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Den Stress beim Essen mit demenziell Erkrankten reduzieren

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Die Ernährung Demenzerkrankter bedeutet für Angehörige häufig eine große Herausforderung. Es sollen genügend Kalorien und Nährstoffe aufgenommen werden, gleichzeitig sollen Freude und Genuss beim Essen nicht verloren gehen. Pflegende Angehörige geraten unter Druck, wenn sie sehen, dass Erkrankte bei Mahlzeiten immer wieder aufspringen, nicht essen wollen und abnehmen.

Demenzkranke können die Signale des Körpers nicht mehr deuten

Wer schon einmal gefastet hat, erinnert sich sicher, dass häufig schon nach 2 Tagen kein Hungergefühl mehr eintrat und sich eine Art von Hochstimmung einstellte. Ähnlich geht es Menschen mit Demenz. Sie vergessen zu essen oder können körperliche Signale wie Magenknurren nicht als Hunger deuten. Es fehlt der Antrieb und die Einsicht der Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme. Erkrankte verstehen nicht, wieso sie ständig zum Essen gedrängt werden und reagieren mit Verärgerung oder Aggression.

Lesen Sie hier Tipps, wie Sie den „Stress mit dem Essen“ reduzieren können und sich selbst als Pflegeperson entlasten können

  • Beachten Sie die Geschichte Ihres Angehörigen.
    Wann wurde gegessen? Gab es mittags oder abends eine warme Mahlzeit? Versuchen Sie, die entsprechenden Zeiten einzuhalten.

  • Essen Sie gemeinsam.
    In einer gemütlichen Runde schmeckt es immer besser als alleine. Gleichzeitig bekommen Sie einen Überblick, wie viel und was Ihr Angehöriger besonders gerne isst und können entsprechende Lebensmittel vermehrt anbieten.

  • Holen Sie sich Hilfe.
    Gibt es jemanden im Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft, der vielleicht gegen einen kleinen Obolus bereit ist, eine Mahlzeit zu "übernehmen"? Wichtig ist, dass es feste Bezugspersonen gibt. Routine und Beständigkeit helfen Demenzkranken, Orientierung und einen Tagesablauf zu finden

  • Engagieren Sie einen Pflegedienst.
    Wenn eine Pflegestufe besteht, kann die gewünschte Leistung mit der Pflegekasse abgerechnet werden. Vereinbaren Sie die notwendige Form der Unterstützung.
    Reicht es, wenn eine Pflegeperson die Mahlzeit erwärmt und anreicht oder soll jemand beim Essen dabeibleiben? Bestehen Sie darauf, dass das betreuende Personal Erfahrung mit Demenzpatienten hat und dass feste Bezugspersonen Ihren Angehörigen versorgen.
    Es wird nicht möglich sein, dass immer dieselbe Person kommt, aber es sollten nicht mehr als zwei bis drei Personen an der Versorgung beteiligt sein.

  • Sparen Sie Ihre Kräfte.
    Reicht das Geld von der Pflegekasse nicht aus, muss Ihr Angehöriger die entsprechende Differenz privat zuzahlen.
    Das sollte Sie nicht abschrecken, denn die Sicherheit, Verantwortung an kompetende Personen abzugeben, entlastet Sie und hilft Ihnen, mit Ihren Kräften zu haushalten. Ein schlechtes Gewissen ist völlig unnötig.
    Sie brauchen eine Menge Energie und Spannkraft für die sonstigen Pflegetätigkeiten. Es kommt Ihnen und Ihrem Angehörigen zugute, wenn Sie sich selbst nicht schon beim Essen "auspowern". Bedenken Sie aber, dass es bereits für Demenzerkrankte die Möglichkeit gibt auch ohne Pflegestufe Leistungen zu erhalten. Für diese muss der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) nur eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz bescheinigen. Mit dieser Bescheinigung erhält Ihr Angehöriger bei bestehender Pflegestufe auch höhere Sätze.

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Kategorien: Alzheimer

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