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Demenz und die Sicherheit in der Wohnung

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Die meisten Menschen möchten solange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung leben. Bei Menschen mit zunehmender Demenz stellt sich irgendwann die Frage, wie dies möglich ist, ohne dass sie sich selbst und ihre Umgebung gefährden. Berichte über Unfälle durch Verbrühungen, ein vergessenes Bügeleisen oder anderes liest man häufig in der Zeitung.

Problem: Umorientierung

Maßnahmen zur Wohnraumanpassung können allerdings auch zu Orientierungsproblemen führen. Die Alltagsfähigkeiten können sich dadurch verschlechtern. Hier gilt die goldene Regel “so wenig wie möglich, so viel wie nötig“.

Achten Sie darauf, nicht zuviel auf einmal zu verändern. Häufig müssen die Veränderungen gemeinsam mit dem Erkrankten getestet werden. Manchmal braucht es mehrere Anläufe, bis ein brauchbares Ergebnis erreicht wird.

Die Wohnung Demenzkranker nach und nach verändern

Beginnen Sie mit diskreten Veränderungen, um Ihren Angehörigen nicht zu sehr zu irritieren. Sonst kann es passieren, dass Ihr Angehöriger sich in der eigenen Wohnung nicht mehr zurechtfindet. Der Gesamtzustand kann sich verschlechtern.

  • Sorgen Sie für gute Beleuchtung

    Dunkelheit erhöht die Sturzgefahr, besonders bei nächtlichen Toilettengängen. Bewegungsmelder, mit denen dunkle Ecken ausgeleuchtet werden, schaffen hier Abhilfe. Diese können in die Steckdose gesteckt oder auf einer Kommode aufgestellt werden. Die sicherste Methode ist, sie an Wand oder Decke aufzuhängen. Dort können sie nicht entfernt oder weggeräumt werden.

  • Stellen Sie das Heißwassergerät auf eine niedrige Temperatur

    Demenzkranke können die Wassertemperatur beim Baden oder Duschen häufig nicht richtig einschätzen. Dies kann zu lebensgefährlichen Verbrühungen durch zu heißes Badewasser führen. Stellt Ihr Angehöriger die Temperatur immer wieder hoch, kann man einen Temperaturbegrenzer in das Gerät einbauen lassen.
  • Versehen Sie Fenster oder Balkontüren in oberen Etagen mit abschließbaren Fenstergriffen oder Riegeln.

    Die Fenster sollten sich kippen und einen Spalt öffnen, nicht aber "sperrangelweit" aufmachen lassen.

  • Sorgen Sie für rutschfeste Einlagen in Wanne oder Dusche

    Entfernt Ihr Angehöriger eine eingelegte Matte, kleben Sie rutschhemmende Aufkleber auf den Boden der Wanne oder Dusche.

  • Besorgen Sie Geräte, die sich selbst abschalten.

    Achten Sie darauf, dass der Wasserkocher, die Kaffeemaschine oder das Bügeleisen sich selbst abschalten. Sonst können die Geräte vergessen werden und Brände auslösen. Besonders eignen sich Kaffeemaschinen mit Thermoskanne.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.04.2015 aktualisiert.

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Wer übernimmt die Kosten für einen Umbau in der Wohnung?

Hilft ein Gedächtnistraining gegen Demenz?

Ist die Demenz eine normale Alterserscheinung?

Ist Demenz vererbbar?

Fühlen Menschen mit Demenz „anders“?

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