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Demenzkranke sammeln, verlieren und suchen

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Vielleicht haben Sie es auch schon bei Ihrem Familienmitglied bemerkt: Im Verlauf der Erkrankung entwickelt der eine oder andere Betroffene eine richtige Sammelleidenschaft. Da stapeln sich plötzlich leere Joghurtbecher oder Servietten in den Schränken. Der Erkrankte bringt es scheinbar nicht über sich, etwas wegzuwerfen. Gleichzeitig verlegt er ständig Dinge, die er dann verzweifelt sucht.

Konflikte zwischen Ihnen und dem demenziell Erkrankten

Nicht selten stellt das Sammeln, Verlegen und Suchen einen möglichen Konfliktpunkt dar, da Angehörige beschuldigt werden, etwas gestohlen zu haben. Als gesunde Menschen wiederum machen Sie sich Sorgen, dass die Sammelleidenschaft auch negative Auswirkungen haben kann, etwa wenn benutztes Inkontinenzmaterial heimlich in Schränken gehortet wird.

Tipps im Umgang mit dem Sammeln, Verlieren und Suchen

In diesem Artikel haben wir vier Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen den Umgang mit dem Erkrankten erleichtern können:

  1. Lassen Sie das Suchen und Sammeln ruhig zu, beides kann dem Menschen mit Demenz als Beschäftigung dienen und daher auch beruhigend wirken. Demenzerkrankte haben durch das „sich vergewissern“ das Gefühl, die Kontrolle wieder herzustellen.
  2. Wurde etwas „verloren“ und die Stimmung des Erkrankten schlägt möglicherweise in Gereiztheit oder Verärgerung um, so gehen Sie auf die Gemütslage des Betroffenen beruhigend ein. Bieten Sie Hilfe bei der Suche an, statt darauf zu pochen, dass die Sachen vom Erkrankten selbst verlegt wurden.
  3. Geben Sie Möglichkeiten zum Suchen und Sortieren. So können Sie z. B. Gegenstände von ständigem Interesse in Themenboxen ordnen. Dinge, die an den früheren Beruf, die Haushaltsführung oder Freizeitbeschäftigungen erinnern, finden leicht Platz in diesen Kisten. Versehen Sie diese mit einem thematischen Foto, sodass der Erkrankte bereits schon vor dem Öffnen der Kiste eine Ahnung bekommt, was er vorfinden wird.
  4. Ermöglichen Sie aber auch das Sammeln von lieb gewonnenen Gegenständen. Diese können ebenfalls thematisch in Kisten oder Schubladen sortiert werden. Allerdings müssen Sie hier abwägen, ob die gesammelten Gegenstände potenziell gefährlich (Lebensmittel) oder unhygienisch (Inkontinenzmaterial) sind.
    Ein Stapel ausgespülter Joghurtbecher oder alte Käseschachteln hingegen sind völlig unbedenklich. Wenn die Zahl der gesammelten Gegenstände allerdings überhand nimmt, dann reduzieren Sie bei Gelegenheit unauffällig die Sammlung um ein paar Exemplare.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.04.2015 aktualisiert.

Schlagwörter:

Kategorien: Alzheimer

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