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Demenz: Wie gehen Sie als Angehöriger mit der Diagnose um?

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Ihr Angehöriger hat sein einiger Zeit die Diagnose Demenz und Sie fragen sich, wie Sie richtig mit der Person umgehen sollen? Das Krankheitsbild ist gerade für die Angehörigen eine Herausforderung und der Umgang mit Demenz erfordert einiges an Stärke. In diesem Artikel bekommen Sie Tipps für den Umgang mit einem Demenzpatienten.

Klären Sie Behandlungsmöglichkeiten ab

Bei der Diagnose Demenz sollten Sie mit Ihrem Angehörigen so früh wie möglich zu einem Arzt gehen, um Herzinsuffizienzen mit mangelhafter Sauerstoffversorgung, schlecht eingestellten Diabetes, Vitamin-B1-Mangel oder Drucksteigerungen im Hirn auszuschließen, beziehungsweise so früh wie möglich Behandlungsmöglichkeiten zu finden.

Achten Sie auf persönliche Bedürfnisse

Wenn Sie sich unter anderem um die Körperpflege Ihres an Demenz erkrankten Angehörigen kümmern, achten Sie auf dessen Bedürfnisse. Unter Umständen möchte dieser an manchen Tagen nicht geduscht werden oder er hat bestimmte Gewohnheiten im Tagesablauf, die Sie nicht untergraben sollten. So fühlt sich der Angehörige besser verstanden und aufgehoben.

Selbstständigkeit fördern

Beim Umgang mit Demenz sollten Sie beachten, dass der Angehörige zwar eingeschränkt ist, aber nicht komplett hilflos. Finden Sie heraus, was die Person noch selbstständig kann und erhalten Sie ihm seine Würde. Fördern Sie Fähigkeiten so lange es möglich ist, denn die Selbstständigkeit ist mit das Schlimmste, was man verlieren kann.

Pflegen Sie Rituale

Strukturieren Sie beim Umgang mit Demenz wiederkehrende Rituale. Wenn Sie jeden Morgen aus der Zeitung vorlesen, gemeinsam am Nachmittag Kaffee trinken oder zusammen abends Nachrichten schauen, gibt das Ihrem Angehörigen ein Gefühl der Sicherheit. Halten Sie diese Rituale unbedingt ein und sorgen Sie für Ersatz, wenn Sie verhindert sind. Fragen Sie Ihren Angehörigen auch, welche Aktivitäten ihm am meisten Spaß machen.

Sorgen Sie für Sicherheit

Neben der Sicherheit, die der Demenzkranke durch die Rituale erhält, sollten Sie auch auf die Sicherheit innerhalb der Wohnung achten. Wenn Ihr Angehöriger oft und gerne kocht, sollten Sie das Ausschalten des Herdes mit ihm üben und auch zu einem Ritual machen.

Wenn Ihr Angehöriger in einem fortgeschrittenem Demenzstadium ist, sollte der Herd von der Stromversorgung abgeklemmt werden, Heizdecken entfernt und unter Umständen gefährliche Gegenstände aus der Wohnung geräumt werden.

Formulieren Sie kurze, klare Sätze

Es hilft beim Umgang mit Demenz-Erkrankten ungemein, wenn die Kommunikation gut funktioniert. Sprechen Sie also in kurzen, klaren Sätzen und vermeiden Sie es zu flüstern. Begeben Sie sich bei Ihren Gesprächen auf gleiche Augenhöhe und reden Sie nicht von "oben herab".

Seien Sie dabei unbedingt geduldig und vermitteln Sie Ihrem Angehörigen nicht das Gefühl, er sei eine Last, sonst besteht die Gefahr, dass er sich vollkommen verschließt. Ihre gute Laune überträgt sich automatisch auf Ihren Angehörigen und ist nebenbei auch für Sie gesund. Wenn Ihr Angehöriger Sie nicht mehr versteht, können Sie über Berührung und Blicke für Verständigung sorgen. Körperkontakt kann etwas sehr wichtiges und elementares für einen Demenzpatienten darstellen.

Seien Sie beim Umgang mit Demenz-Patienten unbedingt geduldig und denken Sie daran, dass das Verhalten ein Symptom der Erkrankung ist und nichts mit dem Intellekt zu tun hat. Wenn Sie Ihrem Angehörigen kleine Aufgaben geben, wird er sich gebraucht und wichtig fühlen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.03.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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Demenz ist Oberbegriff für Erkrankungen des Gehirns, die vorwiegend im Alter auftritt. Sie beeinträchtigt unter anderem das Gedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache, Motorik, Orientierung, aber auch die Gemütslage und die sozialen Fähigkeiten.

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