Demenzkranke sind pflegeintensiver

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Menschen, die an Demenz erkranken, leiden häufig unter einem schnellen Abbau der geistigen Fähigkeiten. Während sie körperlich noch zu vielem fähig sind, wissen sie nicht wann oder wie sie die ein oder andere alltägliche Tätigkeit ausüben sollen. Dies stellt pflegende Angehörige vor besondere Herausforderungen.

Laufen, stehen, essen – anfangs können Demenzkranke diese Tätigkeiten aus körperlicher Sicht noch ausüben. Allerdings fehlen ihnen die entscheidenden Informationen dazu. Wann, wo und wie – das sind die Fragen, die Demenzkranke nicht mehr zu beantworten wissen. Für die Pflege ist dies eine große Herausforderung, die den Angehörigen oft einiges abverlangt.

Pflege ohne Pause

24 Stunden am Tag müssen Demenzkranke betreut werden. Anfangs noch stark mit Anleitungen und Ermahnungen, die eine oder andere Tätigkeit auszuüben. Später dann mit einer rundum Pflege.

Starke Beanspruchung durch die Pflege

Die Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen kann sich durch den anfänglich guten körperlichen Zustand, aber die stark abnehmenden geistigen Fähigkeiten über einige Jahre erstrecken. Ein Zustand der viele pflegende Angehörige auch psychisch stark belastet. Neben dem schleichenden Verfall, erleben sie auch häufig die starke Veränderung der Persönlichkeit des Erkrankten.

Emotionale Distanzierung

Misstrauen, Aggressivität, geistiger Abbau, Verständigungsprobleme und die Tatsache, irgendwann von dem Angehörigen nicht mehr erkannt zu werden belasten den pflegenden Angehörigen oft stark. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass es bei vielen Angehörigen zu einer emotionalen Distanzierung kommt.

Besonders bei Demenzkranken fehlt den Angehörigen die Dankbarkeit für die Zuwendung. Auch wenn sie wissen, dass dies den Angehörigen wegen der Krankheit oft nicht möglich ist, vermissen sie die Anerkennung für ihre oft aufreibenden Bemühungen und sind verletzt.

Häufig vollstationäre Pflege

Hinzu kommt, dass die meisten Angehörigen unter der rund um die Uhr Betreuung nicht nur psychisch, sondern auch gesundheitlich stark leiden. Den wenigsten pflegenden Angehörigen gelingt es die Betreuung über Jahre ohne Hilfe zu bewerkstelligen. Dementsprechend ist die Anzahl der Demenzkranken, die ambulant oder vollstationär gepflegt werden, deutlich höher, als bei den Pflegebedürftigen ohne Demenz. Dies belegt der Pflegereport 2010 der GEK (siehe Schaubild).

Ratsam: Bei der Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen ist es ratsam, sich von Anfang an Hilfe zu nehmen. Dies entlastet Sie als Angehörigen, verhindert eine schnelle emotionale Distanzierung und schenkt Ihnen ein wenig Zeit für sich.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.10.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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