OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Demenz: Wie Sie einen Arztbesuch gut vorbereiten können

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Menschen mit Demenz leiden – wie viele ältere Menschen – an mehreren, unterschiedlichen Erkrankungen. Zur Kontrolle und regelmäßigen Überwachung werden von Zeit zu Zeit Besuche beim Arzt notwendig. Häufig lehnen Arztpraxen Hausbesuche ab, solange Betroffene noch das Haus verlassen können. Manchmal können notwendige Untersuchungen nicht zu Hause durchgeführt werden.

Problematische Arztbesuche mit Demenzerkrankten

Weil Ihr Angehöriger mit Demenz sich häufig nicht mehr selbst äußern und seine körperlichen Symptome auch nicht mehr richtig zuordnen kann, liegt es an Ihnen, sich auf den Arztbesuch vorzubereiten.
Das Unverständnis über die Situation seitens des Demenzkranken ist dabei natürlich alles andere als hilfreich.

Lesen Sie hier deshalb einige Tipps, wie Sie einen Demenzkranken auf den Arztbesuch vorbereiten können und worauf Sie in der Praxis im Vorfeld hinweisen sollten:

  • Informieren Sie die Praxis über die Schwere der Demenzerkrankung und den Zustand Ihres Angehörigen.

    Weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass das Warten im Wartezimmer zu einer enormen Belastung für den Erkrankten werden kann. Bestehen Sie darauf, dass Ihr Angehöriger zur vereinbarten Zeit umgehend behandelt wird.

  • Wählen Sie eine Tageszeit für den Arztbesuch, zu der die Verfassung Ihres Angehörigen dies am besten zulässt.

    Wenn er müde oder hungrig ist, kann das Verlassen des Hauses und der Aufenthalt in einer fremden Umgebung zu einer enormen Belastung werden und Unmut oder Ärger hervorrufen.

  • Beobachten Sie Ihren Angehörigen genau wegen Symptomen, die im Zusammenhang mit seinen sonstigen Erkrankungen stehen und machen Sie sich entsprechende Notizen.

    Bei der Befragung durch den Arzt wird dem Demenzkranken sicher nicht einfallen, dass er in den vergangenen Tagen Schmerzen beim Laufen hatte.
    Es kann auch sinnvoll sein, Ihre Beobachtungen dem Arzt bereits vorab telefonisch oder schriftlich vorlegen zu lassen.
    So vermeiden Sie Situationen, in denen die erkrankte Person ärgerlich wird und behauptet, dass alles, was Sie berichten, Unsinn sei.

  • Bereiten Sie Ihren Angehörigen auf den anstehenden Arztbesuch vor.

    Hängen Sie Zettel in der Wohnung auf, die ihn daran erinnern. Häufig wird ein Arztbesuch für den Erkrankten als Aufforderung angenommen, vorher zu baden oder zu duschen. Schließlich möchte man nicht schmutzig beim Arzt erscheinen.

  • Nehmen Sie Sorgen und Bedenken des Demenzkranken im Hinblick auf den Arztbesuch ernst.

    Häufig steht die Sorge im Hintergrund, ins Krankenhaus eingewiesen zu werden oder schmerzhafte Untersuchungen über sich ergehen lassen zu müssen.
    Sagen Sie Ihrem Angehörigen zu, dass Sie ihn keinesfalls alleine lassen werden. Bestehen Sie darauf, ins Untersuchungszimmer mit eingelassen zu werden. Es schadet niemandem, wenn Sie beispielsweise bei einer Ultraschall-Untersuchung dabei sind.

  • Vergessen Sie den Zahnarzt nicht.

    Menschen mit fortschreitender Demenz können Beschwerden oder Schmerzen nicht mehr konkret zuordnen oder äußern. Die Ablehnung von Mahlzeiten oder das ständige Herausnehmen der Zahnprothese können Hinweise auf Zahnschmerzen oder eine schlecht sitzende, störende Prothese sein.
    Im Laufe der Zeit kann sich ein Kieferknochen verändern und schmerzhafte Druckstellen entstehen. Beobachten Sie das Verhalten und geben Sie dem Zahnarzt die entsprechenden Hinweise.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2015 aktualisiert.

Schlagwörter: , ,

Kategorien: Demenz

Bewerten Sie diesen Artikel

Demenz: Wie Sie einen Arztbesuch gut vorbereiten können
Vielen Dank.


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Auf welche Leistungen habe ich Anspruch? Wie stelle ich einen Antrag bei meiner Pflegekasse? Wie wird ein Pflegegrad ermittelt?

Kostenlose Online-Beratung!


Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Demenz

Demenz

Demenz ist Oberbegriff für Erkrankungen des Gehirns, die vorwiegend im Alter auftritt. Sie beeinträchtigt unter anderem das Gedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache, Motorik, Orientierung, aber auch die Gemütslage und die sozialen Fähigkeiten.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.