehen. Nur wie soll das im Alltag aussehen?

Demenz erfordert eher Kontakt als Funktion

Wenn Sie Ihren Angehörigen unvermittelt fragen, ob er etwas essen möchte (Funktion), überfordert ihn das in einem fortgeschrittenen Stadium der Demenz. Beginnen Sie ein kleines Gespräch (Kontakt), in das Sie das Thema „Essen“ einbinden, damit der Erkrankte sich darauf einstellen kann.

Demenz ist nicht gleich völlige Unselbstständigkeit

Versuchen Sie dafür Sorge zu tragen, dass Ihr Angehöriger auch Dinge allein tut. Nehmen Sie ihm nicht alles ab, nur weil es länger dauert oder er nicht alles richtig macht. Ist die Strickjacke einmal falsch geknöpft, ist das nicht so wichtig wie das Erfolgserlebnis, sie allein zugeknöpft zu haben. Müssen Sie den Fehler korrigieren, warten Sie ein Weilchen, bevor Sie das tun.

Bei Demenz erst versuchen zu verstehen

Demenz führt zu ungewöhnlichem Verhalten, das Sie verwirren oder stören wird. Bevor Sie etwas tun, versuchen Sie erst zu verstehen, was der Demenzerkrankte mit dem Verhalten bezweckt. Wo in seiner inneren Welt befindet er sich? Wie nimmt er Sie gerade wahr? Je mehr Sie verstehen können, desto angemessener können Sie reagieren und so Konflikte vermeiden.

Demenz: Persönlichkeit zählt

Die Techniken beim Umgang mit Demenzerkrankten sind weniger wichtig als ein aufrichtiges Verhalten dem Demenzerkrankten gegenüber. Verstellen Sie sich nicht, denn auch wenn Ihr Angehöriger dement ist, wird er merken, wenn Worte und Taten nicht zusammenpassen.

Jede Demenz ist individuell

Demenzerkrankungen folgen nicht bestimmten Stadien, in denen man sagen könnte: „In dieser Krankheitsphase wollen Demenzerkrankte nur noch das essen, was sie als Kinder mochten“, oder Ähnliches. Eine Demenz verläuft immer individuell, so dass Sie die Besonderheiten und Bedürfnisse Ihres Angehörigen kennen und verstehen lernen müssen.

Demenz verlangt Grenzen

Sie werden im Alltag kaum darum herum kommen, einen Rahmen oder Grenzen für das Verhalten des Erkrankten zu setzen. Das können Demenzerkrankte, da sie in der Regel nicht psychotisch sind, sowohl verstehen als auch umsetzen.

Eine Demenz kann zu empfundenen Notsituationen führen

Sie sollten für Ihren Angehörigen sichtbar und ansprechbar sein. Durch seine Erkrankung kann er in empfundene Notsituationen geraten, die ihn tief verunsichern. Dann ist es wichtig, dass er sie problemlos erreichen kann. Auch wenn Demenzerkrankte sich zurückziehen, müssen Sie die Möglichkeit haben, Kontakt aufzunehmen.

Bei Demenz dem Erkrankten Zeit lassen

Pflegen Sie mit Ihrem Angehörigen Kontakt, bei dem sie pflegerisch nichts von ihm wollen. Verbringen Sie Zeit mit ihm, in der Sie entspannt abwarten, damit er selbstständig etwas anfangen kann, das ihn beschäftigt.

Demenz verlangt andere Maßstäbe

Zum Beispiel: Sind Sie sehr ordnungsliebend, und Ihr demenzerkrankter Angehöriger ist unordentlich? Dann widerstehen Sie der Versuchung, alles bei ihm zu ordnen. Ein wenig Unordnung, mit der Ihr Angehöriger gut zurecht kommt, schadet nicht. Lassen Sie ihm seine Gewohnheiten.

Bei Demenz müssen Sie verzeihen lernen

Mit einem Demenzerkrankten eine normale soziale Situation herbeizuführen und beizubehalten ist sehr schwierig. Es wird immer wieder vorkommen, dass der Erkrankte seinem Gefühl folgt und nicht den Regeln. Verzeihen Sie ihm, auch wenn Sie sich ärgern. Und verzeihen Sie sich, wenn Sie selbst falsch handeln und dabei die Nerven verlieren.

Demenz: Der Kranke braucht seinen Tagesablauf

Nicht nur ein geregelter Tagesablauf ist wichtig, sondern die Berücksichtigung des gewohnten Tagesablaufs Ihres Angehörigen. Lassen Sie ihn zu seiner gewohnten Zeit aufstehen, frühstücken etc. Das ist besser als ein unausgeschlafener Kranker, der noch gar keinen Appetit hat und das halbe Frühstück stehen lässt.

Demenz kann ratlos machen

Stellen Sie sich vor, Sie fragen Ihren Angehörigen, ob er etwas möchte. Er reagiert gereizt oder sagt etwas Unverständliches. Sie sind ratlos. Das können Sie ihm auch sagen, nämlich, dass Sie nicht wissen, was jetzt das „Richtige“ ist, oder dass Sie finden, es ginge ihm nicht gut. Machen Sie Vorschläge, und warten Sie auf sein Einverständnis. Passiert nichts, lassen Sie ihn eine Zeitlang in Ruhe und fragen Sie später noch einmal. Lassen Sie dem Erkrankten lieber Zeit, als ihn zu irgendetwas zu drängen.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 07.05.2016 aktualisiert.

Bewerten Sie diesen Artikel

Demenz: Tipps für den Umgang mit erkrankten Angehörigen
5 Sternen.


Demenz

Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Auf welche Leistungen habe ich Anspruch? Wie stelle ich einen Antrag bei meiner Pflegekasse? Wie wird ein Pflegegrad ermittelt?

Kostenlose Online-Beratung!


Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Umgang mit Demenzerkrankten

Der Umgang mit Demenzerkrankten ist nicht immer leicht. Besonders in späteren Krankheitsstadien wirkt das Verhalten der Demenzerkrankten oft befremdlich, sodass von den Angehörigen viel Verständnis und Geduld gefordert ist.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.