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Demenztests – erkennen Sie, ob Ihr Angehöriger an einer Demenz leidet

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Uhrentest, MMST, Zahlenverbindungstest, Gedächtnisstörungen – es gibt eine Vielzahl an Demenztests und Beobachtungen, die zur Diagnostik einer Demenz dienen. Einige davon sind so einfach, dass Sie diese selbst durchführen können. Lesen Sie hier, welche Testergebnisse und Beobachtungen auf eine beginnende Erkrankung hinweisen können.

Was ist Demenz?

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungen, die mit einem Muster an Symptomen einhergehen. Dazu zählen:

  • ausgeprägte Gedächtnisstörungen
  • Verminderung der Urteilsfähigkeit und des Denkvermögens
  • verminderte Kontrolle des Affektes (Gemütskontrolle)
  • veränderter Antrieb und Sozialverhalten
  • mindestens eine der folgenden Störungen:
    – der Sprache (Aphasie)
    – des Handelns (Apraxie)
    – des Erkennens (Agnosie)

Diese Veränderungen müssen mindestens ein halbes Jahr beobachtet werden können. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung können alltägliche Verrichtungen nicht mehr selbständig durchgeführt werden. Abhängigkeit und Hilfebedarf steigen. Wichtig ist es, diese von einer schweren Depression oder einem Delir (akuter Verwirrtheitszustand) zu unterscheiden.

Häufig werden Symptome oder erste Anzeichen überspielt. Betroffene reagieren verärgert, aggressiv, oder mit Rückzug, wenn sie darauf angesprochen werden. Eine Demenz ist nicht heilbar, aber das Fortschreiten kann beeinflusst werden. Deshalb ist eine frühe Diagnostik und Behandlung von entscheidender Bedeutung für den Verlauf der Erkrankung.

Was sind Gedächtnisstörungen?

Es wird unterschieden in leichte, mittlere und schwere Gedächtnisstörungen. Nicht jedes Suchen des Schlüssels muss auf eine Demenz hinweisen. Wichtig ist die Häufung der Ausfälle und das dauerhafte Fortbestehen. Beobachten Sie Ihren Angehörigen, ob Ihnen etwas auffällt.

Leichte Gedächtnisstörungen: Beispielsweise das Vergessen von Verabredungen, Hausarbeiten, Verpflichtungen oder das Verlegen von alltäglich gebrauchten Gegenständen.

Mittlere Gedächtnisstörungen: Durchgeführte Tätigkeiten werden vergessen. Betroffene wissen nicht mehr, ob oder was sie gegessen haben, ob sie sich gewaschen haben. Namen von Familienmitgliedern werden vergessen. Die Orientierungsfähigkeit nimmt ab. Häufiges Verlaufen ist an der Tagesordnung.

Schwere Gedächtnisstörungen: Zunehmendes Vergessen von Familien und Freunden kann beobachtet werden. Nahestehende Menschen werden nicht mehr erkannt. Der Hilfebedarf bei der Verrichtung von alltäglichen Aufgaben und Tätigkeiten wie Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Toilettengängen wächst.

Beliebter Demenztest: Uhrentest

Ein einfacher Test zur Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten ist der Uhrentest. Dabei bekommt die Testperson ein Blatt Papier mit einem Kreis. Der Kreis soll eine Uhr darstellen. Die Person wird aufgefordert, die fehlenden Ziffern für die Stunden einzutragen. Danach soll sie Zeiger auf die Uhrzeit "10 nach 11" einzeichnen.

Dabei müssen bestehende Vorerkrankungen berücksichtigt werden. Bei zitternden Händen durch eine Parkinsonerkrankung fällt das korrekte Einzeichnen natürlich sehr schwer.

MMST – Mini-Mental Status-Test

Der MMST besteht aus einem Fragebogen mit 10 Aufgabenbereichen. Er dauert etwa 10 Minuten. Die Auswertung erfolgt sehr einfach über das Zusammenrechnen der vorgegebenen Punkte.

Auch bei diesem Test werden die kognitiven Fähigkeiten des älteren Menschen eingeschätzt. Dazu gehören Orientierung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Rechnen, Sprache und die Fähigkeit, Aufforderungen zu verstehen und umzusetzen. Insgesamt können 30 Punkte erreicht werden. Ergebnisse unter 27 sprechen für eine beginnende leichte Demenz. Werte unter 10 sprechen für eine schwere Störung.

Zahlenverbindungstest

Der Zahlenverbindungstest ist ein einfacher Test zur Überprüfung der Konzentrationsfähigkeit. Auf einem Blatt werden die Zahlen von 1 bis 25 zufällig verteilt aufgeschrieben. Die Aufgabe besteht darin, diese Zahlen aufsteigend von 1 bis 25 in der richtigen Reihenfolge mit einer Linie zu verbinden. Notieren Sie, wie lange dafür benötigt wird und zeigen Sie das Blatt dem Hausarzt. Es kann ein wichtiger Hinweis auf eine bestehende kognitive Störung sein.

Weitere Demenztest

Auch der DemTect und der TFDD finden vermehrt Anwendung.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss

Kein Test steht für sich alleine für die Diagnose Demenz. Es handelt sich jeweils immer nur um einen Hinweis auf eine möglicherweise bestehende Störung. Diese muss vom Arzt, z. B. vom Neurologen näher untersucht werden.

Auch müssen bei den Tests bestehende Vorerkrankungen unbedingt mit berücksichtigt werden. Beispielsweise bei Schwerhörigkeit, Sehschwäche, Parkinson oder Schlaganfall wird es sicher zu einer Verfälschung der Ergebnisse kommen. Besprechen Sie Ihren Verdacht unbedingt mit dem Betroffenen selbst und dem behandelnden Arzt. Eine frühzeitige Diagnostik und Therapie kann den Verlauf der Erkrankung entscheidend beeinflussen.

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Kategorien: Demenz Test

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