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Demenz und Depression mit einfachen Fragen unterscheiden

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Viele ältere Menschen haben vereinzelt Gedächtnisprobleme. Dies ist bis zu einem gewissen Grad alterstypisch; doch wenn die Einschränkungen zunehmen und auch weitere Probleme hinzukommen, kann eine Erkrankung dahinterstecken. Nicht immer ist jedoch eine Demenz die Ursache, auch Depressionen können zum Abbau kognitiver Fähigkeiten führen. Wie können Sie beide Störungen voneinander unterscheiden?

Auch im Alter können Depressionen erstmals auftreten, da in diesem Lebensabschnitt häufig körperliche Einschränkungen und Krankheiten den Tagesablauf verändern und früher Selbstverständliches (z. B. Sport, Gartenarbeit) nicht mehr wie gewohnt ausgeführt werden kann. Manchmal können Ihre Angehörigen die negativen Emotionen jedoch nicht direkt ansprechen; stattdessen fallen Ihnen andere Symptome, wie Gedächtnisstörungen oder ein Rückzugsverhalten, auf.

Typische Anzeichen der Depression im Alter

Nicht immer lassen sich eine Demenz und eine Depression bei älteren Personen klar voneinander trennen. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die vergleichsweise typisch für depressive Verstimmungen sind. So beziehen sich die auftretenden kognitiven Defizite vor allem auf das Erinnerungsvermögen, wobei sowohl das Langzeit- also auch das Kurzzeitgedächtnis betroffen sind. D.h., Sie beobachten, dass Ihre Angehörigen nicht nur Probleme haben, sich Geschehnisse zu merken, die erst wenige Minuten zurückliegen, sondern auch bedeutende Ereignisse, die vor Jahren passiert sind, schlechter erinnern.

Bei einer Demenz hingegen sind genau diese Informationen meist gut erhalten, während das Kurzzeitgedächtnis mehr Störungen aufweist. Bei Demenz versuchen Betroffene häufig, die Defizite zu verbergen, sie gestehen sich keine Einschränkungen ein oder reagieren mit Abwehr, wenn Sie die Probleme ansprechen.

Bei von Depressionen Betroffenen hingegen erfolgen kaum Kompensations- oder Erklärungsversuche; d. h. Betroffene geben sich die Schuld für ihr "Versagen", resignieren oder geben auf. Zudem zeigen sich kaum Defizite in der Konzentration oder der Orientierung; depressive Ältere können also meistens korrekt Auskunft zur Tageszeit oder darüber, wo sie sich befinden, geben. Die für Demenz typischen Verwirrtheitsphasen treten hier nicht auf.

Wie Sie auf Anzeichen einer Depression reagieren können

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Angehörigen sich in einer depressiven Phase befinden, dann sprechen Sie diese darauf an. Wählen Sie dabei eine altersgerechte, leicht verständliche Sprache. So können Sie Ihre Angehörigen etwa fragen, ob diese sich häufig unruhig fühlen oder sogar manchmal sehr ängstlich sind.

Wird dies bejahrt, dann können Sie weiter fragen, ob es ganz bestimmte Ängste gibt, die Ihr Gegenüber auch benennen kann (etwa Angst vor Krankheit) bzw. ob diese Gefühle in der letzten Zeit zugenommen haben. Weiterhin können Sie Angehörige fragen, ob diese sich häufig traurig fühlen und was aus deren Sicht ein Grund für diese Empfindungen sein kann. Häufig werden dabei körperliche Einschränkungen, der Tod von Freunden oder eine zunehmende Einsamkeit als negative Faktoren genannt.

Machen Sie Ihren Angehörigen darauf aufmerksam, dass diese Niedergeschlagenheit auch eine Krankheit sein kann und sprechen Sie gemeinsam den Hausarzt auf Ihre Vermutung hin an. Im Gegensatz zu einer Demenz, die trotz Behandlung meist fortschreitet, kann eine Depression auch im Alter mit der richtigen Medikation oder einer Psychotherapie oftmals effektiv behandelt werden, sodass sich die Lebensqualität Ihres Angehörigen verbessern lässt.

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Kategorien: Demenz

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