Demenzpatienten werden pflegebedürftig

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An Demenz erkrankte Menschen werden immer häufiger zum Pflegefall. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Pflegende Angehörige stehen dann vor der belastenden Aufgabe der Pflege des Patienten. Mit diesen wertvollen Tipps und Hinweisen werden Sie die Pflege Ihres Angehörigen meistern.

Aus dem Pflegereport 2010 der BARMER GEK geht hervor, dass mehr Frauen als Männer aufgrund der Demenzkrankheit zum Pflegefall werden. Konkret bedeutet das, dass fast die Hälfte der Frauen (in den Jahren 2005 bis 2009 Verstorbene) pflegebedürftig und dement war. Bei den Männern waren es hingegen nur 25 Prozent. Nur ein Viertel aller Frauen war nicht dement und nicht pflegebedürftig, bei den Männern waren es 42 Prozent.

Bedeutet Demenz gleichzeitig Pflegebedürftigkeit?

Mit Demenz kann man leben. Eine Demenzkrankheit bedeutet nicht gleichzeitig, abhängig zu sein und Pflege in Anspruch nehmen zu müssen. In den anfänglichen Stadien der Demenz ist ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben möglich.

Einkaufen, Treppen steigen, sportliche Betätigungen – all das ist mit Demenz möglich. Erst in den Endstadien der Demenz wird ein Mensch zum Pflegefall und kann sich nicht mehr um sich selbst kümmern. Der Patient braucht einen Antrieb, eine Person, die ihm sagt, wann was erledigt werden muss.

Mit Demenzkranken umgehen

In den ersten Stadien der Demenz fällt es Angehörigen leicht, sich um den Patienten zu kümmern. Kleine Vergesslichkeiten und Aussetzer werden unbesorgt übersehen, alle bisherigen Gewohnheiten bleiben bestehen. Erst im mittleren und im Endstadium wird es für alle Betroffenen eine große Herausforderung. Wie geht man als Angehöriger am besten mit einem Demenzkranken um?

Pflegende Angehörige von Demenzkranken haben häufig mit dem schwierigen Verhalten ihrer Liebsten zu kämpfen. Die Weglauftendenz, Aggressionen und Depressionen machen die Pflege eines Demenzpatienten zu einer großen Herausforderung. Wichtig ist: Ihr Angehöriger belastet Sie nicht absichtlich. Das sollten Sie sich stets in Erinnerung rufen.

Demenzpatienten reflektieren sich nicht mehr selbst und erkennen nicht, wie sie sich ihren Mitmenschen gegenüber verhalten.

Im Folgenden lesen Sie ein paar Tipps, wie Sie mit einem Demenzpatienten am besten umgehen:

  • Strukturierter Tagesablauf mit festen Gewohnheiten: Versuchen Sie, Ihrem Angehörigen Regelmäßigkeiten zu bieten. Das bedeutet, dass die Mahlzeiten immer zur gleichen Zeit eingenommen werden sollten. Auch Lesestunden o. Ä. sollten immer zum gleichen Zeitpunkt veranstaltet werden.
  • Selbstständigkeit bewahren: Lassen Sie Ihren Angehörigen so viele Dinge wie möglich selbst erledigen. So wird ihm ein Gefühl der Selbstbestimmtheit vermittelt und gleichzeitig hat Ihr Angehöriger eine Aufgabe, die ihn vorantreibt.
  • Klare Anweisungen: Demenzkranke verstehen lange Schachtelsätze nicht mehr. Wenn Sie Ihrem Angehörigen auf etwas hinweisen möchten, dann tun Sie dies in kurzen Sätzen, mit direktem Blickkontakt und lauter, klarer Stimme.
  • Seien Sie geduldig: Wenn Ihr Angehöriger Aufgaben erledigt, dauert das meistens länger. Denken Sie nicht “Ich hätte das alles schneller gekonnt”, sondern geben Sie Ihrem Angehörigen die nötige Zeit.
  • Wichtig ist: Holen Sie sich auch professionelle Hilfe. Mit einem Pflegefachpersonal oder Tipps von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist die Aufgabe, einen Demenzpatienten zu pflegen, viel leichter zu lösen.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.10.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

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Häufig gestellte Fragen

Fühlen Menschen mit Demenz “anders”?

Hilft ein Gedächtnistraining gegen Demenz?

Sind Demenz und Alzheimer das Gleiche?

Ist die Demenz eine normale Alterserscheinung?

Ist Demenz vererbbar?

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